"Germany's Next Topmodel"

Die nackten Tatsachen über Heidi Klums Mädels

Letztes Jahr gab es wenigstens Gina-"Zack die Bohne"-Lisa, "Bobbes" und Giseles Heulkrämpfe zu sehen, in diesem Jahr glänzt Heidi Klums Show "Germany’s Next Topmodel" nur durch gähnende Langeweile. Die Mädchen sehen alle aus wie Autoscooter-Schönheiten von der Wiesn und benehmen sich auch so. Und Heidi nervt.

Die Einschaltquoten sind bombastisch. Gestern schauten 25,1 Prozent der 14- bis 49-jährigen Fernseher die öffentliche Hinrichtung von – bisweilen – minderjährigen Mädchen durch Heidi Klum.

"Du hast ein sehr schönes Gesicht, aber Du hast einfach keine Ausstrahlung", musste sich etwa die 16-jährige Tamara anhören, die für "Germany’s Next Topmodel" (GNTM) und Heidis Jury-Mitglieder Rolf Scheider und Peyman Amin extra ihre langen Haare geopfert und sich einen kessen rot-braunen Kurzhaarschnitt zugelegt hat. Genützt hat es nichts. Aber wer sich diesem Zirkus aussetzt, darf sich auch nicht beklagen.


Tamara war die erste, die gestern Abend gehen musste. "Es ist alles so unwirklich und jetzt muss ich auch noch zurück ins kalte Deutschland fliegen“, schluchzte die erschöpfte Teenagerin in die Kamera von Pro Sieben. Ähnlich ging es auch der 19-jährigen Aline. Auch sie musste die Show verlassen und vergoss bittere Tränen. Kein schönes Bild eigentlich.


Ein schöneres lieferten aber außer Tamara und Aline gestern alle anderen zehn Topmodel-Anwärterinnen der Staffel ab, denn schließlich ging es um nackte Tatsachen.

Eine Art Miss-Wet-T-Shirt-Wettbewerb, ohne T-Shirt aber dafür im knappen Bikini und mit viel künstlichem Regen war nämlich als "Challenge" bei GNTM angesagt. Und so kam es wie es kommen musste: Die Mädels heulten sich allesamt vor der Kamera die Seele aus dem Leib, weil es so kalt und nass war. Für Topmodel-Voyeuristen allerdings war die Sendung eine Wonne.


Zwölf hübschen Mädels bei Aktaufnahmen im Regen zuzuschauen lässt niemanden – außer den Betroffenen – kalt: Auf allen Vieren räkelten sich die Klum-Jüngerinnen vor der Kamera, um das zu produzieren, wovon Männer am Donnerstagabend träumen – einen Kneipenabend mit ihren besten Freunden, während die eigene Partnerin zuhause Heidis Show anschaut.


Heidi selbst steht bei all dem natürlich unbeteiligt daneben und weidet sich sichtlich am Ungeschick ihrer Küken, um ihnen hinterher jeden Fauxpas in der großen Abrechnung aufzutischen. Einen "Welpenschutz", so versichert eine Stimme aus dem Off, gibt es bei GNTM nämlich nicht.


Das hört sich dann bei Heidi Klum etwa so an: "Wir haben große Hoffnungen in Dich gesetzt. Du hast sie nicht erfüllt. Ich habe leider kein Foto für Dich."


Ein Foto für Heidis Mädels hat unterdessen jedoch die "Bild"-Zeitung geschossen. Sie hat am Flughafen von Los Angeles die fünf Finalistinnen der Staffel heimlich fotografiert und das Bild mit dem beruhigenden Hinweis veröffentlicht – "Mittwochvormittag, 11.50 Uhr. Hier heben gleich Heidis schöne Topmodels Richtung Singapur ab. Es sind die FÜNF letzten Kandidatinnen!" (Und zwar: Marie, Mandy, Jessica, Maria und Sara)


Damit ist der Spannungsbogen der Staffel, der in diesem Jahr ohnehin nicht sehr hoch war, endgültig raus. Bleibt nur zu hoffen, dass Boris Entrup, der Make-up-Artist der Topmodel-Staffel, Heidis Zornesfalten überschminken kann. Ihren ästhetischen Sadismus wird er indessen nicht verdecken können.

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