Berner Tierpark

Braunbär Finn erholt sich langsam von Schüssen

Der Bär Finn wird sich von seinen schweren Verletzungen offenbar erholen. Ein geistig behinderter 25-Jähriger war am Wochenende in den Bärenzwinger gelangt und dort angegriffen worden. Ein alarmierter Polizist schoss den vierjährigen Bären nieder und verletzte ihn schwer.

Foto: REUTERS

Die Sicherheitsdirektion der Stadt Bern hat gegenüber "20 Minuten Online" erklärt, dass es dem angeschossenen Bären Finn besser gehe. Eine Operation sei aber noch nicht ganz auszuschließen.

Andere Schweizer Medien berichten, dass der Bär bereits wieder steht. Finn sei mit Schmerzmitteln und Antibiotika behandelt worden, heißt es im Schweizer Fernsehen. Dazu bekäme der Bär alles, was ihm schmeckt. "Wir füttern ihn mit Fisch, Honig, Äpfeln, Karotten oder Birnen", sagte Bernd Schildger der Tagesschau . Das Tier sei aktiv gewesen und schnell zum Gitter gekommen, um sein Fressen in Empfang zu nehmen.

Ein geistig behinderter 25-Jähriger war am Samstag in das Gehege gelangt und von dem Bär angegriffen worden. Der Mann wurde verletzt, jedoch nicht lebensgefährlich. Ein alarmierter Polizist schoss nach wenigen Minuten den vierjährigen Bären Finn nieder und verletzte ihn schwer.

„Das ist ein tragischer Tag für den Verletzten, für den Bären und für die Angestellten des Parks“, sagte Park-Direktor Bernd Schildger. „Was sich im Bärenpark abgespielt hat, waren schreckliche Szenen, die uns tief betroffen machen“, sagte Nause.

Bis tief in die Nacht hatte man die Bilder der Überwachungskameras analysiert. Zunächst war dennoch unklar geblieben, ob der Mann von der Mauer, die das Bärengehege abgrenzt, gefallen oder gesprungen war. Klar war nur, dass der Mann am Samstag gegen 16 Uhr die Mauer aus eigener Kraft bestiegen hatte und in Kauerstellung auf ihr verharrte. Dann fiel er. Im Gehege ging der Mann auf den Bären zu, der ihn sogleich angriff.

Nach sieben Minuten hatte einer der eingetroffenen Polizisten einen gezielten Schuss abgegeben. Schildger sagte, eine Narkose-Munition hätte nichts gebracht, weil sie erst nach Minuten gewirkt hätte. Passanten hatten zuvor versucht, den Bären abzulenken, indem sie Gegenstände ins Gehege warfen. Schildger erklärte, dass das sinnlos gewesen sei und das Tier, das sein Territorium verteidigen wollte, eher noch mehr gereizt habe.