Bundesliga

Unions Gikiewicz freut sich auf „großes europäisches Derby“

Union-Torwart Gikiewicz freut sich schon auf die Derbys gegen Hertha. Doch erst will er sich im Nationalteam beweisen. Nicht nur er.

Unions Torwart Rafal Gikiewicz hat den Ball fest im Griff.

Unions Torwart Rafal Gikiewicz hat den Ball fest im Griff.

Foto: EIBNER/Michael Weber / picture alliance / Eibner-Pressefoto

Berlin. Der Großteil der Profis des 1. FC Union genießt den Urlaub nach dem Aufstieg in die Bundesliga. Aber auf drei Spieler der Köpenicker wartet noch eine Saison-Nachspielzeit in ihren Nationalteams.

So darf sich Sebastian Andersson erneut auf Einsätze für Schweden freuen. Der Stürmer (bislang fünf Länderspiele/zwei Tore) wurde für die EM-Qualifikationsspiele am Freitag gegen Malta und am Pfingstmontag in Spanien nominiert. Auch Christopher Trimmel (drei Länderspiele) steht für die Partien der Österreicher gegen Slowenien (Freitag) und in Nordmazedonien (Pfingstsonntag) auf Abruf bereit.

Unions Trimmel lobt Herthas Lazaro

„Ich bin aber keiner, der jetzt etwas einfordert“, sagte Unions Kapitän: „Speziell auf meiner Position gibt es jüngere Spieler, die guten Fußball spielen, Valentin Lazaro von Hertha zum Beispiel oder Stefan Lainer aus Salzburg. Ich gratuliere den Jungs, dass sie schon in jungen Jahren so tolle Leistungen bringen. Aber es ist schon super, auf Abruf zu stehen.“

Ein Union-Profi, der es endlich in den Kreis seines Nationalteams geschafft hat, ist Torwart Rafal Gikiewicz. 15 Mal blieb der 31-Jährige in 36 Spielen (inklusive der beiden Relegationsspiele gegen den VfB Stuttgart) ohne Gegentreffer, kassierte mit 35 Gegentoren (inklusive Relegation) zudem die wenigsten in der vergangenen Zweitliga-Saison. Nun der verdiente Lohn.

„Es ist etwas Wunderbares, ich trainiere mit den besten Spielern des Landes“, sagte Gikiewicz dem Internetportal polskatimes.pl. „Ich denke, dass jeder – nicht nur ein Fußballer – mit mir die Plätze wechseln und erleben möchte, was ich tue. Als die Familie von der Berufung erfuhr, hatte sie Tränen in den Augen. Sie weiß, wie ich darauf gewartet habe, dass dieser Traum wahr wird.“

Gikiewicz hat harte Konkurrenz

Die Polen müssen in der EM-Qualifikation am Freitag in Nordmazedonien antreten und am Pfingstsonntag gegen Israel. Mit Gikiewicz im Tor? „Jeder erwartet, dass Lukasz Fabianski im Tor stehen wird. Ich bin zufrieden mit meiner ersten Nominierung“, will der Union-Torwart keine großen Ansprüche erheben. Fabianski (West Ham United) und Wojciech Szczesny (Juventus Turin) sind Polens Stammkräfte zwischen den Pfosten.

Gikiewicz selbst will sich immer nur auf den nächsten Tag, auf das nächste Training konzentrieren, um sich für Nationaltrainer Jerzy Brzeczek zu empfehlen. Mit dieser Einstellung hat er es schon bei Union nicht nur zur Nummer eins geschafft, sondern auch als bester Zweitliga-Torwart in die Bundesliga.

Olympiastadion wird „größtenteils rot sein“

Dort freut er sich nicht zuletzt auf die Derbys gegen Hertha BSC. „In der Zweiten Liga hat es ja bereits Derbys gegeben, aber noch nicht in der Bundesliga“, sagte Gikiewicz. Zugleich erwartet er, dass das Olympiastadion mit seinen 75.000 Zuschauern „größtenteils rot sein wird, da die Fans von Union es sicherlich füllen werden“.

Auch was seine Erwartungen an die Duelle gegen den Lokalrivalen angeht, hat der Pole klare Vorstellungen. „Gemessen an der Größe der Stadt wird es eines der größten europäischen Derbys sein“, vergleicht Gikiewicz schon jetzt das Berliner Derby mit denen in London oder Istanbul.

„Viele Berliner Fans warten auf dieses Derby, zwei interessante Begegnungen warten auf uns. Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, die Erwartungen der Fans zu erfüllen, die von einem Derby in der ersten Liga geträumt haben“, wird der Torwart weiter zitiert.

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