Drei junge Italiener sind nach einem Brandanschlag auf einen indischen Obdachlosen in Nettuno bei Rom wegen versuchten Mordes verhaftet worden. Italienischen Tageszeitungen zufolge trug das 35-jährige Opfer schwere Brandverletzungen davon. Die drei Täter im Alter von 16, 19 und 18 Jahren gaben an, sie hätten unter Einfluss von Alkohol und Marihuana aus Langeweile gehandelt.
Die drei jungen Männer hatten dem auf einer Bank am Bahnhof des Strandbads schlafenden Obdachlosen nach eigenen Angaben zunächst Farbe ins Gesicht gesprüht, um ihn zu blenden. Anschließend übergossen sie ihn mit Benzin und zündeten ihn an. Der arbeitslose Maurergehilfe war wenige Tage zuvor von seinem Quartier am römischen Hauptbahnhof Termini nach Nettuno gewechselt, um Polizeikontrollen zu entgehen.
Die Mitte-Links-Opposition bezichtigte die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, mit ausländerfeindlichen Parolen zu rassistischen Übergriffen zu ermutigen. Vertreter der Regierungsmehrheit machten mangelnde Werte für eine Zunahme von Gewalttaten gegen Ausländer verantwortlich.
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