Zugunglück

Anklage gegen Lokführer von Hordorf erhoben

Wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung in 32 Fällen ist gegen den Lokführer des Zugunglücks in Hordorf Anklage erhoben worden. Zehn Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben.

Foto: dpa / dpa/DPA

Knapp ein Jahr nach dem tragischen Zugunglück bei Hordorf in Sachsen-Anhalt ist gegen den Lokführer des Unglückszugs Anklage erhoben worden.

Dem 41-Jährigen werden fahrlässige Tötung und Körperverletzung in 32 Fällen sowie eine fahrlässige Gefährdung des Bahnverkehrs vorgeworfen, wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ vorab berichtete. Ein Prozesstermin vor dem Landgericht Magdeburg stehe noch nicht fest.

Der Lokführer hatte einen Güterzug gesteuert, der am 29. Januar 2011 auf eingleisiger Strecke frontal mit einem Personenzug zusammengestoßen war.

10 Menschen starben, 23 wurden verletzt. Ein Untersuchungsbericht des Eisenbahn-Bundesamtes geht davon aus, dass das Unglück auf menschliches Versagen zurückzuführen ist.