Ärztepfusch

Chirurg vergisst Mullbinde im Herz eines Patienten

Ein besonders krasser Fall von Ärztepfusch ist jetzt in Russland bekannt geworden. Nachdem ein Mann mit einem Herzinfarkt in das kardiologische Institut in Moskau eingeliefert wurde, vergaß der behandelnde Chirurg in seinem Herzen eine Mullbinde. Den Arzt zur Rechenschaft zu ziehen, wird allerdings schwer.

In Russland hat ein Mann 14 Jahre lang mit einer Mullbinde in seinem Herzen gelebt, die bei einer Operation in dem lebenswichtigen Organ vergessen wurde. Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete, erlitt der Mann nach einem chirurgischen Eingriff in einem kardiologischen Institut in Moskau 1995 einen Herzinfarkt, zehn Jahre später bekam er Hirnblutungen. Im Januar starb er nach jahrelangem Leiden. Bei der Obduktion wurde die Mullbinde entdeckt, die auch als Todesursache identifiziert wurde.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen den Chirurgen, der den verhängnisvollen Eingriff vor mehr als einem Jahrzehnt vornahm. Da die Akten zu den 1995 gemachten Operationen nicht mehr existierten, werde es jedoch schwierig sein, den Arzt zu finden, sagte der zuständige Staatsanwalt Anatoli Bagmet.

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