15.000 Fässer zerstört

Großbrand im Lager der Gilden-Brauerei in Köln

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In der Kölner Gilden-Brauerei hat es so stark gebrannt, dass die Feuerwehr mit 36 Fahrzeugen und 100 Leuten ausrücken musste. Nach einer guten Stunde war der Brand gelöscht. Verletzt wurde zwar niemand, über Köln hing jedoch eine schwarze Rauchwolke. Augenzeugen berichten von einem regelrechten Inferno.

Augenzeugen meldeten der Polizei meterhohe Flammen und beschrieben die Situation als wahres "Inferno", schreibt der Kölner "Express" im Internet. Das Gebiet sei während des Einsatzes großräumig abgesperrt worden. "Als unsere Einsatzkräfte vor Ort ankamen war es brandgefährlich. Weil die Kölschfässer explodierten und Trümmer herumflogen, waren die Kollegen in hoher Gefahr", sagte Feuerwehrchef Stephan Neuhoff dem "Express".

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers sind zudem Fensterscheiben an benachbarten Gebäuden geplatzt und etwa 30 geparkte Autos beschädigt worden. Die Höhe des Gesamtschadens war zunächst unklar. Allerdings wurden insgeamt 10.000 bis 15.000 Bierfässer zerstört.

Ausgelöst wurde der Brand möglicherweise durch einen Mitarbeiter, der mit einer offenen Flamme gearbeitet hatte. offenbar hatten zunächst mehrere Paletten in dem Lager Feuer gefangen. Nachdem die ersten kunststoffummantelten Fässer in Brand geraten waren, wurde Großalarm ausgelöst. Die Polizei Köln ermittelt nunmehr gegen Mitarbeiter der Brauerei wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Über dem Gelände stand eine weithin sichtbare Rauchsäule. Die Bevölkerung wurde gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Feuerwehr stellte nach Angaben eines Sprechers keine Schadstoffe in der Luft fest.