Nach dem Sturmtief „Daisy“ sorgt ein Hochdruckgebiet in den nächsten Tagen für noch mehr Kälte. Hoch „Bob“ über Skandinavien werde eisige Luft aus dem Osten nach Deutschland drücken, berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach. „Es bleibt die ganze Woche kalt und dauerfrostig“, bestätigt auch Friedemann Schenk vom Institut für Meteorologie an der Freien Universität Berlin Morgenpost Online. „Es ist noch kein Ende abzusehen.“

Immerhin eine gute Nachricht: „So viel Schnee wie zuletzt gibt es nicht mehr in der Intensität, es soll nur noch ‚flöckeln’“, sagt Schenk und meint damit, dass die heftigen Schneestürme und Verwehungen erst einmal vorbei sind.

Dank Tief „Daisy“, das nun zum Schwarzen Meer zieht, liegt in Deutschland so viel Schnee wie seit 30 Jahren nicht mehr. In der Berliner Station in Dahlem wurden 25 Zentimeter Neuschnee gemessen, in Potsdam sogar 30. „Das ist so viel wie seit 1979 nicht mehr“, sagt Schenk.

Trotz der Schneepause sollen bis Mitte der Woche die Temperaturen überall im Land auch tagsüber höchstens um den Gefrierpunkt bleiben bei maximal minus sechs bis plus zwei Grad.

Am Montag kann es an der Küste noch einmal stürmisch werden. Ob es schneit, sei hingegen nicht leicht vorherzusagen. In Südostbayern und an der Ostsee sei die Wahrscheinlichkeit für längeren Schneefall noch am größten.

Am Dienstag soll sogar zwischenzeitlich mal die Sonne zu sehen sein. Doch wärmer wird es deshalb noch lange nicht. Im Gegenteil. Besonders dort, wo die Wolken aufreißen, sei mit kräftigen Minusgraden zu rechnen. „Das kann leicht unter minus zehn Grad kalt werden“, sagt Schenk.

Mit Tauwetter sei in den nächsten Wochen nicht zu rechnen. Am Mittwoch und Donnerstag könne sogar ein neuer Tiefausläufer Deutschland erreichen und wieder kräftigen Schneefall mitbringen.

Entwarnung kann der Wetterdienst auch langfristig noch nicht geben: „Bei so einem kalten Winter bleibt es im Regelfall auch den gesamten Februar kalt“, sagt Meteorologe Schenk. Wenn es milder wird, dann höchstens kurzzeitig. Meistens stellt sich das kalte Wetter schnell wieder ein.

dpa/kami