Flughafen

Frau muss wegen Silikon-Brust in Nacktscanner

In den USA musste eine Stewardess wegen Silikonimplantaten in ihren Brüsten durch einen Körperscanner laufen. Die Frau will nun vor Gericht.

Eine Stewardess ist an einem US-Flughafen aufgefordert worden, ihre Brustprothese zu zeigen. Cathy Bossi, die seit drei Jahrzehnten als Flugbegleiterin arbeitet, sagte dem Fernsehsender WBTV, sie sei von Sicherheitsbeamten angewiesen worden, durch einen Körperscanner zu laufen. Beim anschließenden Abtasten habe eine Beamtin „ihre ganze Hand auf meine Brust gelegt“. „Sie sagte: 'Was ist das?' Ich antwortete: 'Das ist eine Prothese, weil ich Brustkrebs habe.' Und sie sagte: 'Gut, Sie müssen mir das zeigen“, erzählte Bossi im Fernsehen.

Sie sei nach dem Vorfall völlig durcheinander gewesen. „Ich habe mir zu dem Zeitpunkt nicht den Namen der Person geben lassen, weil es einfach so eine schreckliche Erfahrung war, die meine Gedanken völlig durcheinander gebracht hat“, sagte Bossi, die sich inzwischen rechtlichen Beistand gesucht hat. „Ich konnte nicht glauben, dass mir jemand so etwas antut.“

Passagiere und Crew-Mitglieder, die sich von den neuartigen Körperscannern durchleuchten lassen müssen, werden an US-Flughäfen zufällig ausgewählt. Weigern sie sich oder wird etwas Verdächtiges entdeckt, müssen sie sich von Beamten abtasten lassen – auch im Intimbereich. Die US-Flugsicherheitsbehörde TSA bekräftigte gegenüber WBTV in einer E-Mail, dass ihre Mitarbeiter berechtigt seien, sich Prothesen zeigen zu lassen und diese anzufassen. Sie wolle den Fall von Bossi aber untersuchen. Derzeit sind 65 Flughäfen in den USA mit Körperscannern ausgerüstet.

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos

Beschreibung anzeigen