Die Proben der Bekannten und Nachbarn seien freiwillig, sagte ein Sprecher der Polizei Leipzig. Es handele sich bei den Speicheltests um normale Ermittlungsarbeit und nicht um einen Massengentest.
Ein solcher sei das allerletzte Mittel und bislang nicht angeordnet worden. Allerdings werde eine solche Maßnahme als allerletztes Mittel weiterhin nicht ausgeschlossen.
Zuvor hatte die Polizei bereits einen Abgleich bei vorbestraften Sexualstraftätern vorgenommen. Nun werden Personen aufgesucht, die früher Kontakt zu dem Mädchen hatten oder gehabt haben könnten. Angaben zur Zahl der genommenen Speichelproben machte die Polizei nicht.
Michelle war am 18. August 2008 nicht von den Ferienspielen im Schulhort nach Hause gekommen. Die Leiche des Mädchens wurde drei Tage später von einem Spaziergänger im Teich eines Leipziger Parks entdeckt.
Die Polizei ist bislang mehr als 1600 Hinweisen nachgegangen, hat mehr als 750 Zeugen vernommen und 4500 Spuren gesichert. „Es gibt keine heiße Spur“, betonte der Sprecher.
dpa/AP/kami




