Union Berlin

Bei Union halten sich noch nicht alle an die Corona-Regeln

Unions Manager Oliver Ruhnert redet dem Team vor dem Spiel bei Schalke 04 ins Gewissen. Trainer Fischer wirbt um Verständnis.

Union Berlins Max Kruse veranstaltete einen nicht ganz coronakonformen Kneipenabend.

Union Berlins Max Kruse veranstaltete einen nicht ganz coronakonformen Kneipenabend.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Max Kruse hatte sich einen entspannten Abend gemacht. Shisha-Bar, ein bisschen Glückspiel und nette Gesellschaft – das alles hübsch präsentiert bei Instagram. In Zeiten von steigenden Infektionszahlen und strengeren Kontaktbeschränkungen nicht die allerbeste Idee. Zumal der Stürmer am Sonntag mit dem 1. FC Union zum Duell beim FC Schalke 04 (18 Uhr, Sky) antritt.

Ob es nun Kruses laxer Umgang mit den Corona-Regeln war oder die allgemeine Verschärfung der Lage - die Deutsche Fußball Liga (DFL) sah sich vor dem vierten Spieltag der Bundesliga noch einmal genötigt, den Klubs ins Gewissen zu reden. „Oliver Ruhnert (Geschäftsführer Profifußball, Anm. d. Red) hat zu der Mannschaft, zum Staff gesprochen, dass wir uns wirklich an die Regeln halten müssen“, erklärte Unions Trainer Urs Fischer am Freitag, „dass wir dem Pandemie-Level gerecht werden. Er war da sehr deutlich in seiner Wortwahl.“

Anthony Ujah und Nico Schlotterbeck fehlen Union Berlin

300 Zuschauer sind am Sonntag erlaubt, wenn die Köpenicker in Gelsenkirchen antreten. Für die krisengebeutelten Schalker, die seit 19 Spielen nicht mehr gewonnen haben und mit Manuel Baum jüngst einen neuen Trainer holten, in dieser Saison eine Rekordkulisse. Bislang musste die Veltins-Arena immer leer bleiben. Die finale Entscheidung, ob dann tatsächlich Fans zugelassen werden, fällt aber erst kurzfristig – unter Berücksichtigung der Corona-Entwicklung.

Ein Umstand, der nicht neu ist. Unsicherheit ist in dieser Saison ein ständiger Begleiter. „Es gilt, bestmöglich mit der Situation umzugehen“, sagte Union-Coach Fischer. „Es ist nur unheimlich schwierig, alles im Kopf zu haben.“ Der Schweizer warb um Verständnis, dass es da auch mal zu kleineren Verfehlungen kommen kann. Zumal die DFL bei ihren Corona-Maßnahmen noch einmal nachgesteuert, beispielsweise die Maskenpflicht in Mannschaftsbussen verschärft hat.

In all dem Regel-Chaos soll aber der Blick für das Sportliche nicht verloren gehen. Union kann mit einem Erfolg auf Schalke den zweiten Sieg in Folge holen und schon früh in der Saison ein wenig Abstand zum Tabellenkeller schaffen. „Es sind viele Dinge, die wir gut machen müssen, um Punkte aus Gelsenkirchen mitzunehmen“, weiß Fischer, der auf Anthony Ujah und Nico Schlotterbeck verzichten muss. Christian Gentner könnte wieder eine Option sein. Aufschluss darüber soll das Abschlusstraining am Sonnabend geben.

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