Lettland

Mann bei "Black Swan" im Kinosaal erschossen

Mord in einem Rigaer Kino: Bei "Black Swan" schoss ein Anwalt mehrfach auf einen Mitarbeiter. Der Täter stand möglicherweise unter Drogeneinfluss.

Während der Vorführung des Ballett-Thrillers “Black Swan“ hat ein Mann in der lettischen Hauptstadt einen Mitarbeiter des Kinos erschossen. Der 28-Jährige, ein Anwalt und Absolvent der Polizeischule, streckte den 43-Jährigen mit vier Schüssen nieder. Medienberichten, wonach es zum Streit kam, weil das Opfer zu laut Popcorn aß, widersprach die Polizei.

Der Polizeichef von Riga, Artis Velss, bestätigte, dass der Täter festgenommen werden konnte. Zu den Schüssen kam es gegen Ende der Vorführung in Rigas größtem Kino „Citadele“. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Velss sagte der Nachrichtenagentur BNS zu den Spekulationen über einen möglichen Popcorn-Streit: „So einfach war das nicht.“ Vermutlich habe es schon vorher einen Konflikt zwischen den beiden Letten gegeben.

Dass vier gezielte Schüsse fielen, deute auf eine geplante Tat hin, erklärte der Kripo-Mann weiter. Die Nachrichtenagentur BNS berichtete, dass der Täter möglicherweise auch unter Drogeneinfluss stand. Er hatte einen Waffenschein für seine Pistole und verfügte über zwei Schusswaffen.

Das Psychodrama „Black Swan“ zeigt den Kampf einer ehrgeizigen Balletttänzerin um die Rolle der Primaballerina in „Schwanensee“. Die US-Schauspielerin Natalie Portman gilt für ihre Hauptrolle als Favoritin auf einen der diesjährigen Oscars.