17-Jähriger angeklagt

Türke soll Nachbarsmädchen lebendig begraben haben

Ein 17-jähriger Türke soll seine achtjährige Nachbarin lebendig begraben haben. Er wollte sie nach eigener Aussage abhalten, eine Katze zu streicheln.

Ein achtjähriges Mädchen im Nordwesten der Türkei ist laut Presseberichten von einem Nachbarn lebendig begraben worden. Die verscharrte Leiche der achtjährigen Hasret aus einem Dorf in der Nähe der Großstadt Edirne an der Grenze zu Bulgarien sei von Suchmannschaften auf einem verlassenen Grundstück in der Nähe ihres Elternhauses gefunden worden, meldeten türkische Zeitungen. Laut Autopsiebericht erstickte das Mädchen unter der Erde. Der 17-jährige Sohn eines Nachbarn wurde verhaftet.

Der Verdächtige sagte der Zeitung „Vatan“ zufolge im Polizeiverhör aus, das Mädchen habe auf dem Schulweg mit einer Katze gespielt, die in das verlassene Haus gelaufen sei. Er sei Hasret gefolgt und habe das Mädchen geschubst, um es davon abzuhalten, die auf einer Fensterbank sitzende Katze zu streicheln.

Hasret sei daraufhin gestolpert und mit dem Kopf aufgeschlagen. Der Junge sagte weiter, er habe Hasret zunächst für tot gehalten – in seiner Angst habe er ein Loch ausgehoben und das Mädchen darin verscharrt. Dabei habe er dann doch das Gefühl gehabt, dass Hasret noch lebe, sagte der Verdächtige. Er soll wegen Totschlags angeklagt werden.