Kommentar

Union ist Berlins Nummer eins – völlig zurecht

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Michael Färber
Die Profis des 1. FC Union sind Berlins Mannschaft des Jahres 2019.

Die Profis des 1. FC Union sind Berlins Mannschaft des Jahres 2019.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Union ist Berlins Mannschaft das Jahres 2019. Und das hat nicht nur mit dem Aufstieg in die Bundesliga zu tun, meint Michael Färber.

Diese Ovationen hat sich Union Berlin absolut verdient. Ja, auch jenen Applaus der Fans in Paderborn, die den fünften Auswärtspunkt ihrer Mannschaft in der Fußball-Bundesliga gefeiert haben. Auch wenn sich die Mannschaft von Trainer Urs Fischer einige Nachlässigkeiten im Duell der Aufsteiger erlaubt hat.

Ich meine vor allem die Ehrung zur Berliner Mannschaft des Jahres. Und auch die Ehrung für Urs Fischer zum Berliner Trainer des Jahres. Zwei Auszeichnungen, die sich die Köpenicker verdient haben, nicht nur wegen des Ende Mai endlich erfüllten Traums: den Sprung in die Bundesliga.

Union Berlin tut der Hauptstadt gut

Union im Oberhaus – das tut dem Verein gut. Das tut auch der Hauptstadt gut. Ein knappes halbes Jahr hat gereicht, um jeden zu bestätigen, der schon immer gesagt hat, dass Berlin zwei Fußball-Erstligisten vertragen kann. Erst recht, da sie sich im Falle des 1. FC Union und Hertha BSC doch durchaus voneinander unterscheiden.

Union hat sich den Platz als Berlins Nummer eins durch die solide Entwicklung auf und neben dem Rasen erarbeitet. Über Jahre haben sich die Köpenicker zu einem Verein gemausert, der sich nicht nur im deutschen Profifußball etabliert hat, sondern Schritt für Schritt auch höhere Weihen für sich beanspruchen durfte.

Was den Sport betrifft, so ist der Aufschwung der vergangenen eineinhalb Jahre untrennbar mit Urs Fischer verbunden. Unaufgeregt, aber doch zielstrebig hatte er am Unternehmen Aufstieg gearbeitet. Gleiches tut er nun auch für das Ziel Klassenerhalt. Es kommt nicht von ungefähr, wenn Profis wie Anthony Ujah dem Schweizer die Rolle des „Vaters“ der Mannschaft zuschanzen.

Union Berlin hat einen Vorteil

Vergessen werden sollte dabei allerdings nicht: Union ist in der liebsten Sportart der Deutschen unterwegs. Das schafft automatisch eine viel höhere Aufmerksamkeit.

Die Volleyballer der BR Volleys oder die Wasserballer der Wasserfreunde Spandau 04 sind zum Beispiel mit ihren deutschen Meisterschaften – noch dazu nicht ihren ersten – ohne Zweifel erfolgreicher gewesen. Sie hätten die Wahl zur Mannschaft des Jahres ebenso verdient gehabt.

Das Erfolgsjahr von Union Berlin schmälert dies dennoch in keiner Weise.

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