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ICE fährt an Freiburger Bahnhof vorbei

Der Lokführer eines ICE hat am Montag in Freiburg den richtigen Bremszeitpunkt verpasst und brachte seinen Zug erst hinter dem Bahnsteig zum Stehen.

Ein ICE-Lokführer hat seinen Halt am Freiburger Hauptbahnhof verpasst und seine Lok erst hinter dem Bahnsteig zum Stehen gebracht. „Der Triebfahrzeugführer hat sich schlichtweg verbremst“, sagte ein Bahnsprecher am Dienstag und bestätigte einen Bericht der „Badischen Zeitung“. Trotzdem kamen alle Reisenden am Montagabend ohne große Verspätung an ihr Ziel.

Der ICE, der am Berliner Ostbahnhof gestartet war und nach Basel fuhr, sollte eigentlich um 23.09 Uhr in Freiburg halten. Stattdessen sei der Zug mit vollem Tempo durch den Hauptbahnhof hindurchgefahren, schreibt das Blatt unter Berufung auf Passagiere und Wartende am Bahnsteig.

Der Lokführer sei einmal den Zug entlang zum Führerhaus auf der anderen Seite gelaufen und habe den Zug zum Bahnsteig zurückgefahren. „Die Reisenden konnten dann regulär ein- und ausstiegen. Es gab eine Verspätung von lediglich zehn Minuten“, sagte der Sprecher.

Lokführer hätten in ihrem elektronischen Fahrplan zwar Anhaltspunkte, wann sie bremsen müssen. Letztlich sei es aber wie beim Auto dem Gefühl des Fahrers überlassen, wann er auf die Bremse treten muss, um das Fahrzeug rechtzeitig zum Stehen zu bringen.

Zuletzt war die Bahn in die Schlagzeilen geraten, weil ICEs dreimal am Bahnhof Wolfsburg vorbeigefahren waren. Dort allerdings mussten die Reisenden bis zum nächsten Bahnhof im Zug bleiben und dann mit einem anderen Zug wieder zurückfahren.