Schweiz

Polizei verhindert Verbrennung von Koran und Bibel

Sie wollten die Bibel und den Koran anzünden, doch dazu wird es nicht mehr kommen: Die Schweizer Polizei hat drei Hindus in Bern festgenommen

Die Schweizer Polizei hat drei Männer festgenommen, die vor dem Regierungssitz in Bern eine Bibel und einen Koran verbrennen wollten. Die beiden Schweizer und ein in der Schweiz lebender Inder würden derzeit verhört, sagte eine Polizeisprecherin. Demnach wurden sie bereits am Donnerstag in der Hauptstadt festgenommen. Die Männer wollten die Bücher am Freitagabend vor dem Regierungssitz anzünden.

Die Polizei hatte aus Medienberichten über die Absicht der drei Männer erfahren, wie die Polizeisprecherin sagte. Bei der Festnahme hatten sie demnach jeweils zwei Ausgaben des Koran und der Bibel bei sich. Den Platz vor dem Regierungssitz als Ort der Verbrennung suchten sich die Festgenommenen offenbar aus, um eine größere Aufmerksamkeit zu erlangen. Ihr Motiv war zunächst unklar.

Ein Untersuchungsrichter eröffnete bereits ein Verfahren gegen die Männer. In der Schweiz können religiöse Diskriminierung und Anstiftung zur Gewalt oder einer Straftat mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden.

Mit seiner Ankündigung, am Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA öffentlich Ausgaben des Koran zu verbrennen, hatte der US-Pastor Terry Jones im Sommer weltweit Empörung ausgelöst. In muslimischen Ländern kam es zu teils gewaltsamen Protesten. Der Pastor sagte die Aktion schließlich ab.

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