Extrem unterschiedlich fällt in Deutschland die Regenbilanz im Juni aus. Während es im Voralpenland schüttete wie aus Eimern, fehlt dem Osten dringend Regen.

Nach der vorläufigen Monatsbilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach sind in Berlin und Brandenburg vielerorts erst 10 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.

Im Süden Bayerns und Baden- Württembergs dagegen kamen an einigen Stationen seit Monatsbeginn schon mehr als 100 Liter je Quadratmeter zusammen. Im Schnitt beträgt das Monatssoll in Deutschland 85 Liter pro Quadratmeter.

Die Hitze in den letzten Juni-Tagen gleicht den relativ kühlen Monatsstart und einen Kälterückfall um den 22. aus. Unter dem Strich werde der Juni 2010 um etwa ein Grad wärmer ausfallen als im langjährigen Durchschnitt, sagte DWD-Sprecher Gerhard Lux.

Die „Schafskälte“ brachte in der Nacht zum 22. vielen Regionen einstellige Temperaturwerte, in Fulda beispielsweise zeigte das Thermometer nur 1,8 Grad an.

Die Sonnenscheinbilanz fällt überdurchschnittlich aus. Im Mittel schien die Sonne an den ersten 25 Juni-Tagen 250 Stunden lang, normal für den ganzen Monat sind 200 Stunden. Der Osten verzeichnete regional noch höhere Werte, sagte Lux.

dpa/lk