Die Anwältin eines der inhaftierten Verdächtigen im Fall der Entführung des Frachters "Arctic Sea" ist verschwunden.
Elena Romanowa-Lebedewa habe am Mittwoch gegen Mitternacht ihr Moskauer Büro verlassen, seitdem „haben sind wir ohne Nachricht von ihr“, sagte ihr Kollege Omar Achmedow der Nachrichtenagentur Interfax.
„Wir haben überall nach ihr gesucht und auch die Polizei von ihrem Verschwinden informiert“, sagte Achmedow, der wie Romanowa-Lebedewa einen der acht Verdächtigen verteidigt.
Selbst bei den Leichenschauhäusern der russischen Hauptstadt hätten er und seine Kollegen Nachforschungen angestellt, berichtete der Anwalt weiter.
Nach seinen Angaben war Romanowa-Lebedewa auch mit „wichtigen Mordfällen in der Region Wladimir“ etwa 190 Kilometer östlich von Moskau befasst.
Die "Arctic Sea" war am 23. Juli aus Finnland nach Algerien aufgebrochen. Nach Angaben aus Russland wurde der Holzfrachter mit seiner 15-köpfigen russischen Besatzung dann vor der Küste Schwedens von Piraten überfallen und verschwand angeblich spurlos.
Die mysteriöse Fahrt endete am 17. August vor den Kapverden, wo ein russisches Kriegsschiff den Frachter aufbrachte.
Acht mutmaßliche Piraten wurden festgenommen und sitzen seitdem in Russland in Haft.
Gerüchte, wonach die "Arctic Sea" Waffen an Bord hatte, wurden von den russischen Behörden wiederholt dementiert. Seefahrtexperten wiederum halten einen Piratenüberfall in schwedischem Gewässer für wenig wahrscheinlich.
AFP/lk




