Flughafen in Rom

Ryanair-Maschine aus Frankfurt notgelandet

Ein aus Frankfurt-Hahn kommendes Flugzeug des Billigfliegers Ryanair hat auf dem römischen Flughafen Ciampino notlanden müssen. Die Boeing 737 mit 166 Passagieren wurde geräumt und zehn Menschen mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Augenzeugen an Bord lobten die Leistung des Piloten.

Foto: AP

Nach Zusammenstößen mit Vogelschwärmen ist ein aus Frankfurt-Hahn kommendes Flugzeug des irischen Billigfliegers Ryanair auf dem römischen Flughafen Ciampino notgelandet. Eine Ryanair-Sprecherin sagte, zwei Besatzungsmitglieder und acht Passagiere seien mit kleineren Verletzungen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. Zuvor sei die Boeing 737 mit 166 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord ohne Zwischenfälle geräumt worden. Dabei hätten einige Fluggäste im hinteren Teil der Maschine Notrutschen benutzt.

Die Sprecherin sagte, mehrere Vogelschwärme seien mit dem Flugzeug zusammengestoßen. Deshalb habe sich der Pilot zu einem sogenannten Nothalt entschlossen. Dabei sei das Flugzeug aber nicht über die Landebahn hinausgeschossen. Sergio Lagnante von der italienischen Flugsicherheit in Ciampino sagte: „Die Maschine setzte am Rand der Piste auf, dann ist sie bis ans Ende der Landebahn gerutscht.“ Für die Flugreisenden habe es keine sonderlichen Probleme gegeben.

Augenzeugen an Bord lobten die Leistung des Piloten: „Wir sind etwas hart gelandet, aber es ist alles gut verlaufen“, sagten zwei Jugendliche aus Rom, „sie haben uns gesagt, dass ein Triebwerk von einem Vogelschwarm getroffen worden ist“. Der Flughafen Ciampino wurde für den gesamten Tag gesperrt. Techniker untersuchten das Flugzeug auf Schäden. Nach ersten Angaben von Ryanair wurde das linke Fahrwerk bei der Landung beschädigt.

Die SWR-Moderatorin Brigitte Trapp, die in dem Flugzeug saß, berichtete: „Wir befanden uns im Landeanflug, als es plötzlich einen Schlag gegeben hat.“ Es habe einige Schreie an Bord gegeben, Passagiere hätten gebetet. Nach der Landung habe Erleichterung an Bord geherrscht.

Die Reaktion des Piloten und die Sicherheitsmaßnahmen bezeichnete Trapp als gut. Jedoch sei den Passagieren nichts gesagt worden. „Wir mussten uns alles selbst zusammenreimen“, sagte Trapp dem Radiosender SWR1 Rheinland-Pfalz.