Fukushima-Strahlung

Japanisches Baby-Milchpulver radioaktiv verseucht

In Japan wurden Hunderttausende Packungen Milchpulver zurückgerufen. In Proben der Babynahrung war radioaktives Cäsium entdeckt worden, das womöglich aus Fukushima stammt.

In japanischem Baby-Milchpulver sind Spuren von radioaktivem Cäsium-134 und Cäsium-137 entdeckt worden. Der Hersteller Meiji rief 400.000 Packungen Milchpulver vorsichtshalber zurück. In Proben sei eine radioaktive Belastung von bis zu 31 Becquerel gemessen worden, der zugelassene Grenzwert liege bei 200 Becquerel.

Der Hersteller erklärte, vermutlich sei die verwendete Kuhmilch während des Trocknungsprozesses in einem Werk rund 200 Kilometer vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima entfernt radioaktiv verseucht worden. Die exakte Ursache sei jedoch noch unklar.

Das Atomkraftwerk Fukushima war am 11. März durch ein verheerendes Erdbeben und einen anschließenden Tsunami schwer beschädigt worden. Durch die Katastrophen starben rund 20.000 Menschen oder wurden als vermisst gemeldet. Zehntausende Menschen mussten die verstrahlten Gebiete um Fukushima verlassen.