Naturkatastrophe

Tote und Verletzte bei Erdbeben in China

Im Südwesten Chinas sind bei einem Erdstoß 19 Menschen getötet und 150 verletzt worden. Feuerwehrleute und Soldaten bemühten sich, zu Verschütteten vorzudringen.

Bei einem Erdbeben im Südwesten Chinas sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 250 weitere wurden verletzt, wie die Behörden mitteilten. Das Beben der Stärke 5,8 brachte in der Gebirgsprovinz Yunnan nahe der Grenze zu Birma mehr als1.000 Häuser zum Einsturz, ein Hotel und ein Supermarkt wurden beschädigt. Nach Angaben von Augenzeugen wurden Menschen unter den Trümmern begraben. Mehr als 127.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, wie das Ministerium für Zivile Angelegenheiten mitteilte.

Das Zentrum des Bebens lag in der Ortschaft Shiming im Bezirk Yingjiang, 2400 Kilometer südwestlich von Peking, in zehn Kilometern Tiefe, wie die staatliche Erdbebenwarte auf ihrer Website mitteilte. Der Geologische Dienst der USA gab die Stärke des Bebens mit 5,4 und die Tiefe mit 35 Kilometern an.

Das Beben ereignete sich kurz vor 13 Uhr Ortszeit (06.00 Uhr MEZ). Laut einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders CCTV hielten sich viele Bewohner zu der Zeit gerade zur Mittagsruhe zu Hause auf. Unter den Todesopfern seien mindestens zwei Studenten.

Bemühen um Rettung von Verschütteten

In einem zum Teil eingestürzten vierstöckigen Gebäude seien noch ein Mann und ein Mädchen eingeschlossen, berichtete CCTV weiter. Etwa 100 Polizisten, Feuerwehrleute und Soldaten bemühten sich, mit drei Baggern zu den Verschütteten vorzudringen. Ein Polizist wurde mit den Worten zitiert, die beiden seien in einem Treppenhaus im Erdgeschoss des Gebäudes eingeschlossen. Xinhua meldete, die Streitkräfte wollten 400 Soldaten zu den Rettungsarbeiten entsenden.

In weiten Teilen von Yingjiang fiel der Strom aus, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Die Meteorologische Behörde von Birma erklärte, das Beben habe sich 370 Kilometer nordöstlich von Mandalay ereignet, der zweitgrößten Stadt des Landes. Über mögliche Verletzte oder Schäden in Birma wurden keine Angaben gemacht.