Somalische Piraten haben nach Angaben einer regionalen Organisation im Golf von Aden ein weiteres Schiff gekapert. Die Seeräuber hätten den jemenitischen Frachter „Amani“ in ihre Gewalt gebracht, teilte der Koordinator der regierungsunabhängigen Organisation East African Seafarer's Asisstance Programme in Nairobi mit. Was das Schiff geladen hat, ist noch unbekannt.

Die Piraten, die in diesem Jahr Millionen Dollar Lösegeld erpresst haben, halten derzeit etwa ein Dutzend Schiffe und mehr als 200 Seeleute fest. In der Gewalt somalischen Entführer ist unter anderem der saudiarabische Supertanker „Sirius Star“, für den die Piraten nach Angaben einer Islamistengruppe 15 Millionen Dollar Lösegeld fordern.


Kriegsschiffe mehrerer Länder kreuzen in der Region, um Piraten von Angriffen abzuhalten. Nach Angaben der Bundeswehr vereitelte die Fregatte am Sonntag Angriffe auf zwei Schiffe im Golf von Aden. Piraten hätten mit Speedbooten die Handelsschiffe „Humbodt Current“ und „Lang Sing“ angegriffen.


Die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ habe in einer Nothilfeaktion ihren Bordhubschrauber in das betreffende Seegebiet geschickt. Daraufhin hätten die Piraten die Angriffe aufgegeben und das Seegebiet verlassen.


Nach Einschätzung von US-Experten werden die Piratenüberfälle vor der Küste Somalias in nächster Zeit wohl noch zunehmen. Die Regierung des afrikanischen Landes sei zu schwach, um den Piraten Einhalt gebieten zu können, sagten die Experten auf einer Veranstaltung des Politik-Forschungsinstituts Heritage Foundation.


Zudem verhinderten Einsatz-Beschränkungen für die vor dem Horn von Afrika patrouillierenden Marine-Verbände, der Widerstand von Reedern gegen bewaffnete Sicherheitsleute an Bord ihrer Schiffe und die Bereitschaft der Reeder zu Lösegeldzahlungen eine effektive Bekämpfung der Piraten. Es wäre daher besser, die Piraten an Land zu bekämpfen. „Der Kampf wird nicht auf See ausgetragen. Der Kampf muss an Land geführt werden“, sagte Charles Dragonette vom US-Marinegeheimdienst.

Die Piraten, die in diesem Jahr Millionen Dollar Lösegeld erpresst haben, halten derzeit etwa ein Dutzend Schiffe und mehr als 200 Seeleute fest. In der Gewalt somalischen Entführer ist unter anderem der saudiarabische Supertanker „Sirius Star“, für den die Piraten nach Angaben einer Islamistengruppe 15 Millionen Dollar Lösegeld fordern.