Zwei Frauen hatten die pinkfarbene Oberbekleidung des Kindes beim Walken am Rand eines Geh- und Radweges entdeckt.
Die Schülerin hatte am Montag gegen 14 Uhr die Wohnung der Eltern verlassen, um mit einer Freundin zu spielen. Seitdem wurde die etwa 1,20 Meter große Kardelen nicht mehr gesehen. Mehrere groß angelegte Suchaktionen der Polizei am Montagabend und am Dienstag waren erfolglos geblieben.
Die jetzt gefundenen Kleidungsstücke waren am Rande einer Kreisstraße über eine Strecke von vier- bis fünfhundert Metern verteilt. Daraus schließt die Polizei, dass sie womöglich aus einem fahrenden Auto geworfen wurden. Die Spurensicherung untersuchte den Fundort, gleichzeitig durchkämmte eine Polizeihundertschaft die Umgebung auf der Suche nach weiteren Spuren. Voraussichtlich am Donnerstag sollen Taucher im Möhnesee eingesetzt werden, auch wurden Spürhunde angefordert. Die Polizei schließt ein Kapitalverbrechen nicht aus. Man ermittle weiter in alle Richtungen, hieß es.
Die Eltern hatten ihre Tochter am frühen Montagabend nach erfolgloser Suche mit Unterstützung von Nachbarn und Freunden als vermisst gemeldet. Noch in der Nacht hatte die Polizei intensive Suchmaßnahmen eingeleitet.
Am Dienstag durchkämmten Beamte einer Polizeihundertschaft intensiv Kleingärten und Parkanlagen. In die Suche wurden auch die Wohnhäuser in der Nachbarschaft einbezogen.
Polizeibeamte und Freunde der Familie verteilten über 1000 Handzettel und Suchplakate mit deutschen und türkischen Texten sowie mit dem Bild des vermissten Kindes. Dennoch hat es nach Angaben des Polizeisprechers keine Hinweise auf den Aufenthaltsort des Mädchens gegeben. Die Familie wird von Opferschutzbeauftragten der Polizei betreut. Nach einem Schwächeanfall musste der Vater am Dienstag in ein Krankenhaus gebracht werden.
DDP





