22. April

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Angela Merkel rechtfertigt Flugverbote

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Flugverbote wegen der Vulkanasche-Wolke gegen die Kritik der Airlines verteidigt. „Natürlich ist es ein schwerer Einschnitt für die Fluggesellschaften. Aber der Staat hat die Aufgabe, Risiken verantwortungsvoll zu bewerten und Menschen zu schützen“, sagte die CDU-Vorsitzende den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe. „Denn für das erste Flugzeug, mit dem etwas passiert, wird die Behörde – und zwar zu Recht – zur Rechenschaft gezogen, die den Luftraum trotz Aschewolke freigegeben hat.“

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Flugverkehr normalisiert sich weiter

Der Betrieb an den deutschen Flughäfen normalisiert sich weiter. So ist auch der Flugverkehr in München am Morgen überraschend normal angelaufen. „Das geht schneller, als wir dachten“, sagte Flughafen- Sprecher Peter Prümm. 550 Maschinen seien am Mittwoch gelandet oder gestartet. Das entspreche 46 Prozent eines normalen Flugtages. Am Abend habe es noch lange Schlangen an den Umbuchungsschaltern gegeben, 50 Menschen mussten laut Prümm auf Feldbetten im Flughafen übernachten. „Auch diese Leute haben aber heute die Chance, bald dahin zu kommen, wo sie hin wollten“, sagte der Sprecher.

Nach dem Ende des Flugverbots hat auch Deutschlands größter Flughafen in Frankfurt seinen regulären Flugbetrieb wieder aufgenommen. „Wir kehren zur Normalität zurück“, sagte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport.Lediglich 80 Flüge würden den Tag über noch ausfallen. Passagiere müssten aber auch in den kommenden Tagen noch mit Behinderungen rechnen. Der Airport hatte am Vortag noch die Hälfte aller 1400 Flugbewegungen streichen müssen.

Der Verkehr an den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel hat sich ebenfalls weiter normalisiert. Am Vormittag werden nach Angaben des Flughafens etwa 50 Flüge von und nach Tegel ausfallen. Nach der tagelangen Luftraumsperrung hatte es am Mittwoch in Tegel und Schönefeld gut 300 Starts und Landungen gegeben. Dies war mehr als die Hälfte der sonst üblichen knapp 600 Flugbewegungen. In der Nacht zu Mittwoch hatte die Deutsche Flugsicherung das Flugverbot für Berlin komplett aufgehoben.

21. April

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Nachtflugverbot wird gelockert

Das baden-württembergische Verkehrsministerium will das Nachflugverbot im Land lockern. "Um die Folgen zu mildern und möglichst rasch wieder in einen geordneten Ablauf zu finden, sollen die nächtlichen Flugverbotszeiten vorübergehend verkürzt werden", teilte Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) . Auch für andere deutsche Flughäfen werde das Nachtflugverbot gelockert. Wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium berichtet, wollen die Flughäfen München, Düsseldorf und Köln „bedarfsgerecht“ reagieren. Am Flughafen Düsseldorf würden zusätzlich Betriebsbeschränkungen für die zweite Start- und Landebahn vorübergehend aufgehoben. Für die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden seien die Nachtflugbeschränkungen bis einschließlich Freitag komplett aufgehoben. Die Hamburger Flughafenbehörden wollten nachts und am Wochenende „flexibel“ vorgehen.

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Schülergruppe nach Flugverbot bei Busunfall verletzt

Sie hatten wegen des Flugverbots mit einem Kleinbus statt dem Flugzeug von Skandinavien in die Türkei zurückkehren wollen – und wurden zu Unfallopfern. Drei 15 bis 18 Jahre alte Schüler einer Gruppe und zwei ihrer Lehrer wurden dabei teils schwer verletzt, teilte die Polizei in Würzburg mit. Einer der Fahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der Bus war auf der A3 nahe dem bayerischen Geiselwind auf einen Sattelzug aufgefahren.

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Ramsauer fordert Meldepflicht für Airlines

Nach dem Ende des Flugverbots wegen Vulkanasche müssen die deutschen Airlines ihre Sicherheitsanstrengungen weiter ausbauen. Dies betrifft nach Angaben von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sofortige Meldepflichten bei ähnlichen Vorkommnissen wie nach dem Vulkanausbruch auf Island und kürzere Inspektions- und Wartungsintervalle der Flugzeuge. Kritik an seinem Krisenmanagement wies der Minister in einer Regierungserklärung zurück. Die Sperrung des Luftraums sei „alternativlos“ gewesen. Insbesondere die SPD kritisierte das Krisenmanagement, das selbst vom Grünen-Verkehrsexperten und Ausschussvorsitzenden Winfried Hermann als „untadelig“ verteidigt wurde. Ramsauer erklärte im Bundestag, bei allen Entscheidungen habe immer gegolten: „Die Sicherheit steht an allererster Stelle.“

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Gut 300 Flüge in Berlin

Am Mittwoch gab es in Tegel und Schönefeld gut 300 Starts und Landungen. Das sei mehr als die Hälfte der sonst üblichen knapp 600 Flugbewegungen, sagte Flughafensprecher Leif Erichsen. Es laufe gut an. „Wir sind guter Stimmung, dass wir uns Tag für Tag dem Normalzustand nähern werden.“

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EU will mehr Macht am Himmel

Das Wirrwarr nationaler Zuständigkeiten bei der europäischen Luftsicherheit muss nach Ansicht der EU-Kommission ein Ende haben – vor allem im Notfall. Das Luftfahrtchaos der vergangenen Tage habe gezeigt, dass die Staatengemeinschaft in Krisensituationen nicht schnell genug reagieren könne, sagte die Sprecherin von EU- Verkehrskommissar Siim Kallas in Brüssel. Die Sprecherin verwies auf das im Dezember beschlossene Projekt „Single European Sky“ (Einheitlicher Europäischer Luftraum), dessen Umsetzung allerdings noch knapp zwei Jahre dauern werde. Wären diese neuen Regeln bereits jetzt in Kraft, hätte die Entscheidung vom Montagabend „schon am Freitagabend“ fallen können, sagte die Sprecherin.

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Sonntagsfahrverbot für Lastwagen wird gelockert

Das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen wird am kommenden Sonntag bundesweit gelockert, um Auswirkungen der isländischen Vulkan-Aschewolke auf Warentransporte zu mindern. Betroffen seien solche Güter, die sonst über den Luftverkehr befördert würden, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Magdeburg. Sie dürften auch am Sonntag über die Autobahnen befördert werden. Darauf hätten sich die Verkehrsminister der Länder und des Bundes in einer Telefonkonferenz verständigt. Anträge müssten die jeweiligen Speditionen bei den Landkreisen stellen. Diese würden die Transporte unbürokratisch genehmigen.

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Beschwerderecht beim Luftfahrt-Bundesamt

Nach der Freigabe des deutschen Luftraums normalisiert sich der Flugverkehr langsam wieder. Doch der Ärger dürfte für Passagiere weitergehen, die sich von ihrer Airline schlecht behandelt oder im Stich gelassen fühlen. Weigert sich etwa eine Gesellschaft, die Ansprüche aus der EU-Fluggastrechteverordnung zu erfüllen, kann der Passagier Beschwerde beim Luftfahrt-Bundesamt einlegen. Darauf weist das Bundesjustizministerium in Berlin hin. Ein Formular dafür steht online bereit. Die Rechte von Fluggästen und Pauschaltouristen erklärt das BMJ hier . Der ADAC rät Betroffenen, zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen alle Belege zu sammeln und über die Situation genau Protokoll zu führen. Bei Gesprächen mit Airline-Angestellten sollten möglichst immer Namen und Funktion notiert werden.

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Erfindermesse leidet unter Flugausfällen

Immerhin sind noch 60 Prozent der Aussteller zur 38. Genfer Erfindermesse gekommen. Die gähnende Leere jedoch auf vielen Ständen überrascht bei der Eröffnung am schon. Dabei sollte es ein Rekordjahr für die wichtigste Internationale Messe für Erfindungen werden: 800 Aussteller aus 45 Ländern hatten sich in Genf angekündigt, darunter neben zahlreichen Europäern vor allem asiatische Tüftler. Gerade jene Länder, die am stärksten vertreten sein sollten, fehlen: So sitzen die Teilnehmer aus China und Iran an Flughäfen fest, während die russischen Tüftler auf Busse umgestiegen und bereits seit zwei Tagen auf europäischen Straßen unterwegs sind. Auch die Plätze der Erfinder aus Indien, Saudi-Arabien, Korea und von den Philippinen sind noch leer, ebenso die der Griechen, Tunesier und Algerier. Sie alle wollen im Laufe der Messe eintreffen. Abgesagt hat bisher nur die Delegation aus Malaysia.

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Ramsauer verteidigt Krisenmanagement

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat das vielfach kritisierte Krisenmanagement zur Bewältigung der Luftverkehrsprobleme nach dem Vulkanausbruch in Island verteidigt. Er habe gleich nach Bekanntwerden der heranziehenden Aschewolke den Krisenstab zusammengerufen, sagte Ramsauer in einer Regierungserklärung im Bundestag.

Es sei zudem richtig gewesen, den Krisenstab am Sitz der Deutschen Flugsicherung (DFS) einzurichten. Teilnehmer waren auch Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Einbezogen gewesen sei von Anfang an die international zuständige Luftsicherheitsbehörde ICAO. Bei allen Entscheidungen habe immer gegolten: „Die Sicherheit steht an allererster Stelle.“

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Wetterdienst gibt Entwarnung für Vulkanasche

Die Meteorologen geben Entwarnung: Weil der Wind dreht, wird die Vulkanasche aus Island in den kommenden Tagen über den Atlantik nach Nord-Nordost getrieben. „Mitteleuropa wird nicht mehr betroffen sein“, sagte Ansgar Engel vom Deutschen Wetterdienst (DWD)in Offenbach. „Die Rutschbahn von Island hier runter ist vorbei.“

Über dem Atlantik entwickle sich gegen Ende der Woche ein Tief, daher sei die genaue Strömungsrichtung zunächst unklar. Außerdem werden Schauer erwartet, die die Asche aus der Luft waschen könnten. Auch am Vulkan wird es ruhiger. „Er spuckt zwar noch, aber nicht mehr in große Höhen und in der Masse wie bisher“, sagte der DWD-Experte.

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Europäischer Luftraum nahezu komplett freigegeben

Nach Angaben der europäischen Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol in Brüssel waren am Mittwochmorgen um 9 Uhr auch in Deutschlands Nachbarländern wieder Flüge erlaubt. Einschränkungen für den Flugverkehr gab es am Mittwochvormittag in Europa laut Eurocontrol nur noch im Norden Frankreichs, in einem kleinen Bereich zwischen Belgien und den Niederlanden sowie über Österreich.

In Nordeuropa blieb der Luftraum über dem Norden Großbritanniens sowie in Schweden gesperrt. Nach Schätzungen des Internationalen Flugverbandes IATA beliefen sich bis Mittwoch die Einnahmeausfälle der Airlines auf etwa 1,7 Milliarden Dollar (1,26 Milliarden Euro).

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Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf nehmen Verkehr wieder auf

Nach der Freigabe des Luftraums über Deutschland können auch am Flughafen Köln/Bonn wieder Maschinen regulär starten und landen. Es sei aber davon auszugehen, dass am Mittwoch noch nicht alle Flüge planmäßig stattfinden werden, teilte ein Sprecher mit. Nach dem turnusmäßigen Flugplan wären etwa 160 Starts und ebenso viele Landungen vorgesehen.

Auch der drittgrößte deutsche Airport in Düsseldorf wird den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Es werde allerdings Tage dauern, bis der Flugplan wieder eingehalten werden könne, teilte ein Flughafensprecher mit.

Alle Passagiere sollten sich bei ihrer Airline oder dem Reiseveranstalter über ihren konkreten Flug informieren.

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Flugsicherung gibt Luftraum weitgehend frei

Der Ausnahmezustand am deutschen Himmel nähert sich dem Ende. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat den wegen Vulkanasche gesperrten Luftraum über Deutschland weitgehend wieder freigegeben. Das teilte die DFS in Langen bei Frankfurt mit. Gesperrt waren am Vormittag nur noch die Flughäfen in Dresden, Leipzig, Erfurt und Münster. Die Flugsicherung rechnete mit einer kompletten Freigabe des Luftraums bis 11 Uhr. „Die Wolke hat sich verzogen“, sagte Sprecher Axel Raab.

Die Behörden hatten auf der Grundlage von Computermodellen des britischen Wetterdienstes den Luftraum über Mitteleuropa von Donnerstag an immer weiter geschlossen, weil sie isländische Vulkanasche als Gefahr sahen. Asche soll Flugzeuge stark beschädigen können und nimmt außerdem die Sicht. Tausende Flüge für Passagiere und Fracht fielen aus, die Schäden gehen in die Milliarden.

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Air Berlin kehrt zu normalem Flugbetrieb zurück

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin will im Laufe des Tages zu einem regulären Flugbetrieb zurückkehren. Das für diesen Mittwoch geplante Flugprogramm werde nahezu komplett abgewickelt, kündigte Air Berlin an.

Möglich sei dies, da die Deutsche Flugsicherung begonnen habe, den Luftraum über Deutschland sukzessive wieder für Instrumentenflüge freizugeben. Bereits am Morgen konnten alle Air Berlin-Flüge des Sonderflugplans mit teilweise geringfügigen Verspätungen abheben, hieß es. Die Flughafen-Gesellschaft hatte dagegen am Morgen erklärt, trotz der Freigabe des Luftraums über Berlin werde am Mittwoch noch etwa die Hälfte der Flüge ausfallen.

Air Berlin forderte dennoch alle Passagiere auf, sich zunächst im Internet unter airberlin.com oder unter der kostenfreien Rufnummer 00800-5737-8000 über ihren Flug zu informieren, bevor sie zum Flughafen kommen. Vereinzelt könnten Flüge gestrichen werden.

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Luftraum über Europa wird langsam wieder geöffnet

Der Flugbetrieb über Europa kommt langsam wieder in Gang. Die norwegischen Behörden verlängerten am Mittwoch die Öffnung des gesamten Luftraums bis zum Nachmittag und kündigten an, womöglich auch bis in den Donnerstag hinein Starts und Landungen auf seinen Flughäfen wieder zu erlauben. Norwegen war das erste Land, das am vergangenen Donnerstag wegen der Aschewolke seinen Luftraum komplett dicht gemacht hatte.

Auch in anderen Ländern deuteten sich weitere Lockerungen der Luftraum-Sperrung an. Dänemark wollte um 11 Uhr seinen kompletten Luftraum bis Donnerstag 2 Uhr freigeben. Die Behörden hatten die Sperrung bereits in der Nacht teilweise gelockert. In Finnland sollten bis zwölf Uhr die meisten Flughäfen zumindest für ein gewisses Zeitfenster wieder öffnen. Die Behörden rechneten damit, dass der Flughafen in der Hauptstadt Helsinki bis 15 Uhr geöffnet bleiben kann.

Für Frankreich gab Verkehrsminister Jean-Louis Borloo das Ziel aus, am Mittwoch sämtliche Langstreckenflüge und 60 Prozent der Mittelstreckenflüge abwickeln zu können. Die britischen Behörden lockerten schrittweise ihre vor fünf Tagen verhängte Sperrung des Luftraums. Der Flughafen London-Heathrow, der europäische Airport mit dem größten Passagieraufkommen, war seit Dienstagabend geöffnet.

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Langes Warten für Qantas-Passagiere

Einige der 15.000 gestrandeten Qantas-Passagiere müssen unter Umständen Wochen warten, ehe die Fluggesellschaft sie zu ihrem Ziel fliegen kann. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Alan Joyce.

Es dauere „einige Wochen“, um den Passagierstau abzubauen. Die Vulkanasche stoppte die Qantas-Kunden in Australien und an zahlreichen asiatischen Umsteigeflughäfen sowie in Frankfurt und London.Die Fluggesellschaft nahm ihre Flüge aus Asien nach Europa am Mittwoch wieder auf.

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Der internationale Flughafen in Frankfurt bleibt vorerst zu

Wegen der Vulkan-Aschewolke bleibt der Flughafen Frankfurt bis auf weiteres für den allgemeinen Flugverkehr geschlossen. Nur die Flughäfen in Hamburg, Bremen, Hannover und Berlin bleiben für den normalen Betrieb vorerst geöffnet, wie eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung sagte. Für alle weiteren Airports sei keine feste Uhrzeit für eine allgemeine Öffnung festgelegt worden. Die Lage werde laufend überprüft und angepasst.

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Freigabe des Flugbetriebs in Nordrhein-Westfalen noch nicht sicher

Die Situation am Himmel über Nordrhein- Westfalen bessert sich. Die Deutsche Luftsicherung hat den Luftraum für die NRW-Flughäfen zwar noch nicht freigegeben, ein Sprecher der NRW-Flugsicherung sagte jedoch, er hoffe, dass im Laufe des Tages der Flugbetrieb in Düsseldorf und Köln wieder aufgenommen werden könne.

Wegen der instabilen Wetterlage, die auf Winde zurückzuführen sei, sei es nicht möglich, sich auf feste Zeiten festzulegen. Abwarten sei daher die Devise.

Auf den meisten Flughäfen in Deutschland gelten wegen der Wolke aus isländischer Vulkanasche weiterhin die Sichtflugregeln. Den normalen Flugbetrieb haben bislang die Flughäfen Berlin, Hamburg, Bremen und Hannover wieder aufgenommen.

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Flugverkehr in Hamburg freigegeben – eingeschränkter Betrieb

Der Hamburger Flughafen hat nach der Freigabe des norddeutschen Luftraums seinen Betrieb wieder aufgenommen. Bereits in der Nacht landeten zwei Maschinen aus Zürich (Schweiz) und Fuerteventura (Spanien), wie Flughafen-Sprecherin Katja Tempel bestätigte. Bis acht Uhr starteten acht Maschinen, vier Flugzeuge landeten.

Die Mehrheit der regulären Verbindungen für den Vormittag wurde jedoch gestrichen. Bis zur Normalisierung des Flugplans sind weiterhin Einschränkungen im Flugbetrieb zu erwarten.

Im Internet empfiehlt der Hamburg Airport den Passagieren, sich vorab über ihre Flüge zu informieren und frühzeitig zum Flughafen zu kommen. Bei Fragen zu Verspätungen, Ausfällen oder Umbuchungen sollen sich die Passagiere direkt an ihre Fluggesellschaft wenden.

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Lufthansa-Chef geht von rund 500 Flügen aus

Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber rechnet damit, dass die Fluggesellschaft rund 500 Flüge durchführen kann. Er sagte am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin“: „Die Deutsche Flugsicherung hat bekanntgegeben, dass der Himmel wieder aufgemacht werden soll. Wir werden unser System so weit wie möglich hochfahren.“

Mayrhuber forderte angesichts der nationalen Alleingänge wegen der isländischen Vulkanasche, die Regelungen auf europäischer Ebene zu koordinieren. Der Lufthansa-Chef kritisierte den Deutschen Wetterdienst, der sich „sehr stark auf ein Prognosemodell aus England kapriziert“ habe. Dieses Modell sei „nicht in Ordnung“ gewesen, denn es war keine Wolke zu sehen. „Die Durchmischung war so dünn, dass man davon ausgehen musste, dass es keine Gefahr gibt“, sagte Mayrhuber.

Über dem Südwesten Deutschlands wird wieder geflogen

Der Luftraum über Baden-Württemberg wird um zwölf Uhr wieder freigegeben. Allerdings sei noch nicht vorherzusagen, wann wieder nach dem normalen Flugplan geflogen werden könne, sagte eine Sprecherin des Stuttgarter Flughafens. Da sowohl Crews als auch Maschinen zunächst wieder zu den richtigen Flughäfen gebracht werden müssten, werde es noch einige Stunden dauern, bis sich der Flugbetrieb wieder normalisiert habe.

Am Vormittag werden am Stuttgarter Flughafen noch einige Maschinen mit Sondergenehmigung auf Sicht starten und landen, bevor ab zwölf Uhr auch wieder Instrumentenflüge erlaubt sind.

Um die Normalisierung des Flugplans zu beschleunigen, wurde das Nachtflugverbot vom Umwelt- und Verkehrsministerium Baden-Württemberg vorübergehend gelockert. In den nächsten Tagen dürfen nur zwischen ein und fünf Uhr keine Maschinen fliegen, was eine Verkürzung des Zeitraums um drei Stunden bedeutet.

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Flughäfen in Hannover und Bremen freigegeben

Die Flughäfen Hannover und Bremen sind wieder regulär freigegeben. Bis mindestens 14 Uhr können wieder Maschinen starten und landen, sagte eine Sprecherin des Flughafens Hannover.

In der Nacht waren zwei Flugzeuge von Hannover nach Heraklion (Griechenland) und Las Palmas (Spanien) gestartet. Am frühen Morgen flogen zwei Maschinen nach Wien (Österreich) und Nürnberg. Mit erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr muss jedoch weiterhin gerechnet werden.

"Gute Chance" auf Öffnung aller Lufträume bis zum Abend

Die Deutsche Flugsicherung sieht „gute Chancen“, dass bis zum späten Abend der komplette Luftraum über Deutschland für den Flugverkehr frei sein wird. Dies teilte die Behörde mit. Im Laufe des Vormittags werde weiterer Luftraum freigegeben. Damit können Flugzeuge an immer mehr deutschen Airports nach Instrumentenflugregeln starten und landen.

Offiziell bleibt der Luftraum aber noch mindestens bis 8.00 Uhr gesperrt. Ausnahmen bilden Berlin, Bremen und Hamburg, wo Flugzeuge schon seit den frühen Morgenstunden per Instrumentenflug starten und landen können.

In Hamburg und Bremen wurden der Luftraum bereits Dienstagabend komplett freigegeben. Durch die Nachtflugverbote verzögerte sich der „reguläre“ Beginn jedoch auf den Mittwochmorgen.

Mehr Videos Auch auf den beiden Hauptstadtflughäfen Tegel und Schönefeld fuhren erst ab 6.00 Uhr die ersten Maschinen auf die Rollfelder. Trotz der Öffnung des Luftraums werden in der Hauptstadt aber rund die Hälfte der Flüge ausfallen.

Der Flughafenbetreiber in Frankfurt am Main rechnete mit einer Ausweitung des Betriebs. Am Dienstag waren 265 Maschinen auf dem größten deutschen Airport gestartet oder gelandet. Etwas schleppend läuft der Flugverkehr in München an. Nach Angaben eines Sprechers wurden am Dienstag nur 223Flüge abgewickelt. Das entspreche rund 22 Prozent eines normalen Flugtages.+++

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Nur noch wenig Rauch aus Island-Vulkan

Europas Luftfahrt droht vorerst keine neue Vulkanasche aus Island. Wie das Meteorologische Institut in Reykjavik am Mittwochmorgen mitteilte, stößt der Vulkan unter dem Eyjafjalla-Gletscher wie am Vortag nur noch wenig Rauch mit Asche aus. Die Rauchsäule erreicht nur noch eine Höhe von drei Kilometern.

Als sie von der Atlantikinsel in östlicher Richtung auf den europäischen Kontinent geweht wurde, war sie bis zu elf Kilometer hoch. Weiter teilten die Meteorologen mit, dass die Winde am Eyjafjallajökull sich in Richtung Norden gedreht haben.

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Luftraum bleibt bis 8 Uhr gesperrt

Der Luftraum über Deutschland bleibt bis 8 Uhr für Instrumentenflüge gesperrt. Dies teilte die Deutsche Flugsicherung am frühen Mittwochmorgen mit. Nur die Flughäfen Bremen, Hamburg, Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld seien davon ausgenommen. Für alle anderen Flughäfen sei der An- und Abflug nach Sichtflugregeln gestattet, „wenn die Wetterbedingungen dies zulassen“.

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Polen öffnet Luftraum am Mittwoch

Polen will seinen Luftraum am Mittwoch wieder öffnen. „Seit 7 Uhr wird es keine Beschränkungen mehr geben“, teilte ein Sprecher der Polnischen Luftfahrtagentur am Dienstagabend in Warschau mit.

20. April

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Flugsicherung verlängert Luftraumsperrungen bis Mittwochfrüh

Die Deutsche Flugsicherung hat ihre Sperrungen im deutschen Luftraum bis Mittwochfrüh verlängert. Sichtflüge sind allerdings weiterhin möglich. Zudem wird der Luftraum an den beiden Flughäfen Hamburg und Bremen zwischen 23 und 8 Uhr komplett freigegeben, so dass dort auch wieder normale Flüge stattfinden können.

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Britischer Luftraum öffnet wieder

Der britische Luftraum öffnet nach fünf Tagen Stillstand am Dienstagabend wieder. Ab 22.00 Uhr (23.00 Uhr MESZ) würde das Flugverbot über Großbritannien aufgehoben, teilten die zivile Luftfahrtbehörde Civil Aviation Authority und Verkehrsminister Andrew Adonis mit. Einige wenige Einschränkungen sollten allerdings noch gültig bleiben. Ein Sprecher des Flughafens in London-Heathrow, Europas größtem Drehkreuz, sagte, sie seien bereit, wieder zu öffnen. Passagiere sollten vor dem Abflug dennoch ihre Airline kontaktieren. Nicht alle Flüge würden gleich zu Beginn wieder aufgenommen.

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Deutsche Flug-Forscher weisen Vulkanasche-Wolke nach

Vulkanasche-Wolken in unterschiedlicher Ausdehnung und Konzentration haben die Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt bei ihrem Forschungsflug am Montag nachgewiesen. Das zeigt der elfseitige Bericht des DLR, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. So ermittelten die Wissenschaftler auf ihrem Rundflug vom bayerischen Oberpfaffenhofen über Leipzig, Hamburg, Aachen, Stuttgart und zurück bestimmte Partikelkonzentrationen in der Luft. Allerdings nennt der Bericht keine Vergleichswerte, die eindeutig die Risiken und Fluggefahren beschreiben könnten.

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95.000 Flüge wegen Aschewolke ausgefallen

Die erste Bilanz der Aschewolke klingt verheerend für die Luftfahrt: Seit dem Ausbruch des Gletscher-Vulkans Eyjafjalla in Island rechnet die europäische Flugsicherung Eurocontrol mit insgesamt mehr als 95.000 gestrichenen Flügen.

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Aschewolke wird kleiner

Der Gletschervulkan auf Island bringt vorerst nur geringe Mengen neuer Vulkanasche auf den Weg nach Europa. Das Meteorologische Institut in Reykjavik teilte mit, dass der Vulkan unter dem Eyjafjalla-Gletscher sechs Tage nach Beginn des Ausbruchs fast nur noch Lava und Wasserdampf ausstieß und kaum noch für die Luftfahrt gefährliche Vulkanasche. Die bestehende Wolke könne sich aber halten oder auch verschieben und so weiter für Probleme im Flugverkehr der europäischen Länder sorgen, hieß es weiter. Eine Sprecherin des Instituts sagte, auch die geringe Höhe der Rauchsäule bedeute eine Entlastung, da sie so weniger stark weggetrieben werde. „Je niedriger die Säule hier in Island, umso besser die Nachrichten für den Rest von Europa.“ Die Rauchsäule reichte nur noch bis zu drei Kilometer hoch – statt elf Kilometer wie am Wochenende.

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Aschewolke könnte bald USA erreichen

Die Wolke aus Vulkanasche könnte in den nächsten ein, zwei Tagen über den Atlantik die Ostküste der USA und Kanada erreichen. Diese Vorhersage machte ein Experte der UN-Wetterorganisation WMO in Genf. Die Staubwolke werde sich aber in einer mittleren Höhe bewegen, so dass sie von Flugzeugen überflogen werden könne. Für Europa, wo die Asche des isländischen Vulkans rund zwei Drittel des Luftverkehrs lahmgelegt hatte, kündigte sich unterdessen eine Entspannung an: Ein Tiefdrucksystem sei auf dem Wege nach Island und könnte in der zweiten Wochenhälfte dazu beitragen, die Asche aus der Atmosphäre zu waschen, sagte der Experte.

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Genehmigter Urlaub nicht wegen Aschewolke verschiebbar

Arbeitnehmer haben keinen Anspruch darauf, wegen der Aschewolke aus Island ihre Urlaubspläne im Job zu ändern. „Sobald der Urlaub genehmigt wurde, ist auch der Arbeitnehmer daran gebunden“, sagte der Arbeitsrechtler Michael Eckert aus Heidelberg. Denn ein bewilligter Urlaubsantrag sei für beide Seiten verbindlich, erläuterte das Vorstandsmitglied im Deutschen Anwaltverein in Berlin. Wollen Beschäftigte bereits bewilligten Urlaub verschieben, weil ihre Flugreise infolge des Vulkanausbruchs ausfällt, gehe das nur mit dem Einverständnis des Chefs.

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Senat lässt Nachtflüge von Berlin-Tegel zu

Angesichts der Probleme im Luftverkehr lässt der Berliner Senat vorübergehend Nachtflüge vom Flughafen Tegel zu. In der Nacht zu Dienstag habe es nach 23.00 Uhr vier Starts und Landungen gegeben, kein entsprechender Antrag der Fluggesellschaften sei abgelehnt worden, teilte die Verkehrsverwaltung mit. „Solange, wie wir die Beschränkung für den Instrumentenflug im oberen Luftraum haben, gibt es den Vorrang für solche Anträge“, sagte Senatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) nach der Senatssitzung am Dienstag.

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Rewe Touristik: Fast alle Urlauber am Abend zurück

Die Rewe Touristik erwartete bis zum Dienstagabend 90 Prozent ihrer gestrandeten Urlauber zurück in Deutschland. Insgesamt sollten fast 15.000 Menschen nach Hause gebracht werden, die wegen des Flugverbots an ihrem Ferienziel festsaßen, teilte Rewe in Köln mit. Es handle sich um die größte Rückholaktion in der Geschichte des Unternehmens. Die Rewe-Reiseveranstalter – darunter ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg und Dertour – setzten zahlreiche Sondermaschinen sowie Busse und Fähren ein.

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Condor setzt Flugplan wieder in Kraft

Ungeachtet der Aschewolke und der Sperrung des deutschen Luftraums hat der Ferienflieger Condor seinen regulären Flugplan wieder in Kraft gesetzt. Man fliege wieder in 60 Ziele weltweit, erklärte das Unternehmen in Kelsterbach bei Frankfurt. Am Morgen sei als erstes eine Boeing 767 mit 191 Fluggästen von Frankfurt nach Mallorca gestartet, die auf dem Rückflug 270 Passagiere mitbringen sollte. Bereits am Montag waren zehn Condor-Maschinen mit Sondergenehmigungen für Sichtflug aus Urlaubsregionen nach Deutschland und Österreich zurückgekehrt.

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Fähren nach Großbritannien fast ausgebucht

Nach Angaben des Verbandes der Fährschifffahrt und Fährtourikstik (VFF) sind die Verbindungen nach Großbritannien besonders stark ausgelastet, vor allem die Routen Hoek van Holland-Harwich, Amsterdam-Newcastle, Esbjerg-Harwich, Zeebrügge-Hull sowie Zeebrügge-Rosyth. „Diese Strecken sind bis auf ganz wenige Plätze bis zum Wochenende ausgebucht“, sagte VFF-Sprecherin Barbara Klüver. „Für die Reedereien ist das eine Situation wie zur Hochsaison.“

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Flugverbot in Deutschland verlängert

Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrungen im deutschen Luftraum bis Dienstag 20 Uhr verlängert. Flüge nach Sichtflug seien aber von diesem Flugverbot ausgenommen, sagte die Sprecherin der Flugsicherung, Kristina Kelek, in Langen bei Frankfurt. Von den Ausnahmegenehmigungen machten die Fluggesellschaften in Deutschland regen Gebrauch. Allein die Lufthansa plante am Dienstag rund 200 Flüge. Das ist aber nur ein Bruchteil der sonst üblichen 1800 Flügen. Auch Maschinen von Air Berlin oder Condor waren wieder in der Luft.

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Pariser Flughäfen nehmen Verkehr wieder auf

Die Pariser Flughäfen Roissy und Orly haben am Dienstag den Verkehr wieder aufgenommen. Etwa 30 Prozent der nationalen und internationalen Flüge seien gesichert, sagte Verkehrs-Staatssekretär Dominique Bussereau dem Radiosender RMC. Von Roissy-Charles de Gaulle aus sollten im Laufe des Tages 564 Flugzeuge starten, von Orly 272. Davon sind nach Angaben des Ministeriums etwa drei Viertel internationale Flüge. Normalerweise starten von den beiden Pariser Flughäfen täglich insgesamt rund 2200 Maschinen.

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Belgiens Flughäfen wieder geöffnet

In Belgien haben die Flughäfen ihren Betrieb wieder aufgenommen. In der Hauptstadt Brüssel landete am Morgen eine erste Maschine aus dem türkischen Antalya, wie auf der Webseite des Flughafens zu sehen war. Belgien hat seinen Luftraum seit 8 Uhr am Morgen wieder offiziell geöffnet. „Der Flugverkehr wird nach und nach zunehmen und in den nächsten Tagen zur Normalsituation zurückkehren“, schrieb der Flughafen Brüssel im Internet. Neben Landungen seien einige Abflüge nach Afrika geplant. Allerdings blieben auch am Vormittag die meisten Flüge gestrichen. Die Flughäfen in Brüssel, Charleroi und Lüttich wollen im Laufe des Tages etwa 50 Prozent ihrer Kapazitäten erreichen. Die Fluggesellschaft Brussels Airlines kündigte für den Mittag wieder Flüge an.

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Zwei Maschinen am Flughafen Leipzig/Halle gestartet

Am Flughafen Leipzig/Halle sind am Dienstagmorgen mit einer Sondergenehmigung zwei Passagierflugzeuge gestartet. Eine Maschine von Air Berlin sei mit Passagieren nach Nürnberg geflogen, teilt der Sprecher, Uwe Schuhart, mit. Diese hatte in der Nacht zum Dienstag Reisende von der spanischen FerieninselMallorca nach Leipzig gebracht. Am Dienstagmorgen war außerdem eine Maschine der Fluggesellschaft Germania ohne Passagiere gestartet – das Ziel war dem Sprecher nicht bekannt. Ob heute noch weitere Flugzeuge starten, liege im Ermessen der Fluggesellschaften, sagte Schuhart. Er wies darauf hin, dass sich Reisende vor der Fahrt auf den Flughafen informieren sollten, ob ihre Flüge gestrichen sind.

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Air Berlin plant für Dienstag beinahe normalen Flugbetrieb

Die Fluggesellschaft Air Berlin will am Dienstag einen Großteil ihrer Flüge absolvieren. „Wir sind sehr zuversichtlich, fast das gesamte Flugprogramm abwickeln zu können“, sagte eine Unternehmenssprecherin. Eine genaue Zahl von Flügen konnte sie zunächst nicht nennen. Es sollen aber "deutlich mehr" sein als die 104 Ausnahmeflüge am Tag zuvor. Allerdings sei etwas Zeit nötig, bis der Flugbetrieb normalisiert werden könne.

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Pilotenvereinigung gegen Lockerung des Flugverbotes

Die Pilotenvereinigung Cockpit übt Kritik an der Lockerung des generellen Flugverbotes in Deutschland. Vorstandmitglied Jörg Handwerg sagt: „Wir können die Entscheidung nicht nachvollziehen.“ An der wissenschaftlichen Einschätzung der Gefährlichkeit der Vulkan-Aschewolken habe sich nichts geändert. „Man hat nur eine juristische Winkelkonstruktion gesucht, um die Flugzeuge in die Luft zu bringen. An der Sicherheit hat sich aus unserer Sicht nichts geändert.“

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Flughafen Zürich wieder in Betrieb

Der wegen der Vulkanasche aus Island geschlossene Flughafen Zürich ist seit dem frühen Dienstagmorgen wieder in Betrieb. Eine erste Maschine startete kurz nach 8 Uhr, wie die Behörden mitteilten. Die seit drei Tagen bestehende Luftraumsperre über der Schweiz war vom Bundesamt für Zivilluftfahrt aufgehoben worden. „Die Aschewolke liegt zwar vorerst immer noch über der Schweiz, ihre Konzentration hat jedoch beträchtlich abgenommen“, hieß es in einer Mitteilung von Montagabend. Testflüge und Messergebnisse hätten gezeigt, dass der Flugverkehr wieder aufgenommen werden könne.

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Frankreichs Flughäfen öffnen allmählich wieder

In Frankreich haben die ersten Flughäfen im Norden des Landes allmählich wieder den Betrieb aufgenommen. Auch an den beiden Pariser Flughäfen starteten und landeten Maschinen. Verkehrsminister Jean-Louis Borloo rechnete mit etwa 20 Prozent des üblichen Flugverkehrs am Dienstagvormittag. Die teilweise Wiederaufnahme der Flüge sei mit den europäischenPartnern abgesprochen. Die Regierung appellierte an Reisende, nicht auf gut Glück zu den Flughäfen zu fahren. Die Fluggesellschaft Air France hatte an den vergangenen beiden Tagen wegen der Aschewolke ein Dutzend Testflüge unternommen.

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Betrieb am Nürnberger Flughafen läuft an

Nach vier Tagen Stillstand ist am Dienstag auch auf dem Flughafen Nürnberg der Betrieb wieder angelaufen. Mittlerweile seien 20 Air Berlin-Maschinen aus mehreren deutschen Städten gelandet, sagte ein Sprecher des Flughafens. Die Passagiere würden von Nürnberg aus vor allem zu Urlaubszielen rund ums Mittelmeer weitergeflogen, erläuterte der Sprecher.

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Messeflugzeug findet Vulkanasche

Am Dienstagmittag sollen die Messergebnisse ausgewertet sein, die ein Forschungsflugzeug bei seinem Flug durch die Vulkan-Aschewolke über Mitteleuropa gesammelt hat. Dies sagte Sabine Göge, Sprecherin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), am Dienstag im Inforadio des RBB. Es sei Asche gefunden worden, allerdings regional in sehr unterschiedlichen Konzentrationen. Das Messflugzeug war am Montag in Oberpfaffenhofen bei München zu einem knapp vierstündigen Rundflug gestartet, um die Dichte der Ascheteilchen in der Luft und ihre Größe zu messen.

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Flugverkehr in Hannover läuft an

Am Flughafen in Hannover starten und landen wieder vereinzelte Flugzeuge. Trotz der anhaltenden Sperre der Flugsicherung starteten am Montagabend zwei Maschinen der Fluggesellschaft Air Berlin mit einer Sondergenehmigung nach Palma de Mallorca und Stuttgart, wie eine Airport-Sprecherin am frühen Dienstagmorgen mitteilte. Sieben Flugzeuge kamen in der Nacht zum Dienstag aus Urlaubsgebieten in Hannover an. Am frühen Dienstagmorgen sollen drei weitere Maschinen nach München, Nürnberg und Wien abheben. Etliche Flüge wurden jedoch weiter gestrichen.

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Polen schließt wieder seinen Luftraum

Polen hat wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans am Dienstag wieder seinen Luftraum geschlossen. Auf allen Flughäfen des Landes sei der Start von Passagiermaschinen untersagt, sagte ein Sprecher der Flugsicherung. Am Montag war der Betrieb auf vier polnischen Airports wieder freigegeben worden.

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Hamburger Flugverkehr wieder im Gang

Der Hamburger Flugverkehr ist trotz der anhaltenden Sperre durch die Flugsicherung wieder eingeschränkt aufgenommen worden. Am späten Montagabend starteten und landeten auf dem Flughafen Fuhlsbüttel jeweils acht Maschinen, wie Flughafen- Sprecherin Katja Tempel mitteilte. Am frühen Dienstagmorgen starteten fünf Maschinen nach Palma de Mallorca, München, Wien, Salzburg und Stuttgart. Weitere Flugzeuge sollen im Laufe des Morgens mit einer Sondergenehmigung abheben. Etliche Flüge wurden jedoch weiter gestrichen.

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British Airways streicht Kurzstreckenflüge

British Airways streicht wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans für Dienstag alle Kurzstreckenflüge. Dies teilte die Fluggesellschaft am Morgen mit. Am Montagabend hatte die britische Flugsicherung erklärt, die Eruptionen des Vulkans seien wieder stärker geworden und eine Aschewolke breite sich nach Süden und Osten in Richtung Großbritannien aus. Man habe es mit rasch wechselnden Bedingungen zu tun. Ursprünglich sollten um 8 Uhr MESZ in Schottland die Flüge wieder aufgenommen werden, die Beschränkungen für Nordengland und Wales um 14 Uhr aufgehoben werden.

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In Berlin fliegen sie wieder

Am Dienstagmorgen ist trotz der Aschewolke aus Island auf den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel der Flugverkehr wieder aufgenommen worden. Der erste Flug von Tegel soll nach Angaben des Flughafens kurz nach 6 Uhr nach Palma Mallorca starten. Allerdings werden weiterhin viele Flüge ausfallen. Vor allem in Schönefeld gibt es laut Fluggastinformation zahlreiche Flugstreichungen. Bereits am Montagnachmittag war nach der teilweisen Lockerung des Flugverbots wieder das erste Flugzeug von Berlin abgeflogen. Die Deutsche Flugsicherung hatte sogenannte kontrollierte Sichtflüge in niedrigerer Höhe wieder erlaubt.

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Erste Landung in Düsseldorf

Am größten Airport Nordrhein-Westfalens in Düsseldorf sind nach fünf Tagen Flug-Stopp am Dienstagmorgen wieder erste Flieger gelandet. Trotz der Sperrung des Luftraumes bis mindestens 14 Uhr brachten laut Flughafen-Homepage schon vorher vereinzelte Maschinen gestrandete Passagiere aus den Urlaubsgebieten nach Hause. Seit Donnerstag hatte eine Aschewolke aus Island den Flugverkehr in Europa lahmgelegt.

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Wieder Starts und Landungen in Frankfurt

Nach mehrtägigem Stillstand können zu Sonderkonditionen am Dienstag wieder Flugzeuge am Frankfurter Flughafen starten und landen. Die Lufthansa plant für den Tag rund 140 Flüge. Auch Condor, Air Berlin und andere Fluggesellschaften können viele Flieger wieder in die Luft schicken, berichtete ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport am Morgen.

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Betrieb am Münchner Flughafen nimmt zu

Der Flugverkehr auf Deutschlands zweitgrößtem Flughafen soll am Dienstag beträchtlich zunehmen. Die Fluggesellschaft Air Berlin will ihr reguläres Programm wieder aufnehmen. Auch die Lufthansa wolle sich rasch ihrem Normalprogramm annähern, sagte Flughafen-Sprecher Peter Prümm. „Wenn alles wie geplant läuft, werden wir heute 457 Flüge abwickeln“. Das seien etwa 40 Prozent eines normalen Flugtages.

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Britische Behörden: Eruptionen des isländischen Vulkans nehmen zu

Die britische Luftfahrtbehörde NATS hat die Hoffnung auf eine nachlassende Aktivität des isländischen Vulkans Eyjafjöll getrübt: Die Eruptionen des Gletschervulkans nähmen wieder an Stärke zu, teilte sie in London mit. Nach ihren Angaben treibt eine neue Aschewolke auf Großbritannien zu. Die Lage in einigenTeilen des Landes verschlechtere sich wieder, meldete NATS unter Berufung auf den Wetterdienst.

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19. April 2010

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Luftraum über Deutschland bis Dienstag, 14 Uhr gespert

Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrungen des deutschen Flugraums bis Dienstag 14 Uhr verlängert. Dies sagte Pressesprecherin Kristina Kelek. Flüge nach Sichtflug seien aber von diesem Flugverbot ausgenommen. Ebenso seien auch Nachtflüge möglich, wenn es die regionalen Bestimmungen zuließen.

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Luftraum über der Schweiz ab Dienstag offen

Die Luftraumsperre über der Schweiz wird am Dienstag aufgehoben. Ab 08.00 Uhr dürfen Flugzeuge wieder fliegen, wie das Bundesamt für Zivilluftfahrt mitteilte. „Die Aschewolke liegt zwar vorerst immer noch über der Schweiz, ihre Konzentration hat jedoch beträchtlich abgenommen“, hieß es in einer Mitteilung. Testflüge und Messergebnisse hätten gezeigt, dass der Flugverkehr wieder aufgenommen werden könne.

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Lufthansa nimmt alle Langstreckenflüge wieder auf

Trotz der Sperrung des Luftraums über Deutschland wegen der Aschewolke hat die Deutsche Lufthansa den Flugverkehr teilweise wieder aufgenommen. Ab Montagabend würden mit einzelnen Ausnahmen alle Langstreckenflüge sowie einige innereuropäische und innerdeutsche Flüge stattfinden, teilte das Unternehmen auf seiner Internetseite mit. Zusätzlich werde es am Dienstagmorgen einzelne innerdeutsche Flüge zur Verbindung der deutschen Geschäftszentren und zur Anbindung an die Langstreckenflüge geben. Im Laufe des Dienstags plante Lufthansa den Angaben zufolge, den Flugplan schrittweise zu erweitern.

Das Unternehmen greift auf eine Sondergenehmigung zurück, wonach Flüge im sogenannten Sichtflugverfahren erlaubt sind. Standard beim Passagier- und Frachtluftverkehr ist eigentlich das Instrumentenflugverfahren, wo sich die Piloten an den Flugzeuginstrumenten orientieren und die Maschine quasi blind fliegen könnten.

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Hubschrauberpilot beobachtet verkleinerte Aschewolke

Ein Hubschrauberpilot berichtet nach einem Überflug, dass der seit Tagen Asche speiende isländische Vulkan Eyjafjöll erstmals auch Lava gespuckt habe. Zudem sei die Aschewolke über dem Krater deutlich zurückgegangen und bestehe inzwischen vor allem aus Wasserdampf, nicht mehr vornehmlich aus Asche. Sollte die Aschewolke tatsächlich abnehmen, könnte dies Hoffnungen schüren auf ein baldiges Ende der Flugverbote über weiten Teilen Nordeuropas.

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Weitere Flieger starten mit Ausnahmegenehmigung

Am Düsseldorfer Flughafen sind erste Flugzeuge mit Ausnahmegenehmigungen in Urlaubsgebiete gestartet. Bis Mitternacht werde es etwa zehn Flüge geben, sagte ein Sprecher des Flughafens. Es gebe aber wegen der Sperrung des Luftraumes bis Dienstagmorgen 8 Uhr keinen regulären Passagierflugbetrieb. Ausgenommen seien lediglich vereinzelte Flüge der Airlines Air Berlin und Lufthansa, die im „kontrollierten Sichtflugverfahren“ durchgeführt werden. „Die Fluggesellschaften haben hierfür Ausnahmegenehmigungen erhalten, um „gestrandete„ Passagiere aus den Urlaubsgebieten zurückzuholen“, teilte der Flughafen mit. Am drittgrößten deutschen Airport starten und landen täglich normalerweise 50.000 Fluggäste. Nach tagelangem Stillstand sind auch in Sachsen wieder einige Flugzeuge gestartet und gelandet. Am Flughafen Leipzig/Halle durften mehrere Frachtmaschinen mit Ausnahmegenehmigung nach Sichtflugregeln starten und landen, sagte ein Sprecher.

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Flugverbote in Europa werden gelockert

Die in Europa geltenden Flugverbote wegen der Aschewolke werden gelockert. Der Luftraum soll nur noch dort gesperrt bleiben, wo eine bestimmte Konzentration der Aschewolke überschritten wird. Darauf hätten sich die Verkehrsminister der 27 EU-Staaten geeinigt, sagte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas. „Von morgen früh an werden mehr Flugzeuge in der Luft sein.“

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TUI sagt vorerst alle Flugreisen bis einschließlich Dienstag um 24 Uhr ab

Diese Regelung gilt unabhängig von der Fluggesellschaft. Bis dahin werden Gäste gebeten, nicht zum Flughafen anzureisen. Die Rückholaktion für TUI Urlauber läuft weiter: Zahlreiche TUIfly-Maschinen werden per kontrolliertem Sichtflug von verschiedenen deutschen Flughäfen in die Urlaubsgebiete starten, um weitere TUI Gäste abzuholen. Geplant ist, am Dienstag den ganzen Tag über, so viele TUI Urlauber wie möglich nach Hause zu bringen.

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Vereinigung Cockpit nennt Sichtflüge "unverantwortlich"

Die Sichtflugpläne der Lufthansa stoßen auf erhebliche Sicherheitsbedenken der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC). Sie lehnte die über dem deutschen Luftraum geplanten Flugbewegungen als „unverantwortlich“ ab. „Entweder ist der Luftraum sicher oder er ist es nicht. Dann ist es letztlich egal, nach welchen Regeln man da durchfliegt“, sagte Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg.

Offensichtlich wolle die Regierung nicht die Verantwortung für eine Öffnung des aschebelasteten Luftraums übernehmen, sagte der Pilotenvertreter. Es werde wegen des wirtschaftlichen Drucks nach juristischen Wegen gesucht, das Flugverbot zu umgehen. Die Verantwortung für die Sicherheit werde letztlich auf die Kapitäne abgewälzt.

„Wir haben Asche in der Luft, die sich auf die Triebwerke auswirkt“, sagte der Gewerkschafter. Das sei ein Fakt. Er halte es daher für einen Skandal und vollkommen inkonsequent, dass nunmehr noch nicht einmal die Ergebnisse des Messfluges des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) abgewartet werden sollten. Handwerg verlangte wissenschaftliche Belege dafür, dass ein Durchfliegen der Wolke unbedenklich sei. Dass bei mehreren Positionierungsflügen am Samstag nichts passiert sei, genüge als Beweis nicht aus.

Die VC prüft nach Handwergs Worten eine Empfehlung an ihre Mitglieder, die Flüge abzulehnen. Da aber eine behördliche Ausnahmegenehmigung vorliege, könne dies möglicherweise arbeitsrechtliche Konsequenzen haben. Laut Betriebshandbuch der Lufthansa sei Sichtflug nicht erlaubt.

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Erstes Flugzeug mit Passagieren von Tegel gestartet

In Berlin-Tegel ist am Montag erstmals seit Verhängung des generellen Flugverbots vor drei Tagen wieder ein Flugzeug mit Passagieren gestartet. Kurz nach 17 Uhr hob eine Maschine der Fluggesellschaft Air Berlin in Richtung Palma de Mallorca ab. Dabei handelte es sich um einen sogenannten kontrollierten Sichtflug in niedrigerer Höhe mit Sondergenehmigung. Zuvor war bereits eine Maschine mit rund 170 Passagieren von der Baleareninsel gestartet und am Nachmittag sicher in München gelandet. Weitere Maschinen befänden sich im Anflug, hieß es. Ein weitere Flug von Berlin ach Mallorca und zwei von Palma nach Berlin sollen am Montag noch folgen. Die Deutsche Luftsicherung (DLS) hat sogenannte Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR-Flüge) für den "unteren Luftraum" unterhalb von 6000 Metern untersagt. Möglich sind - als Ausnahme - Flüge nach Sichtflugregeln (VFR-Flüge) in niedriger Höhe. Solche Flüge sind laut DFS möglich - "das Risiko dafür trägt der Pilot", heißt es bei der Flugsicherung.

Wir werden auch Langstrecken-Flüge starten, der erste geht von Thailand zu den Malediven. Außerdem haben wir weitere Starts für den innerdeutschen Luftverkehr genehmigt bekommen. Aber immer nur so lange, wie sich die derzeitige Wetterlage hält und wir Sichtflüge durchführen könne", sagte eine Sprecherin von Air Berlin gegenüber Morgenpost Online.

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Britischer Luftraum öffnet teilweise

Der britische Luftraum wird am Dienstag teilweise wieder geöffnet. Von 7 Uhr (8 Uhr MESZ) dürfe über Schottland und Teile Nordenglands geflogen werden, teilte am Montag die britische Flugsicherung Nats mit. Die Lage verbessere sich „kontinuierlich“. Da sich die Vulkanasche nach Süden verlagere, bestehe die Möglichkeit, dass auch Flughäfen in England und Wales - darunter auch in London – am Dienstag wieder den Betrieb aufnehmen könnten.

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Condor holt auch 2500 Passagiere nach Deutschland

Der Ferienflieger Condor holt 2500 gestrandete Passagiere nach Deutschland zurück. Neun der zehn Maschinen werden nach Ankündigung eines Sprechers nicht wie zunächst geplant in Österreich, sondern nun doch in Deutschland landen.

Das Unternehmen habe die entsprechende Genehmigung zum Sichtflug des Luftfahrtbundesamtes erhalten und werde zudem den Flugbetrieb aus Deutschland wieder aufnehmen.

Eine Maschine sei bereits in Linz gelandet. Insgesamt warten etwa 20.000 Condor-Kunden auf einen Rückflug nach Deutschland. Darunter seien 8000 auf den Kanaren, 4000 auf Mallorca und 2000 in der Karibik.

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Lufthansa fliegt 15.000 Passagiere heim - weiter Flüge angekündigt

Die Deutsche Lufthansa holt 15.000 gestrandete Passagiere nach Deutschland zurück. 50 Langstrecken-Jets würden in den nächsten Stunden in Nord- und Südamerika, Afrika und Asien starten. Sie sollen dann am Dienstagmorgen in Frankfurt, München und Düsseldorf landen, sagte Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels. Die Langstrecken-Jets würden in den gesperrten europäischen Lufträumen nach Sichtflugregeln fliegen. Dies sei von den Behörden genehmigt worden. Es sei damit zu rechnen, dass die 50 Jets alle gefüllt sein werden. Die Flugzeuge befänden sich jetzt bereits im Ausland.

Außerdem will Lufthansa ab Montag 18 Uhr wieder von den Flughäfen Frankfurt und München starten. Es würden erste Interkontinentalmaschinen mit Passagieren abheben, unter anderem in die USA, sagte Bartels. Vereinzelt seien auch Kurzstrecken geplant. Die Maschinen würden jeweils nach Sichtflugregeln gesteuert - also ohne Verlass auf die Instrumente.

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Forscher halten Flugverbote wegen Asche für gerechtfertigt

Die Flugverbote wegen der Aschewolke sind Forschern zufolge gerechtfertigt. Dass die Luft tatsächlich gefährliche Teilchen enthält, ergaben Untersuchungen der Eigenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich. Der Frankfurter Atmosphärenforscher Joachim Curtius hält den Vulkanstaub für tückisch, weil er sich zwar mit zunehmender Ausbreitung verdünne, an einigen Orten aber trotzdem dicht genug sein könne, um Flugzeugtriebwerke zu beschädigen. "Wir konnten in einer Höhe zwischen vier und fünf Kilometern eine besonders hohen Anteil an Vulkanaerosolen feststellen“, sagte der Professor für Atmosphärenchemie, Thomas Peter. Vulkanaerosole gelten als gefährlich für Turbinenflugzeuge. Die Partikel können wegen der Hitze in den Triebwerken schmelzen und zu Glasablagerungen führen. Es drohen dann Fehlfunktionen.

ie Wolke sei eindeutig erkennbar, meint auch der Jülicher Atmosphärenforscher Cornelius Schiller. Sie befinde sich in einer Höhe von 7,5 bis 10 Kilometern. Damit sei der für den innereuropäischen Flugverkehr wichtigste Höhenbereich „zunächst einmal potenziell belastet“.

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Ausnahmevisa für festsitzende Touristen

Mehrere hundert Reisende, die in den Transitzonen der deutschen Flughäfen festhingen, haben Ausnahmevisa erhalten. Bis Montagmorgen habe es bundesweit 1600 Fälle gegeben, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Es gebe ein schnelleres und vereinfachtes Verfahren direkt am Flughafen. Die Bundespolizei sei bereits in den vergangenen Tagen aktiv geworden, um unbürokratisch zu helfen.

Die Ausnahmevisa erlauben die Einreise nach Deutschland. Dadurch können die Menschen beispielsweise per Bahn weiterreisen oder in einem Hotel unterkommen. In den Transitbereichen mussten in den vergangenen Tagen Hunderte auf Feldbetten übernachten. Noch immer müssen dort zahlreiche Passagiere ausharren.

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Airlines leiten Flieger mit Ziel München nach Salzburg um

Salzburg wird für viele Reisenden mit Ziel Deutschland zur Zwischenstation. Vor allem Flugzeuge, die eigentlich München ansteuern sollten, landeten nun in der Mozart-Stadt, sagte ein Sprecher des Salzburger Flughafens am Montag. Es handele sich derzeit um acht Maschinen, unter anderem der größten deutschen Airlines Lufthansa und Air Berlin. Die Maschinen kämen aus klassischen Urlaubszielen wie Split, Izmir, Palma oder Antalya.

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Einige Airlines stehen wegen Aschewolke vor Aus

Einigen europäischen Fluggesellschaften droht nach Ansicht des Branchenverbands AEA wegen des Flugverbots infolge der Vulkanasche das Aus. In ein bis zwei Wochen würden einige der etwa 100 bis 150 Airlines in Europa pleite sein, erklärte der Verband gegenüber Reuters am Montag. Ein Aussetzen des Betriebs für fünf bis zehn Tage sei für einige Gesellschaften nicht verkraftbar.

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Deutsche Flughäfen bis Dienstagmorgen, 2 Uhr geschlossen

Eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherheit hat Morgenpost Online bestätigt, dass die deutschen Flughäfen bis Dienstagmorgen, 2 Uhr, geschlossen bleiben sollen. Grund für diese Entscheidung seien die Wetterprognosen.

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Großbritannien schickt Kriegsschiffe für gestrandete Reisende los

Die britische Regierung hat nach einer Krisensitzung beschlossen, durch die Aschewolke festsitzende Reisende mit Kriegsschiffen der Marine zurückzuholen. Die HMS Ocean, ein Amphibienschiff, solle noch am Montag am Ärmelkanal ankommen, teilte Premierminister Gordon Brown in London mit. Auch der Flugzeugträger HMS Ark Royal solle dorthin aufbrechen. Zusammen können die beiden Schiffe tausende Briten transportieren, die in Frankreich gestrandet sind.

Ein drittes Schiff sei nach Nordspanien unterwegs, um britische Soldaten zurückzubringen, die aus Afghanistan zurückgekehrt seien, fügte Brown hinzu. Die HMS Albion könne auch Zivilisten transportieren.

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Flugverbot in Großbritannien verlängert

Das Flugverbot wegen der Vulkanasche ist in Großbritannien erneut verlängert worden. Der Flugraum bleibe mindestens bis Dienstag um 01.00 Uhr (02.00 Uhr MESZ) geschlossen, teilte die nationale Flugsicherung Natsam mit. Zuvor galt die Sperre bis Montag um 19.00 Uhr. Die britische Regierung erwägt mittlerweile unter anderem, gestrandete Urlauber in Spanien mit der Marine nach Hause zu bringen.

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Luftraum in Norditalien wieder geschlossen

In Norditalien ist der Luftraum am Montag nach zwei Stunden wieder geschlossen worden. Zunächst hatte das italienische Amt für Flugsicherheit (ENAC) entschieden, von 7.00 Uhr an Starts und Landungen erneut zuzulassen. „Die jüngsten Wettervorhersagen zwingen uns nun aber, den Luftraum wieder zu schließen“, sagte ENAC-Präsident Vito Riggio. Dies soll zunächst bis Montagabend 20.00 Uhr gelten. Zu betroffenen Flughäfen gehören Mailand, Turin und Genua.

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Nordeuropäer lockern Flugverbote

In Nordeuropa sind die Flugverbote deutlich gelockert worden. Nach der Öffnung des jeweils fast kompletten Luftraumes in Norwegen und Schweden hat am Montagmorgen Finnlands Luftfahrtbehörde die Flughäfen Tampere und Turku bis zum Nachmittag für Starts und Landungen freigegeben.

Ebenfalls bis auf weiteres ist der internationale Flugplatz Stockholm Arlanda wieder in Betrieb. Vom Osloer sind vorerst nur Starts und Landungen im innernorwegischen Verkehr erlaubt.

Aus Helsinki hieß es, dass in Finnland weitere Flugplätze im Tagesverlauf die Genehmigung zu Starts und Landungen bekommen könnten. Allerdings bleibt mit Helsinkia Vantaa die wichtigste internationale Verbindung von und nach Finnland weiter geschlossen.

Im südlicher gelegenen Dänemark sind von Montagmorgen an Flüge in großer Höhe erlaubt. Starts und Landungen auf allen heimischen Flughäfen bleiben aber bis zum Abend 18 Uhr komplett untersagt.

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Polnische Flughäfen erneut geschlossen

Nach einer vorübergehenden Lockerung des Flugverbots sind alle polnischen Flughäfen in der Nacht zu Montag erneut geschlossen worden. Der Luftraum über Polen sei für Transitflüge über 6,4 Kilometer Höhe ohne Landemöglichkeit offen, teilte ein Sprecher der nationalen Luftfahrtagentur in Warschau mit. „Es gibt eine neue Vulkanwolke“, hieß es bei der Behörde zur Begründung. Am Sonntagnachmittag waren Flughäfen im Nord- und Zentralpolen, darunter Warschau, Danzig und Posen, für mehrere Stunden freigegeben worden.

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Bundestagsausschuss tagt zu Flugverbot

Der Verkehrsausschuss des Bundestages kommt morgen (Dienstag) zu einer Sondersitzung wegen des europaweiten Flugverbots zusammen. Das bestätigte der Vorsitzende des Gremiums, Winfried Hermann (Bündnis 90/Grüne) am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Wir werden dann zunächst mal abklären, welches Risiko noch da ist. Wir werden in jedem Fall im Zweifel für die Sicherheit entscheiden.“ Hermann stellte sich hinter Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). „Ich stehe absolut hinter dem Verkehrsminister: Sicherheit vor wirtschaftlichen Interessen.“

Wie Ramsauer äußerte auch Hermann Kritik am Verhalten der Fluggesellschaften. „Ich bin entsetzt über die Art und Weise, wie die Fluggesellschaften im Moment agieren.“ Auch sie müssten ein Interesse daran haben, dass die Sicherheitsfrage geklärt ist. Hermann räumte aber ein, dass es womöglich Mängel bei der Datenerhebung nach dem Vulkanausbruch auf Island geben könnte. „Wir haben insgesamt vielleicht zu wenig Messsysteme, zu wenige Datensammelstellen.“

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Deutscher Flugraum bis Montag 20 Uhr gesperrt

Der deutsche Luftraum bleibt wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans bis Montag, 20 Uhr, gesperrt. Die Flugsicherung (DFS) habe die Sperrung um sechs weitere Stunden verlängert, teilte eine Sprecherin mit. Am Sonntagnachmittag hatte die DFS zwischenzeitlich an sieben der 16 internationalen Airports den Flugbetrieb erlaubt, um Passagiere zumindest in diesem Zeitfenster befördern zu können. Auch in vielen anderen europäischen Ländern gilt derzeit noch ein Flugverbot. Mehrere Airlines kritisieren die Maßnahme, weil sie nur auf Grundlage von Hochrechnungen zu der Staub-Belastung erlassen worden sei.

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Austrian Airlines nimmt Flugbetrieb wieder auf

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines hat am Montagmorgen nach der Öffnung des Luftraumes in Österreich den Flugverkehr wieder aufgenommen. Von einem regulären Betrieb sei man aber weit entfernt, sagt Sprecher Martin Hehemann. „Wir fliegen teilweise nach Süden, teilweise nach Osten“, sagte er. Flüge nach dem Norden blieben gestrichen.

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Sperrung der Lufträume kritisiert

Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber hat die Sperrung der Lufträume in Europa wegen der Vulkanasche und die Sorge um die Sicherheit der Passagiere als unbegründet zurückgewiesen. Viele Fluggesellschaften hätten nun Testflüge absolviert, sagte Mayrhuber dem ZDF-„heute-journal“. Bei der Überprüfung der Aschewolke seien sie zu dem Ergebnis gekommen, „dass die Durchmischung so groß ist mittlerweile, dass hier keine Gefahr besteht“.

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Flughafen Stockholm wieder geöffnet

Der Stockholmer Flughafen Arlanda wird am Montag wieder für Starts und Landung geöffnet. Wie die schwedische Luftfahrtbehörde mitteilte, sind ab 8.00 Uhr Starts und Landung für Verbindungen in nördlicher und westlicher Richtung möglich. Am Vorabend hatte auch der internationale Flughafen Oslo Gardermoen in Norwegen mit Einschränkungen den Flugbetrieb aufgenommen. In Schweden und Norwegen ist der Luftraum jeweils fast komplett freigegeben.

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EU-Kommission prüft Freigabe

Die Europäische Kommission prüft derzeit, ob ab Anfang nächster Woche einige Flugstrecken wieder geöffnet werden können. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas stehe seit Samstag mit Eurocontrol und den Behörden der Mitgliedstaaten in engem Kontakt, „um mögliche Optionen zur Freigabe einiger Flüge zu prüfen“, sagte seine Sprecherin Helen Kearns. „Aber die Sicherheit hat vor allem Vorrang und wenn die Wissenschaft sagt, dass die Lufträume geschlossen bleiben müssen, bleiben sie geschlossen“, ergänzte sie.

Letztlich entscheiden allerdings die zuständigen Aufsichtsbehörden der Mitgliedsländer, ob der eigene Luftraum wieder freigegeben wird. Die europäische Aufsichtsbehörde Eurocontrol trifft diese Entscheidung nicht. Sie sammelt zentral lediglich alle ihr übermittelten Flugdaten. Wissenschaftliche Analysen zum Durchzug der Aschewolken liefert laut Brüssel das Vulkanasche-Beratungszentrum in London. Jedes Mitgliedsland greift zusätzlich auf die Einschätzungen eigener Wetterinstitute zurück.

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DIHK woll Nachflugverbot aussetzen

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann, forderte eine Aussetzung des Nachtflugverbots. So könne sich der Luftverkehr nach einem Abzug der Asche schneller normalisieren, sagte Driftmann der „Frankfurter Rundschau“.

18. April 2010

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EU-Verkehrminister beraten

Die Verkehrsminister der EU-Länder wollen über das durch die Aschewolke aus Island ausgelöste Flug-Chaos in Europa beraten. Mehrere Ressortkollegen hätten zu einer Videokonferenz zugesagt, sagte der spanische Verkehrsminister José Blanco, dessen Land derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat, am Sonntag. Über die Freigabe des Luftraums entscheiden aber letztlich die Aufsichtsbehörden der Länder. Er habe am Sonntag mit mehreren Verkehrsministern der EU-Mitgliedstaaten gesprochen, sagte Blanco. Sie hätten die Einberufung einer außerordentlichen Videoschalte zum lahmgelegten Flugverkehr in Europa befürwortet. Die Beratungen könnten womöglich am Nachmittag nach einem Treffen der europäische Behörde für Luftfahrtsicherheit, Eurocontrol, abgehalten werden.

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Nur 22 Flugbewegungen am Frankfurter Flughafen

Wegen der weitgehenden Sperrung des Luftraums über dem Flughafen Frankfurt gab es am Sonntag dort nur 22 Flugbewegungen. Wie der Flughafenbetreiber Fraport am Abend mitteilte, hoben in dem kurzen Zeitfenster der Flugerlaubnis sechs leere Maschinen ab. Zudem habe es 16 Landungen gegeben. „Es hat sich dabei um Überführungsflüge mit leeren Maschinen gehandelt. Sie gingen alle auf eigene Gefahr“, sagte ein Fraport-Sprecher. Die leeren Maschinen hoben ab nach Punta Cana und Puerto Plata (Dominikanische Republik), sowie nach Mallorca, Mombasa (Kenia), La Palma auf den Kanaren und nach Varadero auf Kuba. Normalerweise verzeichnet der größte deutsche Airport täglich 1300 Starts und Landungen.

"Um mehr Maschinen starten zu lassen, hat die Zeit leider nicht gereicht“, sagte der Sprecher, nachdem gegen 20.30 Uhr die letzte Maschine abgehoben war.

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Flugsicherung öffnet auch Frankfurter Airport

Die Deutsche Flugsicherung hat am Sonntag auch Deutschlands größten Flughafen in Frankfurt am Main vorübergehend wieder für den Flugbetrieb geöffnet. Flüge in Richtung Norden seien bis 20.00 Uhr erlaubt, sagte eine Sprecherin. Das gleiche gelte für den Flughafen Frankfurt-Hahn.

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Erste Maschine in Hannover gelandet

Die erste Passagiermaschine seit dem Beginn der Flugverbote wegen der Aschewolke ist um 20.07 Uhr in Hannover gelandet. An Bord waren 165 Urlauber, wie der Reiseveranstalter TUI mitteilte. Sie kamen aus Gran Canaria und hatten eigentlich mit dem Bus aus Portugal 30 Stunden bis nach Hause fahren sollen. Dann kam die überraschende Meldung: Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hob das Flugverbot auf einigen Flughäfen am Sonntag für einige Stunden auf. So konnte diese Maschine als einzige von TUI-fly am Sonntag in Deutschland landen.

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Ryanair streicht alle Flüge bis Mittwoch

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat alle Flüge in Deutschland und 13 anderen Staaten bis Mittwoch um 13 Uhr abgesagt. Betroffen seien auch die Flüge in Großbritannien, Irland, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Belgien, Holland, Frankreich, Deutschland, Polen und in den baltischen Staaten. Die Streichung bis Mittwochmittag solle Passagieren Zeit zum Umbuchen oder Stornieren geben, teilte die Airline am Sonntag in Dublin mit.

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Paris bis Dienstag geschlossen

Frankreich hat die Schließung der nordfranzösischen Flughäfen einschließlich Paris um einen Tag bis mindestens Dienstagmorgen verlängert. Man werde versuchen, möglichst viel Verkehr über die südfranzösischen Flughäfen abzuwickeln, teilte Premierminister François Fillon nach einer Sondersitzung des Kabinetts mit. Testflüge sollten klären, ob es möglich sei, dafür Flugzeuge ohne Passagiere von Paris nach Süden zu verlegen.

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Hamburg bleibt doch geschlossen

Der Hamburger Flughafen wird doch nicht zeitweise geöffnet. Entgegen früherer Annahmen könne der Flughafen in der Hansestadt doch nicht freigegeben werden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung.

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Testflug über Frankreich ohne Probleme

Der erste Testflug im französischen Luftraum zur Einschätzung der Vulkanaschewolke ist problemlos verlaufen. Ein in Paris gestarteter Airbus A320 der Air France landete am Nachmittag unbeschädigt am Airbus-Standort Toulouse, wo die Fluggesellschaft ein Wartungszentrum unterhält. Es habe „keine Anomalie“ gegeben, berichtete France. Die äußerlich intakte Maschine werde aber noch eingehender untersucht, besonders die Triebwerke.

Insgesamt hatte die Air France sechs Testflüge am Sonntag programmiert. Der südfranzösische Luftraum wurde am Sonntag nach kurzfristiger Schließung wieder geöffnet. Air France will am Montag von Toulouse aus wieder Interkontinentalflüge anbieten.

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Sperrung des Luftraums gelockert – Sechs Flughäfen freigegeben

In Berlin-Schönefeld, Berlin-Tegel, Erfurt, Leipzig, Hamburg und Hannover seien wieder Flüge bis Sonntagabend 20.00 Uhr eingeschränkt möglich, sagte Sprecherin Kristina Kelek.

Von diesen Flughäfen aus seien Flüge in Richtung Osten erlaubt. Wie nach 20.00 Uhr weiter verfahren wird, werde noch geklärt. Die übrigen Flughäfen bleiben zunächst bis Sonntag 20.00 Uhr gesperrt. Wegen der Vulkanasche aus Island hatte die Flugsicherung seit Donnerstagabend den Flugverkehr im deutschen Luftraum massiv eingeschränkt.

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Europäische Union beruft Sonderkonferenz der Minister ein

Die Europäische Union hat aufgrund des Chaos in der Luftfahrt eine Sonderkonferenz der Verkehrsminister einberufen. Wie die spanische EU-Ratspräsidentschaft in Madrid mitteilte, soll die Sitzung an diesem Montag per Videokonferenz abgehalten werden.

Die Verkehrsminister der EU-Staaten sollen dabei über die Folgen der Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island beraten, sagte der spanische Verkehrsminister José Blanco. Außerdem solle bei der Konferenz über mögliche Alternativen zum Flugverkehr gesprochen werden.

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Auch Air France startet Testflüge

Mit mehreren Testflügen will Air France prüfen, wie stark die Vulkanaschewolke tatsächlich den Luftverkehr beeinträchtigt. Die Versuchsflüge seien mit der Regierung abgestimmt, erklärte das Pariser Verkehrsministerium..

Die Lage sei über jedem Land anders. Die Ausdehnung der Aschewolke über Frankreich werde vom Londoner Zentrum für Vulkanüberwachung in Zusammenarbeit mit Météo France definiert.

Die Regierung setzte Arbeitsgruppen ein, um die wirtschaftlichen Folgen der Flugausfälle für die Unternehmen einzuschätzen und für die Heimkehr der gestrandeten Passagiere unter fairen Bedingungen zu sorgen. Selbst nach Wiedereröffnung der Flughäfen werde es mehrere Tage dauern, bis sich der Flugverkehr normalisiere, heißt es. Die französischen Reiseveranstalter bieten den Kunden einensechs Monate gültigen Gutschein als Ersatz an. Die Fluggesellschaften erstatten den ausgefallenen Flug oder bieten einen späteren Flug an.

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TUI holt Urlauber mit Buskonvoi nach Deutschland zurück

Der Reisekonzern TUI holt festsitzende Spanien-Urlauber mit einem Buskonvoi nach Deutschland zurück. 540 Touristen, die wegen der Luftraumsperrung nicht nach Hause fliegen könnten, seien von Mallorca nach Barcelona ausgeflogen worden, teilte TUI am Sonntag mit. Nach einer von TUI bezahlten Übernachtung in der spanischen Stadt seien die Urlauber nun in Bussen unterwegs nach Deutschland.

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Bahn stellt sich auf Ansturm ein

Die Deutsche Bahn bereitet sich für den Sonntagnachmittag auf einen stärkeren Andrang als an normalen Wochenenden vor. Wegen der Sperrung des europäischen Luftraums nach dem Vulkanausbruch auf Island werde jeder verfügbare Zug eingesetzt, sagte ein Bahnsprecher.

Auch seien zusätzliche Mitarbeiter auf den Bahnhöfen und an den Servicestellen, um Reisende zu informieren. Vor allem auf den ICE-Strecken rechnet die Bahn am Nachmittag mit mehr Reisenden als sonst. Der Flugverkehr war wegen der Aschewolke am Sonntag bis mindestens 20 Uhr untersagt worden.

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KLM startet Serie von Testflügen Amsterdam-Düsseldorf

Die Fluggesellschaft KLM hat zwischen Amsterdam und Düsseldorf eine Serie von Testflügen zur Überprüfung der Gefahren durch die Aschewolke über Europa gestartet. Eine Boeing 737 mit 20 Besatzungsmitgliedern sei am Sonntagmorgen von Amsterdam-Schiphol nach Düsseldorf geflogen, teilte die KLM-Sprecherin Joyce Veekman mit.

Die Maschine sei um 08. 30 Uhr gestartet und inzwischen in Düsseldorf sicher gelandet. Acht weitere Testflüge sollten im Laufe des Tages folgen, fügte die Sprecherin hinzu.

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Elf Flughäfen in Spanien geschlossen

Wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans sind in Spanien am Sonntag elf Flughäfen im Norden des Landes geschlossen worden. Wie die Flughafenbehörde AENA mitteilte, gehörte dazu auch der Großflughafen von Barcelona. Die Flughäfen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln blieben dagegen geöffnet. Allerdings saßen auf den Ferieninseln Tausende von Urlaubern fest, weil die Airports in Deutschland, Großbritannien und anderen Ländern gesperrt waren.

In Spanien waren von der Schließung die Flughäfen von Barcelona, Gerona, Reus, Sabadell,Asturias, Santander, Bilbao, SanSebastián, Vitoria, Pamplona und Logroño betroffen. Die Sperrung sollte am Sonntag zunächst bis um 16.00 Uhr gelten. Am Vorabend waren in Nordspanien bereits sieben Flughäfen vorübergehend geschlossen worden. AmSonntag wurden in Spanien bis zum Vormittag nach Angaben von AENA mehr als 1200 Flüge abgesagt.

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Österreichs Flughäfen bleiben bis in die Nacht geschlossen

Die Schließung der österreichischen Flughäfen ist am Sonntag bis mindestens 2 Uhr in der Nacht zum Montag verlängert worden. Das hat die österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt „Austro Control“ in Absprache mit den betroffenen Flughäfen und Fluggesellschaften beschlossen.

„Die vorliegenden Daten des für ganz Europa zuständigen Volcanic Ash Advisory Centers (VAAC) lassen keine andere Maßnahme zu“, sagte „Austro Control“-Sprecher Markus Pohanka. Der Flugraum ab einer Reisehöhe von zwölf Kilometern bleibt allerdings weiter freigegeben, womit Überflüge grundsätzlich möglich wären.

Wie lange die Flughäfen Wien, Salzburg, Linz, Graz, Innsbruck und Klagenfurt geschlossen bleiben, sei derzeit nicht absehbar, hieß es. „Neben den uns übermittelten Daten beobachten wir auch ständig unsere eigenen Wetterdaten und werten diese aus“, erklärte Pohanka.

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WHO warnt vor Gesundheitsgefahren

Besonders Menschen mit Atemwegs-Problemen können von der Aschewolke aus Island gesundheitlich betroffen werden. Darauf hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf hingewiesen. Probleme könnten Kleinstpartikel bereiten. „Kleine Teilchen von weniger als zehn Mikrometer Größe sind gefährlicher, weil sie tiefer in die Lunge eintreten können“, wird die WHO- Gesundheitsexpertin Maria Neira in einer Erklärung zitiert.

Nach einer ersten WHO-Analyse sind etwa ein Viertel der in dem Aschestaub des Vulkans enthaltenen Teilchen weniger als zehn Mikrometer groß. Menschen mit Asthma, Bronchitis und Emphysem (Lungenaufblähung) seien besonders gefährdet, wenn diese derzeit noch in hoher Höhe befindlichen Partikel auf die Erde fallen. „Wer draußen etwas in Rachen oder Lunge spürt, eine laufende Nase oder juckende Augen bekommt, sollte ins Haus gehen und seine Aktivitäten draußen begrenzen“, erklärte die Expertin.

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Luftraumsperrung verlängert bis 20 Uhr am Sonntag

Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrung des Luftraums über Deutschland wegen der Aschewolke bis Sonntag 20 Uhr verlängert. Das teilte eine Sprecherin am Sonntagmorgen mit. Über das weitere Vorgehen soll im Laufe des Tages entschieden werden. Die Lufthansa hatte bereits zuvor erklärt, sie streiche sämtliche Flüge bis Sonntag 20.00 Uhr.

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Der Gletschervulkan in Island ist unverändert aktiv

Wie das Meteorologische Institut in Reykjavik am Sonntagmorgen mitteilte, stößt der Vulkan wie seit Mitte der Woche riesige Mengen Rauch und Asche in die Atmosphäre. Der Wind in höheren Lagen treibt die Vulkanwolke weiter auf den europäischen Kontinent in südliche Richtung zu. Im Vulkangebiet selbst fallen große Mengen Asche nieder. Auch die Messungen seismischer Aktivitäten im südisländischen Gebiet um den Eyjafjalla-Gletscher ergaben keine Anzeichen für eine Beruhigung.

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Großbritannien verlängert Flugverbot bis Sonntag 20 Uhr

„Die Wolke aus Vulkanasche aus Island bedeckt weiterhin das Vereinigte Königreich“, teilte die Luftfahrtbehörde in der Nacht zum Sonntag mit. Es werde weiter nach „Wetterfenstern“ gesucht, damit die Flugverbote aufgehoben werden könnten.

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17. April 2010

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Lufthansa streicht alle Flüge bis Sonntag 14.00 Uhr

Wegen der Aschewolke über Europa hat die Lufthansa weltweit alle Flüge bis Sonntag 14.00 Uhr gestrichen. Über das weitere Vorgehen werde am frühen Morgen entschieden, teilte ein Konzernsprecher am Samstag mit. Der deutsche Luftraum wurde bereits zuvor von der Flugsicherung generell bis Sonntag 08. 00 Uhr gesperrt.

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Bahn plant auch für Sonntag mit Extrazügen

Sollte der Luftraum über Deutschland auch am Sonntag gesperrt bleiben, will die Bahn erneut zusätzliche Züge einsetzen. „Wir stehen sozusagen Gewehr bei Fuß“, sagte ein Konzernsprecher. Zusätzliches Servicepersonal sei für Sonntag bereits eingeplant, über die Verlängerung von Zügen oder den Einsatz von Sonderzügen werde kurzfristig entschieden. „Wir können noch sehr flexibel gegensteuern.“

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Kanzlerin im Pech

Nachdem die Aschewolke des isländischen Vulkans über Europa einen direkten Rückflug nach Deutschland verhindert hatte, wurde Angela Merkels Delegation am Samstagabend auf der Autobahn kurz vor Florenz durch eine Reifenpanne gestoppt. Betroffen war ein Bus der Delegation.

Da die Fahrzeuge im Konvoi – begleitet von Polizei mit Blaulicht – unterwegs waren, hielt auch Merkels gesicherte Limousine auf der rechten Fahrspur der Autobahn, die keinen Standstreifen hatte. Mit eingeschalteter Warnblinkanlage musste gewartet werden, bis die Reifenpanne behoben war.

Merkel war am Freitag zunächst in die portugiesische Hauptstadt Lissabon geflogen und hatte dort übernachtet. Ein Weiterflug nach Deutschland war nicht mehr möglich. Von Lissabon aus ging es am Samstag weiter nach Rom. Dort war der Luftraum nicht gesperrt.

Auf dem Landweg wollten Merkel und ihre Delegation dann nach Bozen in Südtirol fahren und dort ein weiteres Mal übernachten. An diesem Sonntag soll dann die letzte, rund 900 Kilometer lange Etappe nach Berlin angetreten werden.

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Schönes Wetter hilft nicht der Luftfahrt

Das Wetter kommt der Luftfahrt nicht zur Hilfe: Der Sonntag werde ein sonniger Frühlingstag ohne Regen, teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach (DWD) mit. Allenfalls im Südwesten könne es Schauer oder kurze Gewitter geben. Damit bleibt die natürliche Waschanlage der Luft weitgehend außer Betrieb.

Regen hätte helfen können, die Vulkanasche aus der Luft zu spülen, sagte DWD-Meteorologe Helmut Malewski. Stattdessen lockt der Sonntag nun Spaziergänger mit wenig Wolken und Temperaturen von bis zu 21 Grad.

Nach einer kühlen Nacht zum Montag könnte dann frischer Wind und eine geänderte Wetterlage die über Deutschland hängende Vulkanasche in Bewegung setzen, sagte Malewski. Bereits für Dienstag deutet sich aber wieder eine Nord-West-Strömung an. Sollte der Vulkan auf Island weiter aktiv sein, könnte erneut Asche nach Mitteleuropa gelangen.

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Tausende Urlauber hängen in Spanien fest

Das Chaos im Luftverkehr wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans stellt tausende Touristen in Spanien auf eine Geduldsprobe. Auf den Kanarischen Inseln hingen bis Freitagabend rund 20.000 Urlauber fest, wie die staatliche Flughafenbehörde AENA mitteilte.

Allein auf Teneriffa warteten rund 13.000 Menschen vergeblich auf die Abreise. Insgesamt waren von den 275 ausgefallenen Starts und Landungen auf den Kanaren rund 30.000 Reisende betroffen. AENA und die Reiseveranstalter riefen die Urlauber auf, nicht direkt zum Flughafen zu fahren, sondern vorher anzurufen.

Auf Mallorca und den übrigen Balearen-Inseln saßen ebenfalls tausende Touristen fest. Die am Freitag gestrichenen Starts und Landungen trafen nach Angaben von AENA rund 35.000 Reisende. Auf dem Flughafen Son Sant Joan in Palma bildeten sich lange Schlangen vor den Schaltern. „Dieser Flughafen ist auf so große Wartezeiten nicht vorbereitet“, sagte eine entnervte deutsche Urlauberin der Zeitung „Diario de Mallorca“.

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Flughäfen in Paris und Nordfrankreich bis Montagfrüh gesperrt

Die Flughäfen in Paris und im Norden Frankreichs bleiben bis Montagfrüh geschlossen. Das teilte die französische Regierung am Samstag in Paris mit. Von der Schließung seien die Flughäfen nördlich der Achse Nantes-Lyon betroffen.

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16.000 Flüge in Europa abgesagt

Wegen der Aschewolke sind am Samstag in Europa rund 16.000 Flüge abgesagt worden. Die Aufsichtsbehörde Eurocontrol teilte in Brüssel mit, sie rechne für die kommenden 24 Stunden mit weiteren Behinderungen im Flugverkehr.


An diesem Samstag werde es anstelle der geplanten 22.000 Flüge nur 6000 geben. In den meisten Ländern Nord- und Zentraleuropas seien für Passagiermaschinen keine Starts und Landungen möglich. Aufgelistet wurden 17 Länder mit vollständiger Unterbrechung des Flugverkehrs, außerdem der Norden Frankreichs und Italiens, der Süden Norwegens und der größte Teil Deutschlands.

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Einzelne Flüge von München nach Frankfurt

Trotz der Sperrung des deutschen Luftraums werden am Samstagmittag einige Überführungsflüge stattfinden. Dabei handele es sich um voraussichtlich zehn Maschinen, die ohne Passagiere von München nach Frankfurt geflogen werden, sagte der Sprecher der Deutschen Flugsicherung, Axel Raab, am Samstag.

Hintergrund sei, dass Fluggesellschaften wie Lufthansa die Maschinen in Frankfurt stationiert haben wollten, damit sie bei Öffnung des Luftraums sofort wieder eingesetzt werden können. Die Piloten würden auf Sicht fliegen und benötigten dafür keine Genehmigung durch die Flugsicherung.

Nach dem ersten Flug wolle man untersuchen, ob die Triebwerke durch Asche beeinträchtigt wurden und dann die übrigen Flugzeuge starten lassen. Bei den Maschinen handele es sich um vierstrahlige Langstreckenflugzeuge wie die Boeing 747 oder den Airbus A340.

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Tui sagt Flugreisen bis Sonntag ab

Der Reiseveranstalter Tui hat vorerst alle Reisen abgesagt, die bis Sonntag um 10.00 Uhr starten sollten. Da zum jetzigen Zeitpunkt nicht eindeutig abzusehen sei, wie lange die Sperrungen der Flughäfen andauern werden, habe sich Tui zu diesem Schritt entschlossen. Diese Regelung gelte unabhängig von der Fluggesellschaft.


Tui-Kunden werden gebeten, bis Sonntagvormittag nicht zum Flughafen anzureisen. „Für die von Tui abgesagten Flugpauschalreisen wird der Vertrag gekündigt und der Reisepreis in vollem Umfang zurückerstattet“, sagte Tui-Sprecher Mario Köpers. Zu der Anzahl der Betroffenen macht die Tui keine Angaben.

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Air Berlin streicht alle Flüge bis Samstagabend

Nach der Lufthansa hat auch die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin wegen der riesigen Aschewolke über Europa alle Flugverbindungen bis Samstagabend gestrichen. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden bis auf einige innerspanische Verbindungen alle Flüge bis einschließlich 20.00 Uhr abgesagt.


Von den Flugstreichungen betroffene Passagiere werden gebeten, nicht zum Airport anzureisen. Für Flüge bis einschließlich diesen Sonntag seien kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen möglich.

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Luftraum bis Sonntag, 02.00 Uhr, gesperrt

Die Sperrung des deutschen Luftraums wegen der Aschewolke aus einem isländischen Vulkan ist bis Sonntag, 02.00 Uhr (MESZ) verlängert worden. Dies teilte die Deutsche Flugsicherung am Samstag mit. Die zuvor verhängte Sperre bis Samstag, 14.00 Uhr wurde damit um zwölf Stunden verlängert.

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Merkel macht Zwischenstopp in Rom

Kanzlerinnen-Odyssee durch Europa: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kann wegen der Aschewolke des Vulkanausbruchs auf Island weiterhin nicht in Deutschland landen. Sie fliege von Lissabon zunächst nach Rom, hieß es am Samstagvormittag in Regierungskreisen. Von dort wird sie im Bus weiter nach Bozen fahren, hieß es in Regierungskreisen. Dort sollten Merkel und ihre Delegation übernachten. An diesem Sonntag ist geplant, dass Merkel und die anderen Mitreisenden im Bus nach Deutschland zurückfahren.

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Kein Flugverkehr am Samstag in Bayern

Die beiden großen bayerischen Flughäfen in München und Nürnberg werden am Samstag den Betrieb nicht wieder aufnehmen. Die Aschewolke aus Island habe sich so weit verdichtet, dass kein Flugbetrieb möglich sei, sagte Ingo Anspach vom Flughafen München.

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Flughafen Stuttgart den ganzen Tag geschlossen

Totalausfall am Stuttgarter Flughafen: Wegen der Vulkanasche aus Island bleibt der Airport den ganzen Samstag gesperrt. Der Flugbetrieb könne frühestens am Samstag um 20.00 Uhr wieder aufgenommen werden, sagte eine Flughafensprecherin.


Es sei aber nicht auszuschließen, dass die Frist erneut verlängert werden. Der Flughafen reagiere mit der Sperrung auf eine bundesweit geltende Anordnung der Deutschen Flugsicherung.

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Deutsche Bahn setzt erneut zusätzliche Züge ein

Die Deutsche Bahn setzt angesichts des Flugverbotes auch am Samstag mehr Züge ein als üblich. „Es rollt alles, was rollen kann“, sagte ein Sprecher. Auch werde wie am Freitag mehr Personal an den Bahnhöfen die Reisenden betreuen. Zugleich erwartete der Sprecher, dass der Samstag etwas ruhiger verläuft. Volle Züge werde es dennoch vor allem auf den ICE- Verbindungen zwischen den großen deutschen Flughäfen Frankfurt/Main, München, Hamburg, Düsseldorf und Berlin geben.

AFP/Reuters/dpa