Im ersten Moment denkt Regh an einen Chemieunfall. Vielleicht hatten sich Schüler des nahen Gymnasiums einen Scherz erlaubt. „Erst als der Rauch weg war, sah ich, dass da ein zerstörtes Gebäude auf der Straße vor meinem Haus liegt.“
Regh entschließt sich gleich, seine Beobachtungen über Twitter zu senden und meldet sich an. Nach ein paar Stunden hat er schon knapp 200, die seine Updates verfolgen. Er sieht, wie um 14 Uhr die ersten vier Krankenwagen kommen.
„Eine halbe Stunde danach war alles voll mit Rettungswagen“, sagt Regh. Ein Fotograf des "Stadtanzeigers" kommt zu ihm auf den Balkon und macht Bilder. Regh stellt auch eigene Fotos online. Dann sieht er, wie die ersten Bagger anrücken und Schutt beiseite räumen.
„Die Suchhunde haben Pause“, twittert er. Die Nachricht, dass auch das Hochhaus Waidmarkt einsturzgefährdet ist, beunruhigt Regh. „Obwohl es nach der anderen Seite stürzen sollte, wenn es stürzt“, schreibt er in seinen Twitter. Um kurz nach sechs Uhr lädt Regh noch einmal Fotos auf Twitter hoch und schreibt: „Wird nicht mehr viele geben, wird zu dunkel.“




