Fluglotsen-Fehler

Jet mit Michelle Obama entgeht knapp Kollision

Ein Flugzeug, in dem die amerikanische First Lady saß, musste die Landung abbrechen, weil es sonst mit einem Militärtransporter kollidiert wäre.

Foto: AP / AP/DAPD

Ein Jet des Weißen Hauses mit US-Präsidentengattin Michelle Obama am Bord ist auf einem Militärflughafen bei Washington einer Kollision entgangen.

Wie die "Washington Post" berichtete, musste das Flugzeug den Landeanflug auf die Andrews Air Force Base abbrechen, weil sich ein 200 Tonnen schwerer Militärtransporter auf der Landebahn befand.

Zusammen mit der Ehefrau des US-Vizepräsidenten Joe Biden, Jill, sei Obama aus New York gekommen.

Beim Landeanflug bemerkten die Fluglotsen in Andrews, dass die Boeing einem Militärtransporter in die Quere kommen könnte, der im Begriff war zu starten. Sie fürchteten, die Militärmaschine würde nicht rechtzeitig abheben, und wiesen die Präsidentenmaschine an, eine Extrarunde zu drehen.

Der Tower am Armeestützpunkt wies die Verantwortung für den Fehler einem zivilen Fluglotsen in der Region Washington zu.

Die Luftfahrtbehörde FAA ging in einer Erklärung auf einen „Zwischenfall“ in Andrews ein, ohne den Namen von Michelle Obama zu nennen. Das Flugzeug sei „zu keinem Zeitpunkt in Gefahr“ gewesen, erklärte die Behörde. Auf dem Stützpunkt Andrews ist die Flugzeugflotte der US-Regierung stationiert.

In den vergangenen Monaten gab es bereits mehrere Fälle von Fehlern im Tower, weil Fluglotsen eingeschlafen waren oder im Dienst DVDs angeschaut hatten.