Polizeieinsatz

Russischer Pilot wollte im Drogenrausch starten

Mit 192 Passagieren an Bord hatte ein russischer Pilot vor, abzuheben, nachdem er mit der Chef-Stewardess Marihuana konsumiert hatte. Die Polizei verhinderte den Flug.

Foto: www.yakutia.aero

Die Flughafenpolizei im russischen Magadan hat einen Piloten aus dem Cockpit geholt, der im Drogenrausch eine Maschine mit 192 Passagieren starten wollte. Ärzte stellten bei dem Mann und bei der Chef-Stewardess frische Spuren von Marihuana-Konsum fest, wie die Agentur Interfax meldete.

Der Pilot hätte die Maschine der Gesellschaft Yakutia Airlines mehr als 6000 Kilometer weit von der Hafenstadt Magadan nach Moskau steuern sollen.

Eine Ersatzcrew startete das Flugzeug mit zwölf Stunden Verspätung. Erst vor kurzem war in Russland ein anderer Pilot gestoppt worden, in dessen Blut Spuren von synthetischen Drogen gefunden worden waren.

Mahnbrief an bekiffte und betrunkene Fluglotsen

Kiffer unter dem Flugpersonal gibt es offenbar nicht nur in Russland: Ein Mahnbrief an bekiffte und betrunkene Fluglotsen weckte im Juli 2011 Horrorvorstellungen bei Reisenden in der französischen Überseemetropole Cayenne.

Schon die Überschrift des Anti-Drogen-Appells an die Mitarbeiter der dortigen Flugüberwachung am internationalen Airport ließ Schlimmes ahnen: „Gefährliche und mit dem Job nicht zu vereinbarende Verhaltensweisen gewisser Bediensteter“.

In dem Schreiben führte der Direktor des Kontrollzentrums alle verbotenen Substanzen auf. Gefährliche Praktiken müssten unter Kontrolle gebracht werden, zitierte die Tageszeitung „ Le Figaro “ aus dem Schriftstück. Auch in den acht Stunden vor Dienstantritt sollten Mitarbeiter keine Rauschmittel oder Alkohol konsumieren.

Mehr als 420.000 Reisende passierten 2010 den Flughafen Cayenne im südamerikanischen Überseedepartment Französisch-Guayana. Von Europa aus steuert ihn unter anderem die Fluggesellschaft Air France an.