Umweltkatastrophe

Frachter mit Öl vor Neuseeland droht zu brechen

Das Umweltministerium rechnet mit der "schlimmsten Katastrophe seit Jahrzehnten": Aus dem havarierten Frachter vor Neuseeland strömt Öl. Er droht auseinanderzubrechen.

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Ölteppich breitet sich weiter aus

Video: Reuters
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Nach der Havarie eines Frachtschiffs aus Liberia droht vor der Küste Neuseelands eine Umweltkatastrophe. Der Frachter "Rena" mit rund 1700 Tonnen Schweröl als Treibstoff an Bord drohe in der von zahlreichen Meerestieren wie Walen, Delphinen und Seelöwen bewohnten Bucht Plenty auseinanderzubrechen, teilte die neuseeländische Regierung mit.

Das Schiff mit einer Ladekapazität von 47.000 Tonnen war am Mittwoch in der Bucht auf Grund gelaufen. Die Unglücksstelle befindet sich etwa 22 Kilometer vor der Stadt Tauranga auf der Nordinsel Neuseelands, die Plenty-Bucht ist eine der Haupttouristenattraktionen des Landes.

Bislang ausgelaufenes Öl bilde bereits einen Ölteppich von fünf Kilometern Durchmesser auf der Meeresoberfläche, erklärte die Regierung. Zahlreiche Vögel hätten sich bereits in dem Öl verfangen. Erste Versuche, den Teppich mit Hilfe von aus Flugzeugen abgeworfenen Lösungsmitteln aufzulösen, scheiterten demnach.

Das Öl könnte bald die Küste erreichen. Das Umweltministerium rechnete damit, dass die Havarie sich zur „schlimmsten Umweltkatastrophe seit Jahrzehnten“ in Neuseeland auswirken könnte.