Im berühmten französischen Wallfahrtsort Lourdes hat ein Bombenalarm tausende Gläubige aufgeschreckt. Nach Angaben der Wallfahrtsstätte ging bei der Polizei die Drohung ein, dass am Sonntag gegen 15 Uhr vier Sprengsätze an den Heiligtümern explodieren sollten. Die Explosionen blieben aus, doch mussten die rund 30.000 zu Maria Himmelfahrt versammelten Pilger in Sicherheit gebracht werden.

Die Polizei suchte das Gelände am Nachmittag mit Spürhunden nach Sprengstoffen ab. Ein Sprecher der Wallfahrtsstätte sagte, die Heiligtümer würden wieder zugänglich gemacht, sobald die Sicherheit des Geländes feststehe. Viele Pilger warteten vor den Absperrgittern, einige stimmten religiöse Lieder an.

Lourdes ist einer der größten katholischen Wallfahrtsorte weltweit, weil dort die Jungfrau Maria einer Gläubigen erschienen sein und die dortige Quelle über Heilkräfte verfügen soll. Jahr für Jahr pilgern Millionen Menschen dorthin. Bereits im Oktober 2002 hatte es eine Bombendrohung gegen die heiligen Stätten gegeben, auch damals wurde das Gelände evakuiert.

AFP/sh