Lisa und Jasmin haben sich zwei Ferkel geschnappt. Grunzend vor Glück kuscheln sich die Tiere an die weichen Frauen, das Fotoshooting für den Jungbauernkalender 2011 beginnt.
Zum sechsten Mal wird der beliebte Kalender im kommenden Jahr erscheinen. Beim ersten Treffen der jungen Bäuerinnen auf einem Bauernhof in Schraudenbach (Unterfranken) wurden nicht nur die neuen Protagonistinnen vorgestellt. Drei Motive für das neue Werk sind sozusagen schon im Kasten, doch diese Bilder werden noch nicht gezeigt. Marcus Rothbart ist der Landesgeschäftsführer Bayerische Jungbauernschaft, die zusammen mit Bauernverbänden aus Österreich das Projekt betreuen.
Morgenpost Online: Wie nackt wird denn der neue Kalender?
Marcus Rothbart: Wir legen schon Wert darauf, dass der Kalender nicht zu nackt wird. Es gibt da gewisse Grenzen. Schließlich wollen wir unseren guten Ruf nicht verlieren.
Morgenpost Online: Der gute Ruf scheint Nachahmer zu generieren. In Baden-Württemberg erscheint der „Bäuerinnenkalender“. Verärgert?
Rothbart: Nein, aber wir bemerken schon, dass es immer mehr Anbieter mit ähnlichen Produkte gibt. Wir sind selbstbewusst genug um zu sagen, dass unser Kalender für Qualität steht. Und an den Verkaufszahlen merken wir es nicht.
Morgenpost Online: Die Auflage ist limitiert und schnell vergriffen. Wie hoch wird sie im kommenden Jahr sein?
Rothbart: Über die Zahlen möchten wir nicht sprechen. Aber ja, die Auflage ist limitiert und bewegt sich im vierstelligen Bereich. Irgendwann ist dann halt Schluss und unsere Arbeit ist getan. Trotz Vorbestellungen sind wir übrigens fürs kommende Jahr noch nicht ausverkauft.
Morgenpost Online: Wie viele Bewerberinnen gab es in diesem Jahr?
Rothbart: Um die 250 Mädchen haben sich beworben.
Morgenpost Online: Und wie wurde ausgewählt?
Rothbart: Die Mädchen sollten aus der Landwirtschaft kommen. Außerdem achten wir darauf, dass sie nicht alle in München wohnen. Sie sollen aus den Regionen Bayerns stammen. Das freut die Ortsansässigen.
Morgenpost Online: Beim Casting entscheidet dann der Fotograf?
Rothbart: Anhand der Bewerbungsfotos laden wir zu einem Casting nach Wien ein, es gibt eine Vorauswahl. Dann verständigt man sich mit dem Fotografen, das ist in diesem Jahr Wolfgang Zajc. Sechs Mädchen kommen aus Deutschland, sechs aus Österreich. Der Fotograf hat meist schon seine eigenen Vorstellungen.
Morgenpost Online: Die wären in diesem Jahr?
Rothbart: Im letzten Jahr wurde sehr viel Wert auf landschaftliche Hintergründe gelegt. Jetzt gehen wir mehr auf die Persönlichkeiten der Mädchen ein. Es wird Szenen auf einem Traktor geben, auf der Wiese und im Haus. Mehr wird aber nicht verraten. Im Oktober werden wir den fertigen Kalender erstmals vorstellen.
Der Kalender kostet 27 Euro, ist bei der Bayerischen Jungbauernschaft erhältlich.





