Fussball

Union feiert eine rauschende Aufstiegssause

Der Bundesliga-Aufsteiger feiert auf der Spree, in der Köpenicker Altstadt und in der Alten Försterei. Zehntausende Fans sind dabei.

Berlin.  Es herrschte rot-weißer Ausnahmezustand in Köpenick. Wo es sonst zwischen Rathaus und Luisenhain eher beschaulich zugeht, feierten Zehntausende Fans des 1. FC Union am Mittwoch eine rauschende Aufstiegsparty. Zwei Tage nachdem der Klub aus dem Osten Berlins den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga perfekt gemacht hatte, war die Euphorie noch immer ungebrochen. Unglaublich“, „der absolute Wahnsinn“ oder „ick hab’s noch jar nüscht kapiert“ – es waren größtenteils diese Worte, mit denen die Union-Anhänger ihre Stimmung beschrieben.

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Zahlreiche Boote begleiten die „Viktoria“

Kein Bus fuhr mehr, keine Tram, es war einfach kein Durchkommen, als die Mannschaft am frühen Abend mit ihrem Schiff „Viktoria“ am Luisenhain anlegte. Von der Eastside Gallery aus war der Feier-Tross – begleitet von vielen kleineren Booten – in Richtung Köpenick geschippert. Tausende Anhänger empfingen ihre Helden dort mit Bengalos, Böllern, Konfettikanonen, und so ziemlich jedem Fangesang aus ihrem breiten Repertoire. „Wahnsinn, so hätte ich das wirklich nicht erwartet“, sagte Union-Stürmer Sebastian Polter, der fast keine Stimme mehr hatte.

Es dauerte fast 20 Minuten, bis sich Kapitän Christopher Trimmel und sein Team einen Weg durch die jubelnden Massen gebahnt hatten. Schließlich stand neben der großen Aufstiegssause auch noch ein offizieller Termin im Rathaus Köpenick an. Das Team um Trainer Urs Fischer – stilecht mit rotem Fischerhut – trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Schon zum zweiten Mal an diesem Tag.

Profis tragen sich ins Gästebuch der Stadt ein

Am frühen Nachmittag hatten sich die Union-Profis im Roten Rathaus ins Gästebuch Berlins eingetragen. „Es war wunderbar zu erleben, dass alles, was in den letzten Jahren aufgebaut wurde, mit dem Aufstieg gekrönt wurde“, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Sein Kollege Oliver Igel (SPD), Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, wurde etwas emotionaler: „Ihr seid jetzt schon Legenden!“ So sahen das auch sicherlich die Zehntausenden Fans, die ihre Aufstiegshelden vom Rathaus Köpenick ins Stadion an der Alten Försterei begleiteten. Dort, wo sie sich am Montag den großen Traum vom Aufstieg erfüllt hatten, krönte die Union-Feiermeute ihren rauschenden Feier-Marathon. Ganz bestimmt bis in tief in die Nacht.

Parensen verlängert, drei Spieler verabschiedet

Und während die meisten im Hier und Jetzt schwelgten, dachten manche beim 1. FC Union schon an die Zukunft. Michael Parensen zum Beispiel. Der Aufstiegsheld von 2009 hat seinen Vertrag bei den Köpenickern um ein Jahr bis 2020 verlängert. Bei den mehr als 20.000 Fans sorgte die Vertragsverlängerung für noch mehr rot-weiße Glückseligkeit.

Drei weitere Union-Spieler werden hingegen nicht mit den Berlinern in das Abenteuer Bundesliga starten. Fabian Schönheim, Eroll Zejnullahu und Marc Torrejon wurden am Mittwochabend verabschiedet.