Zuvor war es in den Städten schon zu Straßenschlachten zwischen betrogenen Sparern und der Polizei gekommen, bei denen nach Angaben der Behörden mehrere Menschen verletzt wurden.
Die Sparer hatten sich an illegalen sogenannten Finanz-Pyramiden beteiligt, die extrem hohe Zinsen versprachen und zunächst auch zahlten. Allerdings wird der als Zins ausgeschüttete Gewinn dabei nicht durch Investitionen erwirtschaftet, sondern durch immer neue Spareinlagen finanziert.
Zunächst scheint die Spareinlage sicher, weil die zugesagten Zinsen tatsächlich ausgezahlt werden. Irgendwann aber ist der Augenblick absehbar, an dem der Umfang der neuen Einlagen unter die auszuzahlende Zinssumme sinkt. Die Organisatoren solcher Pyramiden verschwinden meist vorher mitsamt des gesamten Sparkapitals der Anleger.
In Popayán gelang es geprellten Sparern, in die Zentrale der Organisatoren einer solchen Pyramide einzudringen und einen Teil ihres Geldes sicherzustellen. Die Polizei konnte zudem in der Nähe der Grenze zu Ecuador drei Personen festnehmen, die mit umgerechnet etwa 290000 Euro in bar unterwegs waren.
Kurz darauf wurden zwei weitere mutmaßliche Komplizen von Pyramiden-Betreibern mit vier Koffern voller Bargeld im Gegenwert von rund 1,7 Millionen Euro festgenommen.
dpa/cor



