Die Party hatte im Haus der ehemaligen Schwiegereltern des Täters stattgefunden. Die Ehe war nach knapp einjähriger Dauer erst in der vergangenen Woche geschieden worden. Stunden nach der Tat fand die Polizei seine Leiche in dem Haus seines Bruders. Er hatte offensichtlich Selbstmord begangen.

Als Motiv vermutete die Polizei persönliche Probleme des Mannes: Er sei kürzlich geschieden worden, außerdem habe er seinen Arbeitsplatz verloren. Nach einer ersten Rekonstruktion der Tat klopfte der Mann eine halbe Stunde vor Mitternacht an der Haustür. Einem achtjährigen Mädchen, das ihm öffnete, habe er mit seiner halbautomatischen Waffe ohne Zögern ins Gesicht geschossen. Das Mädchen überlebte die Tat schwer verletzt.

Danach stürmte der Täter in das zweistöckige Haus, das in einer Sackgasse der kleinen Siedlung Covina liegt, rund 40 Kilometer östlich von Los Angeles. Er soll wahllos auf die Gäste geschossen haben.

Eine junge Frau überlebte mit Schusswunden, eine andere brach sich den Knöchel, als sie sich mit einem Sprung aus einem Fenster rettete.

Nach dem Verbrechen habe der Täter seine Weihnachtsmannkleider abgestreift und sei „in Zivil" geflüchtet. Als die Polizei kurz vor Mitternacht den Tatort erreichte, hatten die Flammen das Haus bereits weitgehend zerstört. Erst nachdem die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte, habe man die Leichen entdeckt.

dpa/AP/str/omi