Die Einsicht ließ nicht lange auf sich warten. Lewis Holtby hat sich entschuldigt, öffentlich. Doch nutzen dürfte das dem Fußballprofi wohl nicht mehr viel. „Die Reaktion war emotional, geschah im Affekt und war absolut nicht in Ordnung“, schrieb der Spieler des Hamburger SV in sozialen Netzwerken.

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Weil er beim Spitzenspiel der zweiten Fußball-Bundesliga am Sonntag beim 1. FC Union nicht vom Beginn an hätte auflaufen sollen, bat er Trainer Hannes Wolf darum, nicht mit nach Berlin reisen zu dürfen. „Das ist natürlich schwierig. Kurz danach wusste er, dass es ein Fehler ist. Wenn das einmal ausgesprochen ist, dass ein gesunder Spieler nicht mit zum Spiel möchte vier Spiele vor Schluss, in der Situation, kriegst du es nicht mehr gedreht“, sagte Wolf nach der Partie in Köpenick, die der HSV 0:2 verlor und damit auf Platz vier abrutschte, während Konkurrent Union an den Hanseaten vorbei auf Platz drei zog.

HSV will Lewis Holtby nicht mehr beim Profiteam haben

Nach einer kalten Dusche habe er eingesehen, dass seine Reaktion ein Fehler gewesen sei, so Holtby: „Leider wurde mir die Tür nicht mehr aufgemacht, was ich mir aber unbedingt gewünscht hätte. Ich werde die Entscheidung des Vereins akzeptieren müssen.“ Höchstwahrscheinlich dürfte der Mittelfeldspieler das Trikot der Hamburger nicht mehr tragen in den letzten drei Saisonspielen.

HSV-Sportvorstand Ralf Becker erklärte bereits in Berlin, dass Holtby wohl nicht mehr am Training des Profiteams teilnehmen und auch nicht mehr zum Einsatz kommen werde. „Für uns ist klar, und das wird auch bis zum Ende der Saison so bleiben, dass es keinen Sinn mehr macht“, so Becker. Wolf sagte: „Es ist schwer, da einen Weg zurück zu finden, wenn so was einmal im Raum steht.“

Der gut dotierte Vertrag von Holtby beim HSV läuft Ende Juni aus, eine Verlängerung war wohl schon länger nicht mehr geplant.

Marcel Stein