Das kalte Winterwetter hat Norddeutschland auch weiterhin fest im Griff. Am kommenden Wochenende soll es weiter schneien, hinzukommen Sturmböen und starke Schneeverwehungen, wie Hilger Erdmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte. Während an den Küsten mit schwerem Sturm zu rechnen sei, sollen im Binnenland bis zu 25 Zentimeter Neuschnee fallen.
Schon jetzt kamen in der Nacht die ersten Vorläufer des Sturms an der Ostsee an, weshalb die Wetterexperten vorsichtshalber eine Unwetterwarnung herausgaben. Sie befürchten starke Schneeverwehungen auf den Inseln Rügen und Hiddensee. Grund sei merklich auffrischender Nordostwind, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Am Kap Arkona waren 29 Zentimeter Neuschnee gefallen. Im Tagesverlauf sollte der Schneefall noch zunehmen. Für Samstag rechnen die Meteorologen an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns mit Sturm bis zu Windstärke zehn.
Der Experte vom Deutschen Wetterdienst empfahl deshalb, das Auto auf den Inseln stehen zu lassen, weil Straßen und Schienenwege unpassierbar werden könnten. Beim Winterdienst der Straßenmeisterei in Bergen auf Rügen sind am Wochenende von den 26 Kollegen 20 im Einsatz, wie Leiter Fritz Schülke sagte. Vor allem der starke Wind könne aber zum Problem werden. „Der Schnee ist pulvrig, damit kann der Schnee leicht verweht werden“, sagte er.
Norddeutschland wird es am Wochenende bei dem Schneesturm wieder besonders hart treffen. Auch im südöstlichen Niedersachsen soll es zwischen 15 und 25 Zentimetern Neuschnee geben, im Oberharz möglicherweise deutlich mehr.
Die Wintersportler freuen sich allerdings darüber und auch die Tourismusorte im Harz erwarten zum Wochenende erneut zahlreiche Besucher. Die Grundlage für Wintersport ist nahezu überall optimal“, sagt Miriam Fuchs vom Tourismusverband HTV. „Die Ferien sind zwar zu Ende. Wir gehen aber davon aus, dass viele Tagesgäste kommen, zum Beispiel auch wegen des Damenweltcup-Skispringens auf dem Wurmberg“. Der Wintersportverein Braunlage als Ausrichter des Springens auf der 90-Meter-Schanze rechnet mit mehreren Tausend Zuschauern. Rund 50 Springerinnen gehen am Samstag und Sonntag an den Start
Im südlichen Mecklenburg-Vorpommern werden bis zu 15 Zentimetern erwartet. In Hamburg sollen zehn Zentimeter hinzukommen. Lediglich im nördlichen Schleswig-Holstein und im nordwestlichen Niedersachsen soll es kaum schneien. Hier kann sich sogar hin und wieder die Sonne zeigen.
Auch in Bayern und Baden-Württemberg begann es bereits am Freitagmorgen zu schneien, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Im Laufe des Tages sollte „Daisy“ in Richtung Nordwesten weiter ziehen und bis zum Samstag mancherorts für bis zu 20 Zentimeter Neuschnee sorgen.



