Dschungelcamp

Wie sich Brigitte Nielsen die Dschungelkrone holte

| Lesedauer: 3 Minuten

Foto: RTL / RTL/Stefan Menne

Schönheits-OP vor laufender Kamera, Teilnahme bei „Let's Dance", Leben im „Big-Brother"-Haus: Brigitte Nielsen war schon vor dem Dschungelcamp Reality-TV-erprobt. Nun wurde die Dänin ihrer Favoritenrolle gerecht – nicht nur wegen ihrer Erfahrung.

Sie startete als Favoritin und wurde mit Bravour „Dschungelkönigin“: Brigitte Nielsen hat das Dschungelcamp 2012 geprägt wie kein anderer Kandidat. Gut gelaunt bis extrem begeistert meisterte die 48-Jährige Dschungelprüfungen, ihre einfühlsame Seite zeigte sie bei intimen Gesprächsrunden am Lagerfeuer. Bei der diesjährigen Besetzung der RTL-Show war sie vielleicht der einzige wahre Star – und dann noch einer ohne Starallüren.

relatedlinksDabei schien es der früheren Hollywood-Schauspielerin („Rocky IV“) stets bewusst zu sein, dass sie Teil einer Show ist und fürs Publikum performt. Als die 1,85 Meter große Dänin in einem Flugzeugwrack zwischen Schlangen und Kakerlaken nach Sternen suchte, riss sie ihren Arm mit einem Stern in der Hand nach oben und rief: „Dieser Stern ist für die Zuschauer!“ Bei Streits unter den Mitcampern machte es hin und wieder den Eindruck, als verkneife sich Nielsen einen Kommentar – auch wenn ihr die Situation sichtlich missfiel.

Mit dänischem Akzent, viel Charme, aber auch Grazie trotzte sie den Widrigkeiten der Sendung: Mal sang sie „I'm singing in the rain“ in einem durchsichtigen Cape, das mit Insekten gefüllt war. Mal schluckte sie tapfer pürierte Ente mit Entenblut oder Truthahnhoden. Beispielhaft für Brigittes Auftritte steht der Kommentar der Moderatoren Sonja Zietlow und Dirk Bach: „Sie macht das mit Würde, Stolz und Anmut.“

150.000 Euro für den Dschungel-Aufenthalt

Nielsen ist Reality-Formate wie das Dschungelcamp gewöhnt: Für RTL ließ sich die Blondine schon vor der Kamera beim Schönheitschirurgen quasi rundum erneuern oder tanzte bei „Let's Dance“ mit. Fernsehzuschauer konnten sie auch im dänischen und britischen „Big-Brother“-Haus oder in der Entzugsklinik beobachten. Die Teilnahme am deutschen Dschungelcamp soll ihr laut Medienberichten 150.000 Euro einbringen.

„Dschungelkönig 2011“ Peer Kusmagk sagte im Interview mit „n-tv.de“, bei Brigitte wisse er nicht, ob es überhaupt noch eine Trennung zwischen der Privatperson und der Figur, die sie in der Öffentlichkeit darstellt, gebe. Er betonte aber auch: „Sie ist die vermeintlich Stabilste der Gruppe und strahlt eine mütterliche Ruhe aus.“ Die Wahl-Amerikanerin tröstete andere Kandidaten und versuchte ihnen vor Dschungelprüfungen Kraft mit auf dem Weg zu geben.

Im Camp sprach sie sowohl über Alkohol, Drogen und gewalttätige Ex-Partner. Sie sorgte aber auch fast andauernd für gute Laune, versuchte unter anderem den Regengott zu beschwören oder lästerte über den Sex mit ihrem früheren Ehemann Sylvester Stallone. Manchmal war sie nicht einwandfrei zu verstehen – bescherte dem Camp so aber auch Kultsprüche insbesondere im Bezug auf die flirtenden Kandidaten Rocco Stark und Kim Debkowski, als Nielsen mal von „Liebessuppe“ sprach und mal fragte: „Was geht los darein?“

( dpa/ap )

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