Winterwetter

Erster Schnee in Thüringen, Hessen und NRW

Wirklich winterlich ist es zwei Wochen vor Weihnachten noch nicht. Doch nun rieselt der erste Schnee. Die Temperaturen fallen. Es gab erste Glatteisunfälle.

Die Kammlagen des Thüringer Waldes sind erstmals in diesem Winter in Weiß gehüllt. „Auf der 940 Meter hohen Schmücke am Rennsteig sind in der Nacht zum Montag zehn Zentimeter Schnee gefallen“, sagte der Meteorologe Manuel Voigt vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Die Temperaturen lagen bei minus 1,7 Grad Celsius.

In Neuhaus am Rennweg wurden bei leichtem Frost sechs Zentimeter Schnee gemessen. Schauer könnten in über 800 Meter Höhe im Laufe des Tages die Schneehöhe durchaus noch um zwei bis vier Zentimeter anwachsen lassen. Behinderungen im Straßenverkehr gab es nach Angaben des Thüringer Lagezentrums noch nicht, da Schnee und Graupel nicht liegen blieben.

„Bei uns ist niemand gerutscht“, sagte ein Suhler Polizeisprecher. „Der Winterdienst war im Einsatz“. Der Schneeregen sei teilweise in dicken Flockenwirbel übergegangen. Entlang des Rennsteigs sei es weiß. „Auf den Bäumen liegen ein paar Zentimeter Schnee.“ Die Touristenorte im Thüringer Wald warten sehnsüchtig auf die weiße Pracht.

Die Aussichten auf weitere Schneefälle sind laut Wetterdienst gut. Bei böigem Wind könnten vor allem in der Nacht zum Mittwoch in den Höhenlagen weitere fünf bis zehn Zentimeter Schnee fallen, im Tiefland werde es jedoch regnen.

Auch in Hessen ist der erste Schnee liegen geblieben

Von „Ski und Rodel gut“ ist Hessen noch einiges entfernt, aber auch hier ist ein Anfang gemacht: In Osthessen fiel der erste Schnee in diesem Winter. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lagen am Morgen auf der Wasserkuppe, dem höchsten Berg des Bundeslandes, rund zehn Zentimeter Schnee.

Selbst im Tal wie etwa bei Gersfeld und in Höhen zwischen 600 und 800 Metern sei etwas vom Schnee liegen geblieben. „Zum Skifahren wird das aber nicht reichen, da muss schon noch etwas mehr 'runterkommen“, sagte ein Meteorologe des DWD. Die Experten rechnen im Laufe des Montags mit etwas mehr Schnee, in Nord- und Osthessen soll es Niederschläge erwartet werden.

Auch die Berge im Sauerland tragen ein Winterkleid. Auf den Bergen schneite es, in tieferen Lagen vermischten sich die Flocken mit Regen. Laut DWD wird es in den anderen Regionen Deutschlands am Dienstag „noch länger anhaltenden Regen geben, vor allem im Süden.“

Nach dem trockenen November präsentiert sich der Dezemberanfang bundesweit sehr nass. In den ersten vier Tagen des Monats fiel bereits ein Drittel der für den gesamten Dezember üblichen Niederschlagsmenge. Vom 1. bis 4. Dezember fielen demnach durchschnittlich 23 Liter pro Quadratmeter.

Glatteisunfälle in Schlewig-Holstein

In Schleswig-Holstein gab es mehrere Verletzte bei Glätteunfällen. Graupelschauer und glatte Straßen führten dort zu zahlreichen Unfällen. Allein im Kreis Schleswig-Flensburg krachte es sieben Mal, wie eine Polizeisprecherin sagte. Dabei wurden vier Menschen leicht verletzt.

Auf der Autobahn 23 gab es in den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen aufgrund örtlicher Schneefälle und Hagelschauer mehrere Glätteunfälle. Dabei wurde nach Polizeiangaben eine Person leicht verletzt. In den anderen Fällen blieb es bei Blechschäden.