Ursache waren überwiegend Störungen des elektrischen Bordnetzes oder der angeschlossenen Elektrogeräte. Die meisten Busbrände (76 Prozent) entstehen allerdings im Motorraum. Relativ selten sind Busbrände durch Kollisionen mit anderen Fahrzeugen. Die größte Gefahr für Fahrgäste und Fahrer geht bei einem Busbrand von der Ausbreitung giftiger Rauchgase aus.
Entsteht der Brand im Fahrgastraum, kann sich der Rauch sehr schnell ausbreiten und setzt so die Passagiere unmittelbar dem Brand sowie den toxischen Gasen aus. Wie aus den vor drei Jahren veröffentlichten Dekra-Versuchen hervorgeht, kann es bereits nach kurzer Branddauer bei den Fahrgästen zu Reizungen der Atemwege kommen.
Schwierig ist auch die Bergung der Verunglückten: Sichtbehinderungen durch Rauch und eventuell einsetzende Panikreaktionen der Betroffenen erschweren die Evakuierung zusätzlich. Auch werden Verletzungen der Passagiere durch deren Fehlverhalten begünstigt, heißt es in dem Bericht. Die Unfallforscher stellten weiter fest, dass manche Busfahrer im Umgang mit Feuerlöschern nur unzureichend geschult sind. Die Unfallforscher schlugen vor, die geltenden Vorschriften zur Brandschutzprüfung in Reisebussen an aktuelle Normen wie beispielsweise dem Eisenbahnwesen anzupassen.
In einem Maßnahmenkatalog schlugen die Experten unter anderem vor, die Fahrgäste mit Sicherheits-Informationskarten in leicht verständlicher Form über Notausstiege, Feuerlöscher, Sicherheitsgurte und Rauchverbote zu informieren.
Die Dekra ist eine international ausgerichtete Sachverständigen-Organisation, die sich für Sicherheit und Qualität im Umgang mit Technik, Umwelt und Mobilität engagiert.
dpa



