Die Ursache für den Flugzeugabsturz im ostwestfälischen Spenge bei Herford, bei dem am Sonntag zwei Männer getötet wurden, ist weiterhin unklar. Die Obduktion der Leichen habe keine Hinweise auf die Absturzursache ergeben, hieß es bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld.
Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig wollen das Wrack am Mittwoch genauer untersuchen. Bei dem Absturz des zweisitzigen Ultraleichtflugzeugs waren am Sonntag zwei 39 und 56 Jahre alte Männer aus Spenge ums Leben gekommen.
Es handle sich um ein einmotoriges tschechisches Fabrikat, sagte BFU-Flugunfalluntersucher Roger Knoll. Halter sei der Herforder Verein für Luftfahrt.
Die Maschine sei eine knappe halbe Stunde in der Luft gewesen. Sie war mit einem Rettungssystem ausgestattet. Hätte der Pilot dies rechtzeitig und in ausreichender Höhe ausgelöst, hätte das Ultraleichtflugzeug an einem Fallschirm zur Erde segeln können. Offensichtlich sei das Rettungssystem aber erst kurz vor oder durch den Aufprall in Gang gekommen.
Möglicherweise könne eine Art Mini-Flugschreiber Auskunft über die Motordaten geben, sagte Knoll. Hinweise erhoffe er sich auch von dem GPS-Navigationsgerät, falls es durch Aufprall und Feuer nicht völlig zerstört worden sei.
Zudem werde anhand der sichergestellten Unterlagen kontrolliert, ob das Flugzeug korrekt gewartet wurde.
Ein Zeuge berichtete, dass die Maschine über dem Heimatort eine Schleife geflogen sei, bevor sie abstürzte. „Es gab einen lauten Knall – und dann ist die Maschine explodiert“, erinnerte sich einZeuge, der während des Absturzes in einer etwa 200 Meter vom Unfallort entfernten Reithalle war.
Er sei zum Unglücksort gelaufen und habe auf der Pferdewiese nur noch Rauch gesehen, sagte er. Neben Feuerwehr und Polizei eilten auch Experten des Luftfahrt-Bundesamts in Braunschweig zur Absturzstelle. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um ein Ultraleichtflugzeug. Die Absturzstelle liegt an der Grenze zu Niedersachsen.
dpa/lk




