Nach der Hochzeit

Auf Fürst Albert wartet wohl ein Vaterschaftstest

Manch einer meinte, Charlene und Fürst Albert II. hätten vor dem Altar in Monaco nicht sonderlich glücklich ausgesehen. Dafür gibt es offenbar Gründe.

Die Traumhochzeit ist noch nicht ganz vorbei, da erschüttert erneut ein Pressebericht das monegassische Fürstenhaus. Fürst Albert II. muss anscheinend tatsächlich zu einem weiteren Vaterschaftstest.

Bereits im Vorfeld der großen Feier hatte es Gerüchte gegeben, dass die zukünftige Fürstin von Monaco eine Woche vor dem Ja-Wort die Flucht ergriffen habe. Man habe sie auf dem Flughafen in Nizza festgehalten und ihr das Ticket abgenommen.

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Charlene Wittstock wollte zurück in ihre Heimat Südafrika. Und zwar mit einem One-Way-Ticket. Erst nach Vermittlung eines Freundes des Fürsten konnte man sie zum Bleiben bewegen.

Die Internetseite des französischen Magazins "L’Express“ hatte das behauptet. Wittstock sei bereits per Hubschrauber auf dem Weg zum Flughafen Nizza gewesen. Um was es bei dem Zerwürfnis von Braut und Bräutigam ging, darüber wurde zunächst nichts bekannt.

Der Palast dementierte die Gerüchte über den Streit umgehend. Das alles sei eine "fiese Schmutzkampagne“ von Leuten, die dem Fürstentum schaden wollten. Aber ganz ließ sich diese Geschichte nicht aus der Welt schaffen.

"L’Express“ blieb bei seiner Darstellung. "Wir haben diese Information aus drei verschiedenen Quellen erhalten, und alle drei sind zuverlässig“, sagte Redaktionsleiter Christophe Barbier.

Unbestritten ist, dass der Vorlauf zur Hochzeit nicht ganz spannungsfrei verlief. Während des Formel-eins-Grand-Prix in Monaco am 29. Mai sei das Reizklima kaum zu übersehen gewesen, berichteten Eingeweihte. Kurz danach soll Charlene Wittstock das Hotel, in dem sie derzeit in Monaco wohnt, verlassen haben und sich auf den Weg zum Flughafen Nizza gemacht haben.

Irgendwann ließ das Fürstenhaus durch seine offizielle Sprecherin verlauten, es habe sich um einen "Streit unter Verliebten“ gehandelt. Schuld sei der Stress der Hochzeitsvorbereitungen.

Und nun das: Die französische Agentur Agence France Press behauptet, mit einem Mitglied des Hofes gesprochen zu haben. Seinen Aussagen zur Folge steht dem Prinzen mit der schillernden Vergangenheit ein dritter Vaterschaftstest in das königliche Haus. Das sei die „Wahrheit“, wie die anonyme Quelle behauptet. Bereits im Vorfeld hatte sich ein französischer Medienberater etwas unglücklich geäußert und die Gerüchte weiter angeheizt. "Als Frau kann man gut behaupten, vom Fürsten schwanger zu sein“, sagte Stéphane Bern. "Aber wir werden drei Tage vor der Hochzeit keinen Vaterschaftstest machen.“

Es wäre nicht das erste uneheliche Kind, das Albert II. seiner Charlene präsentiert. Der 52-Jährige hat bereits einen Sohn mit der Stewardess Nicole Coste. Alexandre ist mittlerweile sechs Jahre alt. Außerdem hat er die Vaterschaft für eine 19-jährige Amerikanerin anerkannt. Jazmin lebt mit ihrer Mutter, einer Immobilienmanagerin und ehemaligen Kellnerin in den Vereinigten Staaten.

Beide Kinder haben kein Anrecht auf den Thron. Nur ehelich geborene Nachfolger können nach monegassischem Recht den Thron in Monaco besteigen. "Auch wenn noch zwei oder drei uneheliche Kinder auftauchen sollten, Albert hat keinen legitimen Nachfolger, so lange Charlene ein Kind von ihm bekommt“, so die Palastquelle.

Das es sich tatsächlich nur um ein Kind handelt bezweifelt die französische Presse mittlerweile. Das Magazin "Public“ spricht in seiner aktuellen Ausgabe von zwei weitern Kindern. Eines soll 18 Monate sein und der Sohne einer Italienerin sein, die bald mit der Neuigkeit vor die Presse treten wird. Das Magazin "Voici“ spekuliert, dass die Mutters seine Sohnes Alexandre ein zweites Kind von dem Prinzen erwarten könnte. Nicole Coste war ebenfalls zur Trauung eingeladen.

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Das frisch vermählte Ehepaar ließ sich zunächst nicht von den neuen Meldungen beindrucken. Bis in die frühen Morgenstunden am Sonntag amüsierten sich die Gäste auf dem festlichen Ball in der Opéra Garnier. Als Abendgarderobe habe Charlene ein langes, weißes, schmal geschnittes Kleid von Armani ausgewählt. Fürst Albert trug eine dunkle Hose zu seiner weißen Uniformjacke, die mit Orden geschmückt war.

Das Feuerwerk nach dem großen Hochzeitsdinner begann gegen Mitternacht über der Bucht von Monaco und dauerte etwa eine Viertelstunde. Musikalisch untermalt wurde das Spektakel mit "Streets of Philadelphia“ von Bruce Springsteen und "Scatterlings of Africa“ von Johnny Clegg. Französische Medien schätzten, dass die Fürstenhochzeit etwa acht Millionen Euro gekostet hat.

Für das Brautpaar geht es jetzt jedenfalls erst Mal nach Südafrika, Charlenes Heimat: Auf der ersten Auslandsreise nach ihrer Hochzeit plant das Paar am 7. Juli eine rauschende Party für südafrikanische Freunde und Weggefährten der Braut, aber auch für viele Adelige und Promis, die es nicht zur Hochzeit geschafft haben.

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