Kommentar

Union ist bereit für das Derby gegen Hertha

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Michael Färber

Aufsteiger Union hat nicht nur im Pokal in Freiburg gezeigt, dass er bereit ist für sein erstes Bundesliga-Derby, meint Michael Färber.

Die Reise mit Urs Fischer geht für den 1. FC Union also weiter. Weil es den Köpenickern unter ihrem Schweizer Trainer wieder gelungen ist, mit einer fast schon lieb gewonnenen Tradition zu brechen: Wenn es um das Überwintern im DFB-Pokal ging, war Union schon lange ausgeschieden, oft bereits sogar in der ersten Runde.

Mit dem Sieg in Freiburg endete eine 19 Jahre lange Durststrecke. Erstmals seit jenem Lauf des damaligen Regionalligisten aus Köpenick, der erst im Finale gegen Schalke 04 sein Ende fand, kann sich Union auf ein Pokalspiel nach der Winterpause freuen. Ganz zu schweigen von den 702.000 Euro, die der Sprung ins Achtelfinale in die Klubkasse spült.

Der erfolgreiche Dienstagabend im Breisgau hat zusammen mit dem Auftritt beim FC Bayern am vergangenen Sonnabend vor allem aber eines gezeigt: Union ist bereit für das Derby gegen Hertha BSC.

Union mit Selbstvertrauen und Flexibilität

Das Fischer-Team hat mit dem erstmaligen Sprung in ein Pokal-Achtelfinale seit sechs Jahren ordentlich Selbstvertrauen tanken können. Selbstvertrauen gibt Sicherheit für die eigenen Aktionen, und die wird im brisanten ersten Bundesliga-Derby beider Klubs auch nötig sein.

Zur gestiegenen Selbstsicherheit gesellt sich eine taktische Flexibilität, die es in der vergangenen Zweitliga-Saison noch nicht gegeben hat. Die bewährte Viererkette in der Abwehr mit drei zentralen Mittelfeldspielern hat den Bayern das Leben enorm schwer gemacht. Die neue Dreier- bzw- Fünferkette in der Abwehr, um die Außenbahnen zu verstärken, bekamen nun vor allem die Freiburger zu spüren, erst in der Bundesliga, und nun zehn Tage später auch im DFB-Pokal.

Trainer Fischer hat vier Monate benötigt, um seine Profis in beiden Systemen fit zu machen. Gerade rechtzeitig also für das erste Duell um die Stadtmeisterschaft.

Union hat einen Tag länger Pause

Schließlich macht es sich bezahlt, dass Union über einen so großen Kader verfügt. Gleich sechs Profis, die gegen die Bayern die Beinahe-Sensation geschafft haben, durften sich für das Duell gegen Hertha schonen.

Und jenen, die am Dienstagabend in Freiburg gespielt haben, hilft der eine Tag mehr Pause gegenüber dem Lokalrivalen, der erst am Mittwochabend sein Pokalspiel gegen Dresden bestreitet.

Beste Voraussetzungen also für Union, seinen Fans ein packendes Derby zu bieten.

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