Niedersachsen

Tsunami-Warnung versetzt Quakenbrücker in Panik

Eine obskure Erdbeben- und Tsunamiwarnung hat Einwohner der niedersächsischen Stadt Quakenbrück verängstigt. Die Polizei musste nachts eingreifen.

Nach dramatischen Radioberichten über eine Invasion von Außerirdischen rannten in diversen Städten an der US-Ostküste viele Menschen in Panik und Todesangst auf die Straße. Bei der Polizei liefen die Telefonleitungen heiß, die Unruhen sollten noch tagelang anhalten.

So geschehen im Jahr 1938. Der Grund für die Massenpanik war ein Hörspiel von Orson Welles nach H.G. Wells' "Krieg der Welten" , das so realistisch gestaltet war, dass viele es für bare Münze genommen hatten.

Wer jedoch glaubt, solche Vorfälle wären typisch amerikanisch und seien hierzulande und heutzutage, im scheinbar gut informierten Internet-Zeitalter nicht mehr möglich, der irrt:

Denn eine Erdbeben- und Tsunami-Warnung hat in der Nacht Anwohner in Quakenbrück im niedersächsichen Landkreis Osnabrück verunsichert. Mindestens zehn Anrufe seien bei der Polizei ab 22.30 Uhr eingegangen, sagte ein Sprecher.

Bei einer größeren Gruppe muslimischer Griechen ging per Mobiltelefon eine Warnung vor einem bevorstehenden Erdbeben und einem Tsunami um.

Etwa zehn bis 20 Bewohner packten Habseligkeiten ein und gingen verängstigt auf die Straße. Die Beamten konnten die Menschen vor Ort beruhigen. Woher die Meldung kam, ist unbekannt. Die Polizei vermutet, dass jemand eine Nachricht im Internet gelesen und diese verbreitet hat.

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