Samstagabendshow

Gottschalk hält „Wetten, dass..?" für abgenagt

Nach der Absage von Hape Kerkeling geht die Diskussion um die Nachfolge von Thomas Gottschalk weiter. Der Moderator sieht durchaus eine Zukunft für die Samstagabendshow. Zugleich gibt er aber zu, dass der Knochen, den er hinterlasse, „ziemlich abgenagt" sei.

Thomas Gottschalk sieht die Zukunft von „Wetten, dass..?" mit Skepsis. „Ich gebe allerdings zu, dass der Knochen, den ich hinterlasse, schon ziemlich abgenagt ist“, sagte Gottschalk der „Bild"-Zeitung. „Die Absicht eines jeden Nachfolgers muss es immer sein, es nicht besser machen zu wollen als der Vorgänger – sondern anders“, so Gottschalk.

Auch nach der Absage von Hape Kerkeling sehe er aber Kandidaten, die die Moderation übernehmen könnten. „Natürlich gibt es Leute, die das können.“

Am 3. Dezember präsentiert Gottschalk die Show zum letzten Mal. Das ZDF will sie nach einer Pause fortsetzen, mit neuem Konzept und neuem Moderator. Favorit Hape Kerkeling hatte am Samstag öffentlich die Nachfolge abgelehnt. Gottschalk sagte weiter: „Ich halte mich mit Äußerungen zur Zukunft von „Wetten, dass..?“ ganz bewusst zurück, denn das ZDF hat natürlich etwas die Sorge, dass ich bei meinem Ritt in den Sonnenuntergang den Gaul gleich mit um die Ecke bringen könnte. Das ist nicht meine Absicht, denn ich gönne der Show weiterhin jeden Erfolg.“

Dennoch gebe es Leute, die seinen Job machen könnten. Und ein Wechsel tue immer gut. „Ich wollte nie einen anderen James Bond als Sean Connery“, sagte Gottschalk. „Inzwischen finde ich Daniel Craig klasse. Und das mit den „großen Schuhen“ ist natürlich Quatsch. Frank Elstners Schuhe waren damals noch viel größer und ich habe mich darin ausgesprochen wohlgefühlt.“ Gottschalk hatte die Show 1987 von Erfinder Elstner übernommen.

Weiterhin bleibt unklar, wer Thomas Gottschalk beerben wird. Recht sicher scheint lediglich, dass die ZDF-Show auch nach dem Abschied des 61-jährigen Gottschalk von einem Moderatorenpaar präsentiert wird. Dies sei die „naheliegende Option“, es hänge aber natürlich von der weiteren Entwicklung ab, sagte ein Sprecher des Mainzer Senders.

ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, er führe mit verschiedenen Kandidaten Gespräche. Doch werde es keine Entscheidung geben, bevor im Dezember die letzte Ausgabe mit Gottschalk gelaufen sei, bekräftigte der künftige ZDF-Intendant. Nun stellt sich die Frage, wie es auch die „FAZ“ schreibt, ob zu einem möglichen Doppelgespann Gottschalks Assistentin Michelle Hunziker zählen wird. Hunziker ist seit Oktober 2009 an der Seite des Entertainers als Ko-Moderatorin bei der ZDF-Show im Einsatz.