Wiener Opernball

Als Dita sich auf dem Klo einschloss

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So hatte sich Stargast Dita von Teese den Opernball nicht vorgestellt. Umringt von Fotografen in den engen und stickigen Fluren der Oper, flüchtete die Edel-Stripperin auf ein stilles Örtchen und forderte Polizeischutz. Schauspieler Tobias Moretti konnte die ganze Aufregung nicht verstehen. In einem Fernsehinterview hielt er die von Teese für einen Mann.

Der Medienansturm auf dem Wiener Opernball hat Stargast Dita von Teese überwältigt: Die Strippern flüchtete vor den Kameraleuten auf die Toilette und weigerte sich, ohne Polizeischutz herauszukommen. Schließlich sprang ihr Gastgeber, der österreichische Baulöwe Richard „Mörtl“ Lugner ein und drängte die Fotografen zurück. Dabei war die Stripperin keinesfalls die einzige Prominente auf dem Ball. Ebenfalls zu Gast waren Schauspielerin Teri Hatcher und die Exfrau von Mick Jagger, Bianca.

Zu Beginn der Feier am Donnerstagabend zeigte sich Von Teese noch begeistert. „Es ist wirklich eine großartige Party. Ich finde es fabulös“, sagte sie. Sie besuche zwar auch in ihrer Heimat viele Partys, die zum Teil unter dem selben Motto wie der Opernball stehen, das Fest im Sangeshaus sei allerdings ein „Original“. „Es ist wunderschön österreichisch-traditionell“, erklärte die Ex-Frau von Schockrocker Marilyn Manson.


Befürchtungen, die Stripperin könnte am Abend zu viel zeigen, bewahrheiteten sich nicht: Von Teese präsentierte sich auf dem roten Teppich in einer eleganten, hellgrauen Robe. Sie trug wie stets hellen Gesichtspuder und leuchtend rote Lippen. Nach dem Zwischenfall mit den Fotografen zog sich Von Teese in ihre Loge zurück und wollte keine Interviews mehr geben. Um 00.15 Uhr verließ sie schließlich das Fest.


Die neue Opernball-Chefin Desiree Treichl-Strügkhs hatte dem Fest behutsam kleine Änderungen verordnet, um die Veranstaltung ins 21. Jahrhundert zu führen. Die Eröffnung war im Hinblick auf die bevorstehende Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz regiert von „König Fußball“. Star-Tenor und Fußballfanatiker Jose Carreras brillierte mit den neapolitanischen Liedern „Passione“ und „Vurria“ von Furio Rendine. Davor traten die Tänzer mit einem eigens für das Fest kreierten „Fußballett“ auf, wo sie – manche mit Ball am Kopf – in einem Match spielerisch gegeneinander antraten. Einen Auftritt dabei hatten auch die früheren österreichischen Nationalspieler Andreas Herzog und Herbert Prohaska.

Und man verließ sich in diesem Jahr nicht auf Baulöwe Lugner allein, um internationale Prominenz anzulocken. „Mörtl“ hatte sogar Mühe, mit seinem Gast mit Teri Hatcher und der ehemaligen Frau von Mick Jagger, Bianca, mitzuhalten.

Als „gelungen“ bezeichneten Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer den diesjährigen Opernball und seine Neuerungen. „Ich glaube, die Änderung ist gut überlegt und sie passt gut zu 2008“, sagte Fischer. „Ich gratuliere.“ Besonders gefallen habe ihm die Buntheit und Fantasie der Veranstaltung.

Franz Beckenbauer und Otto Rehhagel begeistert

Begeistert waren auch die Fußballgäste, darunter der „Kaiser“ des runden Leders, Franz Beckenbauer und Otto Rehhagel als Trainer des griechischen Titelverteidigers bei der Europameisterschaft. Ihnen allen habe der Opernball „absolut“ gefallen, sagte Gusenbauer.

Der Überraschungsgast des Abends war wohl Teri Hatcher. Wie erst einen Tag zuvor bekannt wurde, kam die US-Schauspielerin der Serie „Desperate Housewives“ auf Einladung des Unternehmens Superfund mit ihrer Tochter zum Ball. „Ich bin mit einer Gruppe von Freunden hier“, sagte die Schauspielerin, die ein braunes, schulterfreies Kleid trug.

Für Christina Lugner war der 52. Opernball der erste nicht an der Seite von ihrem Ex-Mann Richard. Trübsal blies die wenig charmant als „Alt-Mausi“ titulierte Lugner allerdings nicht – ganz im Gegenteil. „Das ist mein erster Opernball in Freiheit. Endlich kann ich tun und lassen, was ich will“, schwärmte sie.

( AP/cor )

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