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Arbeitern in Fukushima droht der Strahlentod

Einem Strahlenbiologen zufolge werde mindestens die Hälfte der Helfer im havarierten AKW Fukushima 1 nach dem Einsatz sterben.

Vielen der in dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 seit Tagen arbeitenden Techniker droht nach Überzeugung eines Atomexperten der akute Strahlentod. Rund die Hälfte der Männer in Fukushima 1, derzeit sind mehrere Dutzend im Einsatz, könne an der Strahlenkrankheit sterben, sagte der Strahlenbiologe Edmund Lengfelder der "Frankfurter Rundschau“.

„Zuerst wird es den Menschen übel und schwindlig“, sagte er. Dann würden „lebenswichtige Funktionen“ zusammenbrechen. Zwar würden die Erkrankten noch „eine Weile“ auf Intensivstationen behandelt, sagte Lengfelder. „Sie werden aber in der Regel nicht mehr gesund.“

Bei den übrigen Technikern in der Anlage, die seit Tagen versuchen, die Reaktoren zu kühlen und so eine atomare Katastrophe zu verhindern, sinke die Leistungsfähigkeit und „ihr Krebsrisiko steigt massiv“. Lengfelder warnte zudem vor einer Verstrahlung im Pazifik. „Die Nuklide, die vom Festland weggeblasen werden, senken sich irgendwann auf die Wasseroberfläche, werden von Fischen und anderen Meerestieren aufgenommen und gelangen über die Nahrungskette wieder zum Menschen“, sagte er. Das sei „fatal“ für eine Nation wie Japan, die sich überwiegend von Fisch ernähre.