Gerüchte über Gift

Rätselhafter Tod der Eisbärin Jerka im Zoo Wuppertal

Vorwürfe gegen den Zoo Wuppertal: Mit nur 20 Jahren ist Eisbärin Jerka verstorben. Gerüchte über Gift wurden zurückgewiesen.

Foto: dpa

Die Eisbärin Jerka im Wuppertaler Zoo ist tot. Die Todesursache des mehr als 20 Jahre alten Tieres sei noch unklar, sagte der stellvertretende Zoodirektor Arne Lawrenz am Montag in Wuppertal. Sie soll an einer Lebererkrankung gelitten haben.

Auch der 16-jährige Eisbär Lars sei krank gewesen, inzwischen gehe es ihm aber wieder besser. Auch bei Lars sei eine Lebererkrankung wahrscheinlich, hieß es. Medienberichte über eine Vergiftung wies Lawrenz zurück.

Ihm gehe es inzwischen aber wieder besser, sagte der Zooleiter. Lars war erst im vergangenen Jahr nach Wuppertal gekommen. Medienberichte, wonach die beiden Eisbären vergiftet worden seien, wies Lawrenz zurück: „Das ist Spekulation.“

Trotzdem sei der Tod der Eisbärin sehr merkwürdig, sagte Frank Albrecht, Sprecher der Tierschutzorganisation Peta. „20 Jahre sind für einen Eisbären sehr jung.“ Seine Organisation verlange deswegen Einsicht in den Obduktionsbericht.

Peta hatte in der Vergangenheit schon mehrfach die Haltungsbedingungen der Wuppertaler Eisbären kritisiert.

Die Aufzuchtanlage sei veraltet und zu klein. Jerka habe zudem schon seit längerem eine Verhaltensstörung gehabt. Der Wuppertaler Zoo weist die Anschuldigungen zurück.