Wiener Opernball

Sheridan hat Angst auf dem Roten Teppich

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Viele hatten beim Wiener Opernball abgesagt, da fiel sie besonders auf: Nicollette Sheridan von den "Desperate Housewives". Außer ihr kam nur wenig ausländische Prominenz zum Ball der Bälle. Der Ehrengast wurde deswegen so bedrängt, dass Sheridan um ihr Kleid fürchtete und am liebsten umgekehrt wäre.

Mit einem bunten Strauß aus Musik von Josef Haydn und Giuseppe Verdi ist am Donnerstagabend der 53. Wiener Opernball eröffnet worden.

Wie schon im Vorjahr haben sich sich wieder über 5000 zahlende Gäste im berühmten Opernhaus am Wiener Ring zu Österreichs bedeutendstem gesellschaftlichen Ereignis versammelt. Zu dem „Ball der Bälle“ hatten sich im Vorfeld nur wenige Prominente aus dem Ausland angesagt. Wegen der weltweiten Finanzkrise haben in diesem Jahr außerdem zahlreiche Repräsentanten der österreichischen und europäischen Hochfinanz abgesagt.


Die größte Aufmerksamkeit erregte deshalb am Abend die in den USA lebende Filmschauspielerin Nicollette Sheridan. Das „Desperate Housewife“ aus der gleichnamigen US-TV-Serie wurde nach ihrer späten Ankunft auf dem Roten Teppich von österreichischen Fotografen fast erdrückt.


Der Ehrengast wurde von den Fotografen so sehr bedrängt, dass sie um ihr Kleid fürchtete und mehrfach umzudrehen versuchte. „My dress, my dress!“, stöhnte sie in Angst um ihr beigefarbenes Designerkleid.Zum „Alles Walzer“ saß sie dann entspannt in der Lugner-Loge und wippte beschwingt zu den Strauß'schen Klängen.

Die Eröffnung des Balls wurde völlig neu konzipiert: Der Choreograph ließ die 160 Paare in ihre Tanzeinlage mehrere komplizierte Figuren einflechten und bot den Zuschauern damit einen spektakulären Anblick.

Unter den Debütanten war mit Arturo Swarowski in diesem Jahr auch ein Sproß aus der gleichnamigen Kristall-Dynastie. „Ich bin sehr stolz, es ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagte seine Mutter Fiona Swarovski, die mit ihrem Mann, dem österreichischen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, an dem Event teilnahm. Den musikalischen roten Faden bildeten beim diesjährigen Opernball Kompositionen von Josef Haydn, dessen 200. Todestag in dieses Jahr fällt.

Die Hälfte der österreichischen Bundesminister waren in diesem Jahr dem Staatsball ferngeblieben. Wegen des neuen österreichischen Anti-Korruptionsgesetzes hatten außerdem viele Gäste aus der österreichischen Industrie ihre Karten zurückgegeben. Dennoch war auch der 53. Opernball auch in diesem Jahr wieder ausverkauft.

( dpa/Reuters/ab )

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