Die U19 von Union Berlin hat sich mit einer Niederlage aus der Youth League verabschiedet. Die Mannschaft von Trainer Marco Grote unterlag Real Madrid mit 0:2 (0:1), zeigte dabei aber eine tolle kämpferische Leistung. Die Rekordkulisse von 20.744 Zuschauern, meist Schülerinnen und Schüler, feuerte Unions Talente in der Alten Försterei an. Kinder bis zwölf Jahre hatten freien Eintritt.

Insgesamt zog sich der Nachwuchs des Fußball-Bundesligisten sehr achtbar aus der Affäre. Gegen die SSC Neapel gab es am dritten Spieltag mit 4:1 einen spektakulären Sieg. In Madrid schlug sich Union gut (1:2), ebenso in Neapel und in Braga (jeweils 0:1). Nur im Heimspiel gegen die Portugiesen (1:4) war Unions U19 chancenlos.

Coach Grote freut sich über die Entwicklung seiner Spieler

„Die Profis haben uns die Teilnahme an der Youth League geschenkt, insofern war nicht zu erwarten, dass wir wahnsinnig viele Spiele gewinnen. Aber was wir tatsächlich mitnehmen können, ist eine Entwicklung“, sagte Coach Grote. Noch am ersten Spieltag in Madrid „haben wir zwar extrem bissig verteidigt, mussten aber die ganze Zeit auch hinterherrennen. Heute konnten wir Real teilweise Paroli bieten. Das nehme ich absolut positiv mit. Ähnlich war es auch gegen Braga.“

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Vor allem, so Grote, hätten seine Spieler in den sechs Partien in puncto „Behauptung, Cleverness und inhaltliche Überzeugung“ einen großen Schritt nach vorn gemacht: „Dass du auch mit Blick auf die große Kulisse Vertrauen in dich selber und deine Mitspieler bekommst. Das war in vielen Spielzügen zu sehen.“

Union Berlin vergibt große Chancen zum Ausgleich

Beim Youth-League-Abschluss gegen Real geriet Union schnell in Rückstand, Iker Bravo traf für Madrid schon in der dritten Minute. Die Köpenicker hielten mit Leidenschaft dagegen, doch in der Folgezeit war es vor allem Torhüter Yannic Stein, der Union im Spiel hielt. Der Jung-Profi musste gleich viermal in allerhöchster Not seine Qualitäten zeigen. Erst mit dem eingewechselten Timon Kramer kam auch Union zu Chancen (42., 45.+1).

Nach dem Seitenwechsel vergaben Levis Asanji und im direkten Nachschuss Tim Schleinitz die Riesenchance zum Ausgleich (47.). Auf der anderen Seite nutzte Madrids Bravo seine Freiheit am Elfmeterpunkt zum 0:2 (61.) – die Entscheidung am frühen Dienstagnachmittag.