Notlandung

Erneuter Zwischenfall mit Qantas-Flugzeug

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Wieder musste ein Qantas-Flug vorsichtshalber abgebrochen werden – nur drei Tage nach der Notlandung einer Maschine der in Manila. Kurz nach dem Start auf dem Flughafen von Adelaide kehrte die Maschine wieder um. Passagiere berichten von einer Tür, die sich während des Fluges geöffnet haben soll. Die Fluggesellschaft wiegelt ab.

Die Zeitung „Herald Sun" berichtete unter Berufung auf Passagiere, mitten im Flug habe sich die Tür des Flugzeugs geöffnet. Dagegen sagten Vertreter der Fluggesellschaft, dass sich während des Fluges 692 die Klappe des Fahrwerks nicht richtig geschlossen gewesen sei. „Es bestand zu keinem Zeitpunkt ein Sicherheitsrisiko", sagte die Sprecherin. Die Passagiere wurden auf andere Flüge verteilt.

Trotzdem müssen sich dramatische Szenen in der Maschine abgespielt haben: "Im Flugzeug herrschte das absolute Chaos", berichtet Passagier Gunter Kubler aus Südafrika der Zeitung "The Daily Telegraph". "Anschließend wollten sie uns ein anderes Flugzeug geben, aber ich traue denen nicht mehr, ich nehme den Bus oder den Zug nach Melbourne." Andere Passagiere berichten von Panik, die an Bord ausgebrochen sei, nachdem der Pilot die Fluggäste über die Probleme informiert habe.


Die Maschine war dem Bericht zufolge um 18.08 Uhr von Adelaide in Richtung Melbourne gestartet und kehrte nach 37 Minuten sicher an ihren Ausgangspunkt zurück. David Cox, der Chef von "Qantas Engineering" betonte, dass das Flugzeug zu keiner Zeit in Gefahr und dass die Landung Teil der Standardprozedur gewesen sei.

Die australische Behörde für Flugsicherheit untersucht den Fall bereits: Ihr Sprecher Peter Gibson sagte, die Räder des Flugzeugs seien zwar hochgefahren, aber die Tür habe sich nicht geschlossen. Die Boeing habe ihren Flug wegen der Fehlfunktion nicht fortsetzen können, weil dies Folgen für die Aerodynamik gehabt hätte. Vor allem für den Piloten wäre es bei einer Fortsetzung des Fluges, schwieriger geworden zu fliegen.


Erst am Freitag hatte eine Boeing 747-400 derselben Fluggesellschaft in der philippinischen Hauptstadt Manila notlanden müssen, nachdem in fast 9000 Meter Höhe ein drei Meter breites Loch in den Rumpf des Flugzeugs gerissen war. Laut den Experten der australischen Verkehrssicherheitsbehörde verursachte vermutlich eine explodierte Sauerstoffflasche das Loch.


Die aus London kommende Maschine war nach einem Zwischenstopp in Hongkong auf dem Weg nach Melbourne gewesen. Das Flugzeug wurde 6000 Meter in die Tiefe gezogen, bevor es in Manila landen konnte. Die 365 Passagiere kamen mit dem Schrecken davon.

( dpa/ap/kami )