„Tagsüber gibt es Kühlschrank-, nachts sogar Gefriertruhen-Temperaturen“, sagte Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Die Temperaturen sinken auf minus zehn Grad Celsius, gebietsweise auf minus 15 Grad.
„Am Tag müssen sich die meisten in Deutschland an minus fünf Grad als Höchstwert gewöhnen, lediglich an der Küste kann es etwas wärmer werden“, kündigte er an. Erst Richtung Wochenende deute sich eine Milderung an. In den nächsten Tagen werde es den Meteorologen zufolge kaum noch schneien, dafür sorgt Hoch „Angelika“ für polare Kälte.
Der Wetterdienst meteomedia sagt sogar noch tiefere Temperaturen voraus: „Mit Tiefstwerten bis zu minus 20 Grad wird die Mitte Deutschlands in den kommenden Nächten zum europäischen Kältepol“, sagte Fabienne Muriset.
Vor allem die Berliner müssen sich in der Nacht zu Dienstag warm anziehen. Der Hauptstadt stehe die bisher kälteste Nacht dieses Winters bevor, sagte Marcus Bolljahn vom privaten Wetterdienst MeteoGroup Deutschland. Arktische Luft aus Westsibirien sorge für Tiefstwerte von bis zu minus 20 Grad Celsius. Es werde die kälteste Nacht seit drei Jahren, betonte der Wetterexperte.
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) ist für das Winterwetter gewappnet. Bei diesen Frostgraden werde zur Not an Kreuzungen und auf Hauptverkehrsstraßen Auftaumittel verwendet, sagte BSR-Sprecher Bernd Müller.
Rund 2000 Mitarbeiter seien mit 450 Fahrzeugen unterwegs. Immerhin seien 4000 Kilometer Hauptverkehrsstraßen vom Schnee zu befreien. Stellenweise seien in der Nacht zu Montag bis zu 20 Zentimeter Neuschnee gefallen. Derzeit würden noch Nebenstraßen geräumt.
Auch am Dienstag erwartet die Berliner nach Angaben des Meteorologen tagsüber eine „klirrende Kälte“ von bis zu minus acht Grad. Es bleibe jedoch sehr sonnig mit insgesamt sechs Sonnenstunden, fügte der Wetterexperte hinzu. In der Nacht werde es wieder sehr kalt, die Temperaturen sinken auf bis zu minus 18 Grad.
Am Mittwoch muss den Angaben zufolge mit erneuten Schneefällen und Straßenglätte gerechnet werden. Die Temperaturen würden im Dauerfrostbereich bleiben, jedoch auf minus zwei bis minus zehn Grad ansteigen, betonte der Experte. Ab Freitag sorge der Einfluss milderer Nordseeluft in der Region für einen Anstieg der Temperaturen um den Gefrierpunkt.
AP/dpa/kami




